Plastikmüll wird zu Keksen

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Ein US-Forschungsteam hat Kekse aus Plastikmüll und weiteren organischen Abfällen hergestellt. Dafür programmierten sie spezielle Hefen so um, dass diese Plastik in Proteine, Vitamine und Aromastoffe umwandeln. Eine Kostprobe steht aber noch aus.

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Keks aus Plastikmüll

µBites: Erster Keks aus Plastikmüll. (Bild: SIU Carbondale)

Jedes Jahr werden laut Informationen der Heinrich-Böll-Stiftung weltweit 400 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, die unter anderem in Smartphones, Autos, Kosmetik, Spielzeug und Kleidung stecken. Den größten Teil davon machen aber Einwegprodukte und Verpackungen aus.

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Plastikmüll als weltweites Problem

Der Großteil des Plastikmülls landet auf Mülldeponien und in Verbrennungsanlagen sowie in der Umwelt. Nur 14 Prozent der Plastikverpackungen weltweit werden recycelt. Bis zu 150 Millionen Tonnen sollen laut Heinrich-Böll-Stiftung in Ozeanen treiben.

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Was, wenn sich der Plastikmüll in etwas Essbares verwandeln ließe und man damit neben dem Abfall- auch gleich noch das Welthungerproblem angehen könnte? Forscher:innen der Southern Illinois University (SIU) Carbondale haben jetzt ein Verfahren entwickelt, mit dem sich aus Plastikmüll und weiteren organischen Abfällen essbare Kekse herstellen lassen.

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Kohlenstoffbasis: Kekse aus Kunststoff

Ziel war es, Technologien für das Upcycling von Kunststoff zu entwickeln, mit denen sich hochwertigere Produkte herstellen lassen. Die Idee für die Kekse erklärte Forschungsleiter Lahiru Jayakody von der SIU so: „Kunststoff besteht aus Kohlenstoff, und Lebensmittel bestehen ebenfalls aus Kohlenstoff“.

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Ausgangspunkt für die „µBites“ (Microbites) genannten Kekse ist Polyethylenterephthalat (PET). Dieser Kunststoff kommt insbesondere bei der Herstellung von Getränkeflaschen und Verpackungen zum Einsatz. Die SIU-Forscher:innen haben eigenen Angaben zufolge spezielle Hefen so umprogrammiert, dass sie dieses Plastik in Proteine, Vitamine und Aromastoffe umwandeln können.

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Geschmackstest steht noch aus

Anschließend fügen die Forscher:innen noch Ballaststoffe, Stärke und Süßungsmittel hinzu und lassen die Masse von einem 3D-Drucker ausdrucken. Gebacken werden die Kekse dann in der Mikrowelle. Selbst gekostet haben die Forscher:innen die Kekse derweil noch nicht. Es fehlt noch eine behördliche Genehmigung, wie n-tv schreibt. Der Geruchstest sei aber positiv ausgefallen.

Klimawandel: Wie sich Blumen verändern

Schon in wenigen Jahren sollen die Kekse laut Jayakody als Lebensmittel zur Verfügung stehen. Dann könnten sie etwa helfen, den stark steigenden weltweiten Nahrungsmittelbedarf zu decken. Neben Keksen könnten mit dem Verfahren auch andere Lebensmittel wie Milch- oder Fleischalternativen hergestellt werden.

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