Trump vor Schicksalswahl: Wählt mich – und ich schenke euch 5.000 Dollar

Zweitens versprach er jedem Wähler, der ihm die Niederlage in vier Wochen erspart, 5.000 Dollar. Eine typische Trump-Idee: Jeder ist käuflich, auch jeder Wähler. Eine größere Verachtung der Demokratie ist kaum denkbar.

Viele Staaten sind umkämpft

Drittens versprach er, eine Milliarde Dollar aus seiner persönlichen Kriegskasse, die ihm Mäzene füllten, für besonders umkämpfte Duelle zu investieren. Davon gibt es erstaunlich viele, sogar solche, die Republikaner traditionell mit großem Vorsprung gewonnen hatten. Die Gründe für eine Verschiebung der Verhältnisse zugunsten der Demokraten sind unterschiedlich.

Im Süden, vor allem in Florida und Texas, wo legale und illegale Einwanderer in hoher Zahl leben, hat die Greif-Truppe der ICE mit ihren Massenverhaftungen Angst und Schrecken verbreitet. Die Hispanics, die mehrheitlich Trump gewählt hatten, sorgen nun dafür, dass plötzlich Demokraten in diesen konservativen Staaten eine Chance bekommen.

In Staaten wie Ohio und Michigan, die mal republikanisch, mal demokratisch wählen, hat die Errichtung von riesigen Rechenzentren durch die KI-Giganten zu Protesten geführt, die sich auch gegen deren Patron im Weißen Haus richten.

In den kalten Nordstaaten Wisconsin oder Vermont sind die hohen Energiepreise ein wahlentscheidendes Problem. Und überall ächzen die Menschen unter der Teuerung im Supermarkt.

Alles dreht sich um ihn

Dazu leidet Trump Popularität übergreifend an dem fahrlässigen Krieg gegen den Iran. Dafür findet er weder eine überzeugende Begründung, noch gelingt es ihm, ihn zu beenden. Deshalb sagt er heute, die Verhandlungen befänden sich auf gutem Wege und morgen, er werde den Iran auf alle Ewigkeit auslöschen.

Währenddessen schickt der Iran seine Schützlinge in Gestalt der Huthis vor, die gerade den Flughafen von Riad mit Raketen getroffen haben; zwölf Menschen starben, 300 wurden verletzt. Saudi-Arabien wird nicht aus eigener Kraft mit den jemenitischen Rebellen fertig, aber vor dem 3. November will Trump nicht intervenieren, wie er verlauten ließ.

Allerorten dreht sich alles um Donald Trump. Im Nahen Osten verliert die Weltmacht USA dramatisch an Einfluss auf die Ereignisse. Im eigenen Land führen die Rückwirkungen seiner Fehlleistungen dazu, dass seine Selbstherrlichkeit begrenzt werden könnte.

Wen die Demokraten tatsächlich angreifen sollten

Die Demokraten können am 3. November mit ihrer Anti-Trump-Kampagne Erfolg haben. Gehen wir mal davon aus, dass sie in beiden Häusern des Kongresses die Mehrheit gewinnen: Dann könnten sie theoretisch Trump durch Impeachment abzusetzen suchen. Damit sollten sie aber vorsichtig sein, weil sie schon zweimal damit gescheitert sind.

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