Wacklige ZLB-Pläne für Galeria am Alex: Besitzer arbeitet an Alternativlösungen
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Wacklige ZLB-Pläne für Galeria am Alex: Besitzer arbeitet an Alternativlösungen
Für das Warenhaus am Berliner Alexanderplatz wird derzeit an einer Zukunft ohne den bisherigen Kaufhauskonzern Galeria und ohne Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) gearbeitet. Das teilte der Besitzer des Gebäudes, die CommerzReal, auf Nachfrage des rbb am Donnerstag mit.
Damit bereite man sich auf das Szenario vor, dass der Galeria-Konzern die Filiale am Alexanderplatz aufgibt und die Verhandlungen mit dem Senat über einen Umzug der ZLB in das Gebäude scheitern.
Gespräche mit Shopping-Center-Betreiber
Derzeit laufen dafür Gespräche mit dem Hamburger Unternehmen ECE und den Architekturbüros Atelier Oslo und Kleihues + Kleihues, so die CommerzReal. Ziel sei die Ausarbeitung eines Konzepts, für das das Warenhaus umgebaut werden würde.
ECE wurde von der Hamburger Unternehmerfamilie Otto 1965 gegründet und betreibt zahlreiche Shopping-Center in Deutschland. In Berlin gehören unter anderem das Eastgate, das Gesundbrunnen-Center und der Tempelhofer Hafen zum ECE-Portfolio.
Galeria-Mietvertrag gilt noch bis März 2027
Bislang hat Galeria noch einen Mietvertrag bis März 2027 für das Haus am Alexanderplatz. Dort arbeiten rund 350 Mitarbeitende. Der Konzern hat nun aber angekündigt, 33 Filialen auf den Prüfstand zu stellen, darunter auch vier in Berlin, inklusive des Hauses am Alexanderplatz.
CommerzReal, der Senat und Galeria verhandeln bislang noch über eine Mischnutzung am Alexanderplatz: Das Warenhaus soll seine Verkaufsfläche dort deutlich verkleinern können, wenn im Gegenzug die ZLB als neuer Hauptmieter einzieht. Doch eine Einigung dazu steht bislang aus, auch weil die Preisvorstellungen weit auseinanderliegen.
Die Kulturverwaltung teilte auf Nachfrage des rbb lediglich mit, man sei weiterhin "in guten Gesprächen".
Sendung: rbb24 Abendschau, 23.07.2026, 19:30 Uhr
Video: rbb24 Abendschau, 23.07.2026, Volker Wieprecht/ Julia Kubowicz