VW T-Roc im Test: So schlägt sich das Kompakt-SUV im Alltag
Stand: 31.08.2026, 21:30 Uhr
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Der T-Roc ist fester Bestandteil der Modellpalette von Volkswagen. Nun wurde das SUV gründlich überarbeitet. Wir fuhren den 1.5 eTSI in der R-Line.
München – Seit 2017 komplettiert der T-Roc das Angebot von Volkswagen in der Golf-Klasse. Und seither spielt er in der Zulassungsstatistik eine große Rolle, im vergangenen Jahr war das Kompakt-SUV gar die Nummer eins in Europa in diesem Segment. Weil dies kein Grund für die Wolfsburger ist, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, haben sie den T-Roc überarbeitet. Wir unterzogen die Topversion einem Alltagstest.

Gegenüber dem Vorgänger ist der Neue deutlich gewachsen, insbesondere in der Länge um zwölf Zentimeter auf nunmehr 4,37 Meter. Das kommt den Insassen zugute, die vorne und hinten viel Platz vorfinden, wobei die Rückbank aufgrund des hohen Mitteltunnels auf allem, was über eine Kurzstrecke hinausgeht, nur mit zwei Erwachsenen besetzt werden sollte. Auch beim Gepäck macht sich das Wachstum bemerkbar: In den aktuellen T-Roc-Kofferraum passen 475 Liter, erweiterbar ist er auf 1.350 Liter. Die maximale Zuladung ist mit 506 Kilogramm sehr alltagstauglich

Die Bedienung erfolgt in der aktualisierten Version wieder verstärkt mit Tasten, vermutlich als Reaktion von Volkswagen auf harsche Kritik an den letzten Modellen mit unsensiblen Schiebereglern. In der Mittelkonsole befindet sich ein Dreh-Drück-Steller, mit dem Lautstärke und Fahrprogramm eingestellt werden können. In unserem bestens ausgestatteten Exemplar war auch ein Head-up-Display an Bord, das im 1.090 Euro teuren Technikpaket IQ.Drive enthalten ist.
Souveräner Motor mit wenig Temperament und geringem Verbrauch
Der 1,5-Liter-Vierzylinder-Mildhybrid mit 150 PS maximaler Leistung ging souverän, aber nicht allzu temperamentvoll ans Werk. In den Papieren sind 212 km/h als Höchstgeschwindigkeit eingetragen, wir waren stets deutlich langsamer unterwegs. Das schont wegen der Windgeräusche das Gehör, obendrein spart es Sprit. Bei dieser eher moderaten Fahrweise pendelte sich der Verbrauch bei rund sechs Litern auf 100 Kilometern ein, bei mehr Druck aufs Gaspedal genehmigte sich unser Wagen 6,5 bis sieben Liter. Sehr nutzerfreundlich: Der Tempowarner lässt sich nach Wahl des entsprechenden Menüpunkts mit einem einzigen Knopfdruck abstellen.

In der Stadt sowie über Land überzeugte der Volkswagen mit gutem Lenkgefühl und sauberer Straßenlage, beim Einparken schätzten wir die Übersichtlichkeit (auch dank zuverlässiger Elektro-Helferlein) und das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe erfreute aufgrund seiner sauberen Abstimmung.
Der T-Roc überzeugt bei allem – außer beim Preis
Die Messlatte, die VW mit dem neuen T-Roc gegenüber dem Vorgänger deutlich höher gelegt hat, schafft das Kompakt-SUV locker. Allerdings muss man beim Händler für den T-Roc R-Line in der von uns gefahrenen Ausstattung und Motorisierung bereits einen Basispreis von 42.460 Euro hinlegen, bei unserem mit einigen Extras ausgestatteten Testwagen summiert sich der Preis auf stolze 48.390 Euro. Ein Mitbewerber wie der Citroën C3 Aircross Plus steht dagegen mit einem Grundpreis von 25.590 Euro in der Liste und hat so gut wie keine teuren Extras. Ob sich ein Unterschied in dieser Höhe letztlich in der Käufergunst gegenüber dem eigentlich rundum gelungenen Volkswagen niederschlägt, muss die Zukunft zeigen.