Herzschock vor Glück: Frau nach Hochzeit im Spital
Vor lauter Glück
Frau (65) erleidet plötzlich Herznotfall
Freude mit Folgen: Eine 65-Jährige erlitt nach der Hochzeit ihrer Tochter das seltene «Happy-Heart-Syndrom». Die Diagnose kam erst nach drei Tagen – sie hatte bereits Atemnot und Brustschmerzen verspürt. Der Verdacht auf einen Herzinfarkt bestand.
Publiziert: 18:24 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- 65-Jährige erkrankt nach Hochzeit an «Happy-Heart-Syndrom»
- Emotionale Höhepunkte führten zur Erweiterung der linken Herzkammer
- Risikofaktoren: Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 und Fettstoffwechselstörung
Janine EnderliRedaktorin News
Momente der riesigen Freude, dann der Schock: Eine 65-jährige Frau ist nach der Hochzeit ihrer Tochter mit heftigen Brustschmerzen ins Spital gekommen. Was zunächst wie ein Herzinfarkt wirkte, stellte sich als Takotsubo-Kardiomyopathie heraus – eine vorübergehende Stressreaktion des Herzens. Weil der Auslöser in diesem Fall ein glückliches Ereignis war, sprechen Ärztinnen und Ärzte auch vom «Happy-Heart-Syndrom».
Rückblende: Kurz nach der Feier verspürte die Frau Atemnot und starke Schmerzen in der Brust. Erst drei Tage später suchte sie medizinische Hilfe auf und wurde wegen des Verdachts auf einen Herzinfarkt sofort in die Notaufnahme gebracht.
Die Untersuchungen zeigten zwar eine verminderte Durchblutung des Herzens, aber keine Verstopfung einer Arterie. Stattdessen war die linke Herzkammer auffällig erweitert – ein typisches Zeichen für die Erkrankung. Durch die Erweiterung war das Herz geschwächt und konnte das Blut nicht mehr ausreichend durch den Körper pumpen.
Verwandt mit «Broken-Heart-Syndrom»
Ärzte aus den USA beschreiben den Fall im Fachjournal «Oxford Medical Case Reports». Die Entstehung des sogenannten Takotsubo-Syndroms (TTS) wird auf eine plötzlich einsetzende hormonelle Stressreaktion zurückgeführt. Dabei werden viele Stresshormone ausgeschüttet. Diese bringen das Nervensystem dazu, den Körper auf eine Gefahr vorzubereiten. Die linke Herzkammer verändert sich, die Pumpleistung sinkt, und das kann lebensgefährlich werden. Warum genau das passiert, ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Das Syndrom ist eng verwandt mit dem sogenannten «Broken-Heart-Syndrom», das meist durch Trauer, Schock oder andere negative Belastungen ausgelöst wird.
Sowohl das «Happy-Heart-Syndrom» als auch das «Broken-Heart-Syndrom» sind selten. Im Fall der Frau kamen mehrere Risikofaktoren zusammen: Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 und eine Fettstoffwechselstörung. Nach der Behandlung erholte sie sich vollständig und kann mittlerweile wieder an Familienfeiern teilnehmen – wenn auch mit etwas mehr Vorsicht.