VW-Embleme im Visier Krimineller: Logo-Diebstahl sorgt für hohe Kosten
Besitzer einiger Volkswagen-Modelle werden momentan Opfer von Diebstählen. Kriminelle entwenden gezielt die vorderen Markenlogos der Fahrzeuge. Die Täter haben es dabei auf die teure Sensortechnik abgesehen, die sich direkt dahinter verbirgt.
Kriminelle jagen VW-Logos
Besitzer mancher Volkswagen-Modelle sehen sich mit einem Problem konfrontiert. So kam es in den vergangenen Wochen in London zu einer organisierten Diebstahlserie, bei der Kriminelle die vorderen Markenlogos von VW-Fahrzeugen entwendeten. Die Täter haben es dabei auf die darin verbaute Technik abgesehen. Betroffen sind einige Varianten von Modellen wie dem Golf, Tiguan oder Passat von 2014 bis 2025. Der Diebstahl dauert oft weniger als fünf Sekunden.
Hinter dem scheinbar einfachen Plastiklogo verbirgt sich bei einigen Autos ein teures Bauteil: das Radarmodul. Das System ist für Fahrassistenzsysteme wie die adaptive Geschwindigkeitsregelung und den Notbremsassistenten zwingend erforderlich. Das VW-Emblem dient als eine Art Fenster für den Radar-Sensor.
Hohe Kosten für Besitzer
Wie Autocar berichtet, entstehen den Opfern hohe finanzielle Schäden. Der Austausch und die Neukalibrierung des Radars in einer Fachwerkstatt kosten oft über 2000 Euro. Ohne das Modul fallen wichtige Sicherheitsfunktionen aus und das Armaturenbrett meldet Fehlfunktionen. Volkswagen bietet betroffenen Kunden teilweise finanzielle Unterstützung an.
Die Diebstähle in London sind gut organisiert. Anwohner meldeten, dass im Vorfeld kleine Drohnen über den Grundstücken schwebten, um gezielt passende Fahrzeuge auszuspähen. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen Täter, die sich auf Leihfahrrädern nähern, das Markenlogo in wenigen Sekunden mit einfachem Werkzeug herausbrechen und sofort flüchten. Auf bekannten Online-Plattformen tauchen die Bauteile später dann zu einem Bruchteil des Neupreises auf.
Bauteile eigentlich wertlos
Die Ingenieure von VW haben die Sensoren durch den Komponentenschutz elektronisch jedoch an das jeweilige Fahrzeug gebunden. Ohne eine offizielle Neukodierung in einer lizenzierten Werkstatt lassen sie sich nicht in anderen Autos verwenden. Dennoch hält das Wissen um die Einschränkung die Täter bisher nicht ab.
Das Problem des Logodiebstahls ist in der Automobilgeschichte nicht neu. Bereits in den vergangenen Jahrzehnten wurden oft die aufrecht stehenden Sterne von Mercedes-Fahrzeugen abgebrochen, damals jedoch meist als Souvenir. Bei den aktuellen Vorfällen steht hingegen der finanzielle Wert der verborgenen Technik im Vordergrund.
Volkswagen reagierte bei seinen neuesten Fahrzeuggenerationen bereits auf die Problematik. Bei aktuellen Modellen platzieren die Konstrukteure den Radar-Sensor nicht mehr direkt hinter dem Emblem, sondern versteckt an einer tieferen Stelle in der Fahrzeugfront. Für Besitzer älterer Modelle bleibt vorerst nur die Möglichkeit, das Auto nachts möglichst in einer Garage oder auf gut beleuchteten Flächen zu parken, um Täter abzuschrecken.
Seid ihr von ähnlichen Diebstählen betroffen oder parkt ihr euer Auto ohnehin in einer Garage? Was haltet ihr von der Platzierung der Sensoren? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit!
Zusammenfassung
- In London stehlen kriminelle Banden die vorderen Logos von VW-Modellen
- Die Täter haben es auf die dahinter verbaute Radartechnik abgesehen
- Der Diebstahl verursacht Reparaturkosten von oft über 2000 Euro
- Drohnen spähen Autos aus, bevor Diebe das Emblem in Sekunden stehlen
- Ein elektronischer Komponentenschutz macht die Beute eigentlich wertlos
- Volkswagen verbaut den Radarsensor bei neuen Modellen nun tiefer
Siehe auch:
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