Vierter Sieg in Folge: Tölzer Löwen schlagen Stuttgart 6:2

Stand: 18.10.2026, 21:11 Uhr

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Johannes Hassmann

Abgezockt zum ersten Pflichtspieltor im Seniorenbereich: Johannes Haßmann trifft zum 1:0 gegen die Stuttgart Rebels. © Oliver Rabuser

Die Tölzer Löwen gewinnen auch ihr viertes Spiel gegen die Stuttgarter Rebels in der Oberliga. Schon nach dem ersten Drittel führten die Oberbayern ungefährdet mit 3:0.

Stuttgart/Bad Tölz – Es bleibt dabei: Die Tölzer Löwen sind weiterhin der Stuttgarter Angstgegner. Noch nie seit dem Aufstieg der Baden-Württemberger konnten die Rebels ein Spiel gegen die Oberbayern gewinnen. Und auch im ersten Vergleich dieser Oberliga-Saison behielt das Team von Axel Kammerer die Oberhand. Mit 6:2 holten sich die Löwen recht ungefährdet den vierten Sieg in Folge und nach dem mühsamen 2:1 am Freitag ein weiteres Sechs-Punkte-Wochenende.

Souveräner Auftritt im ersten Drittel

Es war ein fehlerfreier, souveräner Auftritt der Löwen, zumindest im ersten Drittel, als sie fast alle Bullys für sich entschieden und sich regelmäßig vor Daniel Allavena im Stuttgarter Kasten festsetzten. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Start“, sagt Löwen-Trainer Axel Kammerer. „Es war eine sehr gute Leistung, wir hatten eine gute Struktur, viel Bewegung, haben die Scheibe laufen lassen und uns viele Chancen erarbeitet.“

Schon die 3:0‑Führung nach dem ersten Abschnitt war recht beruhigend für die Löwen. Weil das Torschießen an diesem Abend recht einfach ging, sie viel freie Räume bekamen. Nach Ablauf des ersten, druckvollen Powerplays fackelte Johannes Haßmann nach Lukas Wagners Bullygewinn nicht lange, wurde nicht bedrängt und schlenzte die Scheibe zum 1:0 ins Tor. Ganz abgeklärt, dabei war es sein erstes Pflichtspiel-Tor bei den Löwen. Der Tölzer Topscorer Toms Prokopovics, den man nicht so frei vor dem Tor stehen lassen sollte, wie es die Stuttgarter im zweiten Tölzer Überzahl taten, wurde nach einem Fehlpass der Rebels wunderbar von Ismailcan Sahanoglu angespielt und erhöhte auf 2:0. Er war es auch, der kurz vor der Pause erst knapp am Tor vorbeischoss. Die Scheibe sprang jedoch von der Bande zurück, prallte von Allavenas Schlittschuh ab und rutschte zum 3:0 für Tölz über die Linie.

Stuttgart schoss in den ersten 20 Minuten ganze vier Mal auf das von Matthias Bittner bestens bewachte Tor. Nur im Mitteldrittel schluderten die Gäste ein wenig – vor dem eigenen wie auch vor dem Stuttgarter Tor – und brachten nicht alle Scheiben aus dem Drittel beziehungsweise im Tor der Gastgeber unter. Die Defensive wurde immer öfter von den Rebels gefordert, Bittner hatte alle Hände voll zu tun. Mack Stewart gelang es zu verkürzen, als Matthew Pistillis Schuss an den Pfosten prallte und Stewart die Scheibe mit viel Zeit und Übersicht ins Kreuzeck legte. Doch Yannick Wenzel stellte den alten Vorsprung per Nachschuss zum 4:1 wieder her. Das Spiel war gelaufen, auch weil Bittner im Tölzer Kasten bei den restlichen Chancen erfolgreich eingriff.

Zum Schluss zwei Gänge zurückgeschaltet

„Zum Schluss haben wir allerdings zwei Gänge zurückgeschaltet, eigentlich unnötig“, meint Kammerer. So nutzte Michael Keränen zunächst einen Allavena-Abpraller zum 5:1. Doch im Powerplay behielten die Hausherren ihre 100‑Prozent-Quote bei: Pistilli verzögerte und kam immer näher ans Tor. Seinen Schuss fälschte Elvis Gorontzky-Slack zum 2:5 ab. Topi Piipponen stellte mit einem Schuss ins leere Tor den 6:2-Endstand her, nachdem Stuttgart drei Minuten vor Schluss den Torhüter gezogen hatte.