Bundesliga: WAC setzt Serie auch gegen Salzburg fort
Bundesliga
Der Wolfsberger AC hat in der zweiten Runde der Admiral Bundesliga wieder einmal seine Heimstärke bewiesen. Die Wolfsberger holten am Sonntag gegen den FC Red Bull Salzburg ein 1:1-Unentschieden und sind damit in der Liga bereits seit zehn Heimspielen ungeschlagen, auch gegen die Salzburger ist das Team von Thomas Silberberger daheim schon vier Spiele ohne Niederlage.
Online seit gestern, 19.08 Uhr
Die Salzburger waren in der Lavanttal-Arena über weite Strecken das spielbestimmende Team, die Führung erzielte aber der WAC: Eine Woche nach seinem Doppelpack gegen die Austria brachte Giacomo Vrioni (67.) die Kärntner mit seinem dritten Saisontor in Führung. Salzburg-Keeper Christian Zawieschitzky machte beim Schuss des Wolfsbergers allerdings eine unglückliche Figur. Yorbe Vertessen (79.) glückte nach einem Getümmel vor dem Tor aus kurzer Distanz nur noch der Ausgleich.
Die Salzburger sind in Wolfsberg nun schon vier Spiele sieglos, immerhin konnte nach zuletzt zwei Niederlagen wieder einmal Zählbares mitgenommen werden. Das Selbstvertrauen konnte vor dem Rückspiel beim Pafos FC am Donnerstag (19.00 Uhr) im Drittrundenrückspiel der Europa-League-Qualifikation in Limassol aber nicht wirklich gesteigert werden. Die Truppe von Neo-Coach Danny Röhl verteidigt dort eine 1:0-Führung aus dem Hinspiel am vergangenen Donnerstag.
WAC setzt Serie auch gegen Salzburg fort
Der Wolfsberger AC hat in der zweiten Runde der Admiral Bundesliga einmal mehr seine Heimstärke bewiesen.
Zahlreiche Änderungen bei Salzburg
Der Deutsche rotierte am Sonntag gegen den WAC gewaltig. Mit Tormann Zawieschitzky, Kapitän Nikolas Veratschnig und Kevin Boma waren nur drei Akteure in der Startelf, die auch gegen Pafos begonnen hatten. Ganz freiwillig geschah das in der Fülle nicht. Mit Enrique Aguilar, Edmund Baidoo, Soumaila Diabate und Gaoussou Diakite gab es gleich vier zusätzliche verletzungsbedingte Ausfälle. Bei den Wolfsbergern gab es nach dem Auftakt-3:0 gegen die Wiener Austria für Trainer Thomas Silberberger keinen Grund, Änderungen vorzunehmen.
Beinahe wäre den Gastgebern ein Traumstart gelungen, Aaron Sky Schwarz zielte aber nach einem Eckball aus guter Position vorbei (9.). Mehr vom Spiel hatten ganz klar die „Bullen“, bei den wenigen Topchancen war aber WAC-Tormann Nikolas Polster nicht zu überwinden. Dieser hielt Schüsse von Ligadebütant Aboubacar Camara (20.) und Haris Tabakovic (22.), der beinahe von einem Fehlquerpass von Fabian Wohlmuth profitiert hätte. Aufseiten der Kärntner fand noch Donis Avdijaj eine Kopfballchance vor (42.).
WAC-Führung aus Nichts
Nach Wiederbeginn nahm der Druck der vom Ex-WAC-Spieler Nikolas Veratschnig als Kapitän angeführten Salzburger zu. Polster vereitelte einen Heberversuch von Karim Konate (48.), Schuss von Frans Krätzig (53.) und war auch bei einem weiteren Konate-Abschluss am Anfang einer Doppelchance am Posten (59.). Zwei Minuten später reklamierten die Gäste nach einem Zweikampf von Cheick Diabate mit Tabakovic im Strafraum vergeblich Elfmeter, nach längerem VAR-Studium gab es diesen nicht.
Der WAC wankte, stellte aber den Spielverlauf auf den Kopf. Nach Vorarbeit von Wohlmuth zog Vrioni von knapp außerhalb des Strafraums ab und hatte Glück, dass Zawieschitzky den Ball unter seinem Körper durchrutschen ließ. Es war der dritte Saisontreffer des Albaners. An der Charakteristik der Partie änderte sich nichts.
Salzburg gab den Ton an, Tabakovic vergab eine weitere Möglichkeit (71.). Der erst in der 68. Minute eingewechselte Vertessen machte seine Sache besser. Der Stürmer staubte aus kürzester Distanz ab, nachdem Boma am langen Eck eine Krätzig-Freistoßflanke ideal in die Mitte befördert hatte. Danach entwickelte sich ein hitziges Finish mit vielen Gelben Karten auf WAC-Seite, Treffer fiel keiner mehr.
Stimmen zum Spiel:
Thomas Silberberger (WAC-Trainer): „Das ist ein glücklicher Punkt, aber ein Punkt der Leidenschaft. Die Mannschaft ist als Team aufgetreten, wir haben gegen ein sehr gutes Salzburg gefightet. Glücklich ist der Punkt, aber danach fragt in zwei Tagen auch keiner mehr. Wir waren zu ängstlich im Ballbesitz, die Passqualität war dann auch nicht dementsprechend gut. Die Jungs haben sich zu wenig zugetraut, das war ein bisschen enttäuschend. Unser Torhüter war richtig stark, da ist es dann eigentlich schade, dass wir aus einem Standard ein Tor kassiert haben.“
Danny Röhl (Salzburg-Trainer): „Das Spiel hätten wir gewinnen müssen, wir haben zwei Punkte liegen gelassen. Das Manko ist die Chancenverwertung, wir hätten die Partie frühzeitig entscheiden müssen. Aber wir haben viel Qualität gezeigt, uns tolle Chancen erarbeitet, jetzt müssen wir noch die Tore machen. Wir sind darüber enttäuscht, dass wir nach so einer Leistung nur einen Punkt mitnehmen. Der Fokus liegt schon auf Donnerstag, da wollen wir das besser machen.“
Admiral Bundesliga, zweite Runde
Sonntag:
WAC – Salzburg 1:1 (0:0)
Wolfsberg, Lavantal-Arena, 5.351; SR Simsek
Torfolge:
1:0 Vrioni (67.)
1:1 Vertessen (79.)
WAC: Polster – Behounek, C. Diabate, Wimmer – Wohlmuth, Sulzner, Agyemang (75./Schriebl), Schwarz (75./Renner) – Schabauer (64./Karamoko), Vrioni (85./Hassler), Avdijaj (64./O. Mamageischwili)
Salzburg: Zawieschitzky – Veratschnig, Boma, Drexler (57./Zabransky), Krätzig – Mazurek, Kjaergaard (46./Barry) – Kitano (68./Vertessen), Konate (83./Morgalla), A. Camara (57./Redzic) – Tabakovic
Gelbe Karten: Diabate, Sulzner, Schriebl, Jochum (Kotrainer), Mamageischwili, Renner bzw. Camara