Apple: Sprecher nimmt Stellung zu Jobverlust, der noch dicker kommt

Kahlschlag in mindestens zwei Apple-Abteilungen: Laut einem Bloomberg-Bericht sollen „mindestens“ 200 Menschen in Cupertino und vermutlich auch anderen Standorten entlassen worden sein. Wie nun bekannt wurde, ist auch nicht nur die Vision Products Group (VPG) betroffen, die die Vision Pro entwickelt hat. Auch in Apples Siri-Abteilungen wurden Positionen gestrichen. Verteilen soll sich das auf jeweils 100 Jobs, wobei zuvor gemeldet worden war, dass in der VPG nur 60 Menschen entlassen worden seien. Apple nahm ungewöhnlicherweise zudem Stellung zu den Berichten, wenn auch wenig transparent.

„Beste Nutzererfahrungen“

In einer Stellungnahme gegenüber Bloomberg sagte ein Sprecher, man nehme ein „Realignment“ mehrerer Teams vor, „um unser Geschäft weiterzuentwickeln und die besten Erfahrungen für unsere Nutzer zu liefern“.

Es würden dabei auch „neue Rollen im Rahmen dieser Veränderung“ geschaffen. Allerdings „beeinflusse“ die Änderung eine „eingeschränkte Anzahl“ bestehender Jobs. Damit gemeint sind offenbar besagte 200 Positionen. Apple bedankte sich bei den Teammitgliedern für ihren Beitrag. Man werde sie „während dieser Umstellung unterstützen“, sie könnten sich zudem auf andere Stellen bewerben.

Siri-AI-Umbau hat Folgen

Laut Bloomberg sind in der VPG besonders Menschen betroffen, die mit Inhalten zu tun hatten, darunter VR-Spiele und immersive Videos. Beide Abteilungen seien verkleinert worden. Die Siri-Entwicklungen scheinen vor allem länger bei Apple tätige Personen zu betreffen, die dank Siri AI nun neue Expertise benötigten. Apple sei dabei, Ressourcen umzuleiten. Das Team, das am stärksten betroffen sein soll, nennt sich Intelligent Systems Experience. Die Entlassungen sollen die Entwicklung in Richtung Siri-Chatbot beschleunigen.

Die verbesserte Sprachassistenz wird im September zunächst auf Englisch erscheinen. Die VPG-Änderungen begründete Apple laut Bloomberg intern mit dem Verlangen, sich stärker an Nutzungsmuster anzupassen beziehungsweise auf zukünftige Geräte zu setzen. Apple möchte in absehbarer Zeit Smartglasses mit Bildschirm auf den Markt bringen. Laut Bloomberg könnte nochmals ein neues Vision-Pro-Modell erscheinen, allerdings nicht vor 2028. Auch die Entwicklung an visionOS geht weiter.

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(bsc)