Darum bekommen wir Kopfschmerzen bei Wetterwechsel

Viele Faktoren spielen eine Rolle

Darum bekommen wir Kopfweh bei Wetterwechsel

Wenn das Wetter umschlägt, brummt bei manchen der Kopf. Studien zeigen: Luftdruckschwankungen können Migräneattacken begünstigen. Doch selten ist das Wetter allein schuld.

Publiziert: 19:29 Uhr

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Aktualisiert: vor 9 Minuten

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Wetterumschwünge könnten Migräne auslösen, doch der Zusammenhang ist wissenschaftlich unklar
  • Studien zeigen mögliche Einflüsse von Luftdruck, Temperatur und Luftfeuchtigkeit
  • DMKG empfiehlt Kopfschmerzkalender, um individuelle Auslöser besser zu erkennen

Nach vielen Tagen mit Temperaturen nahe der 30-Grad-Marke regnet es jetzt, die Temperaturen sinken und das Wetter wird unbeständiger. Für manche Menschen ist die Abkühlung eine willkommene Erleichterung – bei anderen brummt der Kopf. Besonders Menschen mit Migräne berichten häufig davon, dass Wetterumschwünge ihre Beschwerden auslösen oder verstärken. Doch steckt tatsächlich das Wetter dahinter – oder ist der Zusammenhang komplizierter?

Luftdruck kann eine Rolle spielen

Als möglicher Auslöser gilt vor allem der Luftdruck. Bei einem Wetterumschwung kann sich der atmosphärische Druck innerhalb kurzer Zeit verändern. Forschende vermuten, dass solche Schwankungen bei empfindlichen Menschen Prozesse beeinflussen können, die an der Entstehung von Kopfschmerzen beteiligt sind.

Wie gross dieser Effekt tatsächlich ist, lässt sich allerdings nicht pauschal sagen. Untersuchungen fanden einen Zusammenhang zwischen sinkendem oder schwankendem Luftdruck und einer höheren Häufigkeit von Migräneattacken. Die Ergebnisse waren insgesamt jedoch uneinheitlich.

Auch eine aktuelle Studie zu Wetter und Migräne kommt zu dem Schluss, dass neben dem Luftdruck weitere Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind eine Rolle spielen können. Einen eindeutigen kausalen Zusammenhang gibt es bislang aber nicht.

Warum reagieren manche Menschen empfindlicher?

Nicht jeder Mensch reagiert auf einen Wetterwechsel mit Kopfschmerzen. Besonders häufig wird ein Zusammenhang bei Menschen mit Migräne beobachtet. Dabei kann das Wetter offenbar einer von mehreren möglichen Triggern sein.

Hinzu kommt: Ein Wetterumschwung tritt selten allein auf. Mit einem Tiefdruckgebiet ändern sich häufig gleichzeitig Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind. Auch der Schlaf kann sich verändern – etwa wenn es plötzlich deutlich kühler oder wärmer wird. Stress, Flüssigkeitsmangel, unregelmässige Mahlzeiten oder zu wenig Schlaf können Kopfschmerzen ebenfalls begünstigen.

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) weist deshalb darauf hin, dass ein Kopfschmerzkalender hilfreich sein kann. Darin lassen sich Attacken und mögliche Auslöser dokumentieren, sodass sich individuelle Muster besser erkennen lassen.

Was hilft bei Kopfschmerzen durch Wetterwechsel?

Wer bemerkt, dass Wetterumschwünge regelmässig Beschwerden auslösen, kann vor allem auf die bekannten Kopfschmerz-Trigger achten. Dazu gehören ausreichend Schlaf, regelmässige Mahlzeiten und genügend Flüssigkeit. Auch ein möglichst gleichmässiger Tagesrhythmus kann hilfreich sein.

Bei Migräne sollten Betroffene zudem einen individuellen Behandlungsplan mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen. Denn nicht jeder Kopfschmerz ist automatisch eine Wetterreaktion.

Kopfschmerzen nicht immer aufs Wetter schieben

Ein gelegentlicher Kopfschmerz bei einem Wetterwechsel ist meist kein Grund zur Sorge. Treten die Beschwerden allerdings erstmals sehr stark auf, ungewöhnlich häufig auf oder verändern sie sich deutlich, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Denn Kopfschmerzen können zahlreiche andere Ursachen haben. Die DMKG unterscheidet unter anderem zwischen Migräne, Spannungskopfschmerzen und sekundären Kopfschmerzen, die durch eine andere Erkrankung ausgelöst werden.

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