Vierjähriger in Wien verschleppt, Täter verweigerte Aussage

Ermittlung

Vierjähriger in Wien verschleppt, Täter verweigerte Aussage

Ein 72-Jähriger soll am Freitag einen Buben in seine Wohnung verschleppt haben. Der Mann wurde wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs angezeigt und in eine Justizanstalt eingeliefert

Ein Polizeiauto mit der Notrufnummer 133 und einem Telefon-Symbol auf der Seitenscheibe. Im Hintergrund ist ein Blaulicht erkennbar.
Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter.

Wien – Ein 72-Jähriger, der am Freitagnachmittag in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus einen Vierjährigen in seine Wohnung verschleppt haben soll, verweigert die Aussage. Der Mann wurde unter anderem wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs angezeigt und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt eingeliefert, berichtete Polizeisprecher Markus Dittrich am Sonntag auf APA-Anfrage. Die Ermittlungen laufen weiter, der Bub soll in den kommenden Tagen befragt werden.

Weitere Straftaten möglich

Weitere Straftaten, wie ein sexueller Missbrauch des Kindes, könnten zumindest nicht ausgeschlossen werden, sagte Dittrich. Der Bub hatte sich am Freitagnachmittag zunächst mit Familienangehörigen im Innenhof eines Mehrparteienhauses aufgehalten und war dann plötzlich abgängig. Alarmierte Polizisten fanden ihn nach einem Hinweis in der Wohnung des 72-Jährigen auf einer Stiege im gleichen Wohnblock.

Der Bub hatte aufgrund seines psychischen Ausnahmezustandes noch nicht näher befragt werden können. Er gab gegenüber den Polizisten jedenfalls an, von dem 72-jährigen Mann gegen seinen Willen in dessen Wohnung gebracht worden zu sein, nachdem sie sich im Stiegenhaus begegnet seien. (APA, 9.8.2026)

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