Deutscher Pfarrer tobt wegen Clip von Schweizerin Milune
Videoclip in Regensburger Basilika St. Emmeram
Deutscher Pfarrer tobt wegen Schweizer Sängerin Milune
Mit einem provokanten Musikvideo sorgte Milune (22) für Empörung in Regensburg: Szenen in der Basilika St. Emmeram wurden ohne Bewilligung gedreht. Der Pfarrer will rechtliche Schritte einleiten.
Publiziert: 00:11 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Milune sorgt mit provokantem Musikvideo für Empörung in Regensburger Basilika
- Pfarrer wusste nichts vom Dreh und kündigt rechtliche Schritte an
- Milune entfernt Video; Basilika wurde ohne Bewilligung genutzt, sagt Management
«Um Himmels willen!» dürften wohl viele gläubige Christen beim Betrachten des neusten Musikvideos der Schweizer Sängerin Milune (22) ausrufen. Im Clip zu «You believe in Jesus, I believe in Pussy» zeigt sie sich in einem Beichtstuhl, ihre Freundin Nea Jankovic (21) ist als Engel verkleidet und trägt einen Rosenkranz als Kopfschmuck. Zum Ende folgt ein Zungenkuss von Milune mit ihrer Freundin.
Im Interview mit Blick wollte Milune vor rund zwei Wochen nicht verraten, wo sich die Kirche des Videoclips befindet. «Auch nicht, ob es ein Set war oder ob es die Kirche tatsächlich so gibt. Aber es war zur Zeit des Drehs definitiv meine Kirche», sagte Milune damals.
Pfarrer wusste nichts vom Dreh
Gemäss Recherchen von Blick wurde der Clip in der katholischen Basilika St. Emmeram im bayerischen Regensburg aufgenommen. Dort nachgefragt, zeigt man sich empört über die Szenen von Milune. «Das Video wurde unsererseits keinesfalls erlaubt», schreibt Stadtdekan und Pfarrer Roman Gerl (54) auf Anfrage von Blick. «Ich bin über den Inhalt schockiert und wir werden rechtliche Schritte einleiten.» Er habe den Generalvikar des Bistums Regensburg, Dr. Roland Batz (60), über den Inhalt und den Clip informiert.
Blick hat Milune und ihr Management um ein Statement gebeten. «Wir haben erfahren, dass wir für die Aufnahme des Videos für den Clip zu ‹You believe in Jesus, I believe in Pussy› in einer Kirche in Deutschland möglicherweise eine Bewilligung hätten beantragen müssen, dies entgegen unserem ursprünglichen Verständnis», teilt das Management von Milune mit. «Während wir nochmals prüfen, ob eine solche Bewilligung doch notwendig war, haben wir die betroffenen Videos aus dem Internet entfernt.»
«Jeder soll an das glauben, was ihm guttut»
Bei der Veröffentlichung des Videoclips hielt Milune gegenüber Blick fest, dass sie mit «You believe in Jesus, I believe in Pussy» nicht provozieren wolle. «Obwohl ich auch verstehe, wenn Menschen vom Titel irritiert sind. Aber ich will damit einfach sagen, dass jeder an das glauben soll, was ihm guttut.» Sie selbst glaube an die weibliche Urkraft und Mutter Natur und: «Dass Gott eine Frau ist», sagt sie. «Pussy kreiert Leben.» Zu Beginn des Musikvideos wird auch der Satz «Dieses Video soll keine bestimmte Person oder Weltanschauung herabwürdigen» eingeblendet.