Virtueller Flug ins All: SpaceBuzz One kommt ans Gymnasium am Rotenbühl

Virtueller Flug ins All SpaceBuzz One kommt ans Gymnasium am Rotenbühl

Saarbrücken · Ein Weltraumflugsimulator macht am 11. August 2026 am Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken halt. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 und 7 können darin mithilfe von VR-Brillen die Erde aus dem Blickwinkel von Astronauten umkreisen.

04.08.2026 , 18:31 Uhr

Saarbrücken: Schüler erleben virtuellen Raumflug am Gymnasium am Rotenbühl

Foto: DLR/EurA AG

Am Dienstag, 11. August, macht der sogenannte SpaceBuzz One am Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken Station. Der begehbare Weltraumflugsimulator in Form einer liegenden Rakete ermöglicht Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 6 und 7 einen realitätsnahen Flug ins All – mithilfe von Virtual-Reality-Brillen (VR). Diese Brillen nutzen kleine Bildschirme als Linsen, um die Trägerinnen und Träger vollständig von der realen Umgebung abzuschirmen und in eine dreidimensionale virtuelle Welt eintauchen zu lassen.

Eine Halteverbotszone wird eingerichtet

Da der Simulator gemeinsam mit seiner Zugmaschine über 20 Meter lang ist und keinen Platz auf dem Schulhof findet, wird er auf dem Parkplatz vor dem Schulgelände aufgestellt, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Die Stadt Saarbrücken hat deshalb dort eine Halteverbotszone eingerichtet. Anwohnerinnen und Anwohner werden von der Schulleitung gebeten, diese vom 8. bis zum 12. August zu beachten.

Bereits am Montag, 10. August, werden die Klassen im Unterricht auf ihre Mission vorbereitet: Die Schülerinnen und Schüler bewerben sich als Astronauten, absolvieren ein Astronautentraining und lernen Wissenswertes über Erde und Mond. Das eigentliche Erlebnis im Simulator beginnt dann am darauffolgenden Tag.

Astronaut Matthias Maurer begleitet die Schüler auf dem Bildschirm

An Bord nehmen die Teilnehmenden auf beweglichen Sitzen Platz, setzen eine VR-Brille auf und erleben einen rund 15-minütigen Raumflug. Auf dem Bildschirm werden sie begleitet von den ESA-Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer. Maurer stammt aus St. Wendel und studierte Materialwissenschaften an der Universität des Saarlandes. Während der virtuellen Reise umkreisen die Schülerinnen und Schüler die Erde aus dem Blickwinkel von Astronauten. Dabei sollen sie den sogenannten Overview-Effekt erleben, heißt es in einer Pressemitteilung der deutschen Raumfahrtagentur. Dieser Effekt zeigt die Erde als einsamen blauen Planeten im weiten Universum – vergleichbar mit dem berühmten Foto „Blue Marble” der Apollo-17-Mission. Von den Astronauten erfahren die Schülerinnen und Schüler dabei mehr über den Klimawandel. Zum Abschluss besuchen sie virtuell den Mond, bevor die Reise wieder sicher auf dem Parkplatz des Gymnasiums endet.

Ein Projekt zur Ergänzung der MINT-Fächer

Der SpaceBuzz One wurde von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt. Er ist Teil eines Bildungsprogramms zur Ergänzung des MINT-Unterrichts. Diese umfassen die Bereiche: Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, Physik und Technik. Neben Schulen können auch öffentliche Einrichtungen und Unternehmen den SpaceBuzz One zu sich holen, heißt es auf der Internetseite spacebuzzone.de. (jos)