Vater lässt erschöpften Sohn (7) mit Snacks an Vulkan in 2000 Metern Höhe zurück – und wandert weiter

Stand: 26.08.2026, 21:58 Uhr

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Ein Student musste zweimal in einer Woche vom Berg Fuji gerettet werden.

Ein Student musste zweimal in einer Woche vom Berg Fuji gerettet werden. © Kyodo News/dpa

Acht Stunden kämpfte sich ein Siebenjähriger, zurückgelassen von Vater und Bruder, in mehr als 2000 Metern Höhe durch.

Er ist erst sieben Jahre alt und hatte ein Getränk und ein paar Snacks in der Hand. In mehr als 2.000 Metern Höhe, bei Nebel und Regen, ließ ihn sein 48-jähriger Vater auf dem japanischen Vulkan Fuji auf einer Bank sitzen. Zuvor hatte der Junge sich darüber beklagt, zu müde zu sein, um weiterzugehen. „Warte hier auf mich“, soll er zu ihm gesagt haben, bevor er den Aufstieg mit dem älteren Sohn fortsetzte.

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Dieser Artikel von redazione Esteri entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.

Den Jungen fand am Donnerstagmorgen gegen 7.30 Uhr ein Mitarbeiter einer Berghütte in der Nähe der sechsten Station der Fujinomiya-Route. Das Kind war allein. Der Mann leistete Hilfe und alarmierte die Polizei. Die Beamten spürten daraufhin den Vater auf, der inzwischen den Bereich zwischen der siebten und achten Station erreicht hatte, etwa drei Stunden Fußmarsch von dem Punkt entfernt, an dem er den Sohn zurückgelassen hatte.

Die Polizei wies ihn an umzukehren und als Vater und Sohn schließlich wieder vereint waren, nach rund acht Stunden Wartezeit, war der Junge vollkommen erschöpft. Gegenüber den Beamten soll der Mann erklärt haben, er habe eine „unüberlegte“ Entscheidung getroffen, und sich entschuldigt. Die Rüge fiel deutlich aus: „Auch wenn es bedeutet, auf den gemeinsamen Aufstieg des Berges zu verzichten, ist es inakzeptabel, ein Kind zurückzulassen“, sagte man ihm nach Angaben von Japan Today.

Vater lässt erschöpften Sohn (7) mit Snacks zurück – gefährliche Bedingungen am aktiven Vulkan Fuji

Der Fuji ist 3.776 Meter hoch und ein aktiver Vulkan. In der Höhe können sich die Bedingungen schnell ändern, und selbst im Sommer ist das Risiko einer Unterkühlung nicht zu unterschätzen. Vom Ausgangspunkt der Fujinomiya-Route an der fünften Station benötigt man rund fünf Stunden bis zum Gipfel und weitere drei Stunden für den Abstieg. Mit anderen Worten: Es hätte viel schlimmer ausgehen können.

Der Vorfall lenkt nun erneut die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit des höchsten Berges Japans, der jedes Jahr das Ziel von rund 200.000 Wanderern ist. In den vergangenen Jahren mangelte es nicht an Unfällen: Im Juli wurde eine 99-jährige Frau gerettet, nachdem sie gestürzt war und sich Verletzungen an Hüfte und Rücken zugezogen hatte. Im vergangenen Jahr wurde ein 27-Jähriger, der den Fuji außerhalb der offiziellen Saison bestiegen hatte, innerhalb von vier Tagen zweimal gerettet.

Polizei mahnt zu besserer Vorbereitung der Bergtouren

Die Polizei forderte die Wanderer daher auf, vor dem Aufbruch die Fähigkeiten und die Kondition jedes Gruppenmitglieds sorgfältig einzuschätzen und vor allem das Tempo an die Bedürfnisse der Schwächsten anzupassen.