Wagner zieht das Tempo an: SV Elversberg nutzt Länderspielpause für intensive Trainingstage

Wagner zieht das Tempo an SV Elversberg nutzt Länderspielpause für intensive Trainingstage

Elversberg · Die SV Elversberg nutzt die dreiwöchige Länderspielpause für intensive Trainingseinheiten und gibt am Donnerstag beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim einigen Spielern eine Chance.

23.09.2026 , 19:58 Uhr

Beim Training der SV Elversberg ging es am Mittwoch richtig zur Sache, das Tempo war sehr hoch.

Foto: Heiko Lehmann

„Vollgasveranstaltung“ hieß gleich in der ersten Woche der dreiwöchigen Länderspielpause das Motto bei Fußball-Bundesligist SV Elversberg. Wie Trainer Vincent Wagner schon in der Vorwoche angekündigt hatte, wurden in den Trainingseinheiten die Zügel vor allem im läuferischen Bereich angezogen. Zwar fanden alle Übungen mit Ball statt, doch das Tempo war sehr hoch. Wagner zählte seine Jungs regelmäßig von außen an, wenn das geforderte Tempo nicht erreicht wurde.

„Wir haben uns nach dem 0:0 auf Schalke erholt und trainieren jetzt intensiver. Morgen kommt noch das Spiel dazu, und dann haben sich die Jungs drei Tage frei verdient“, sagte Wagner nach der Einheit am Mittwochmorgen. Nicht dabei waren die Nationalspieler Lukas Petkov (Bulgarien), Nicholas Mickelson (Thailand), Cole Campbell (USA) sowie Noah Darvich und Francis Onyeka, die für die deutsche U21 im Einsatz sind. Jan Gyamerah wurde für Ghana nominiert, trat die Reise wegen einer Adduktorenverletzung aus dem Spiel auf Schalke aber nicht an und wurde in dieser Woche im Saarland behandelt. Felix Keidel, der erste für die deutsche A-Nationalmannschaft nominierte SVE-Spieler, trainierte nicht voll mit der Mannschaft, sondern absolvierte ein Schonprogramm. Der 23-Jährige reist am kommenden Montag zur Nationalmannschaft.

Zimmerschied vor seinem Comeback

An diesem Donnerstag um 13 Uhr tritt die SVE in einem Testspiel beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim an. Die Partie wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Zum Einsatz kommen vor allem Spieler, die bislang wenig oder gar nicht gespielt haben.

Dazu zählt auch Tom Zimmerschied. Der linke Flügelflitzer wurde an diesem Dienstag 28 Jahre alt. Wegen einer Rückenverletzung konnte Zimmerschied nur die ersten zwei Wochen der Sommervorbereitung trainieren und wurde danach nach dem Motto des Trainers „Die Gesundheit der Spieler steht an oberster Stelle“ wieder aufgebaut. Seit vier Wochen ist er wieder voll im Training, nun läuft er in Mannheim erstmals wieder auf. „Für mich ist die Länderspielpause ideal, um wieder Spielpraxis zu sammeln. Ein Spiel ist immer etwas anderes als ein Training“, sagt Zimmerschied.

Mehrere SVE-Profis warten noch auf ihren ersten Einsatz

Neben ihm haben auch die Mittelfeldspieler Raif Adam und Frederik Schmahl sowie Stürmer Luca Pfeiffer noch keine Bundesliga-Einsatzzeit. Während Adam und Schmahl am Donnerstag spielen, lief Pfeiffer am Mittwochabend schon für die U21 der SVE in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf.

Für Wagner ist wichtig, dass alle ausreichend Spielpraxis bekommen. In Mannheim sollen Noel Futkeu und Luca Schnellbacher stürmen. Der 32-jährige Schnellbacher kam an den ersten vier Spieltagen gegen Bayer Leverkusen und Bayern München zu Kurzeinsätzen. „Mit zwei Siegen und einem Unentschieden können wir mit dem Start zufrieden sein. Wir können in der Bundesliga mithalten. Ich arbeite dafür, dass mir noch ein Tor in dieser Saison gelingt, dann wäre die Sammlung komplett“, sagt Schnellbacher, der von der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga immer für die SVE getroffen hat. Beim 3:1-Sieg im DFB-Pokal beim MSV Duisburg erzielte er das 1:0.

Mokwa probiert sich auf ungewohnter Position aus

David Mokwa hat in den vier Spielen schon zwei Tore erzielt und ist aktuell Stürmer Nummer eins in Elversberg. In Mannheim soll er auf der rechten offensiven Mittelfeldposition eingesetzt werden. „Ich kenne die Position noch nicht und bin gespannt. Hoffentlich spiele ich dort nicht zu gut, sonst muss ich vielleicht aus dem Sturm raus“, sagt Mokwa und lacht. Der Franzose ist fast schon chronisch gut gelaunt. Trotz der härteren Einheiten kam der Spaß im Training nicht zu kurz. Wer will es den Profis nach diesem furiosen Saisonstart auch verdenken?

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