Waldbrand bei Bad Schwalbach: Neues Spotfeuer entdeckt

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Feuerwehr weiter im Einsatz Waldbrand bei Bad Schwalbach: Neues Spotfeuer entdeckt

Der Waldbrand bei Bad Schwalbach ist zwar unter Kontrolle, doch die Feuerwehr kann noch nicht aufatmen. Ein neues Spotfeuer musste gelöscht werden. Auch in der Nacht bleibt eine Brandwache im Einsatz.

Feuerwehrleute haben ein Nachtlager aufgeschlagen mit Pavillons und Fahrzeugen, im Hintergrund Sonnenuntergang und Flammen aus dem Wald.

Die Feuerwehr war die ganze Nacht im Einsatz. Bild © 5vision.news

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02:26 Min.

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Der Waldbrand bei Bad Schwalbach im Rheingau-Taunus-Kreis fordert die Feuerwehr weiterhin. "Wir waren eigentlich der Meinung, dass das Feuer aus ist. Dann haben wir aber noch ein Spotfeuer entdeckt, das jetzt gerade bekämpft wird", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Abend.

Ein sogenanntes Spotfeuer ist ein weiterer kleiner Brandherd. Dieser sei wahrscheinlich durch Funkenflug in einem bislang nicht betroffenen Bereich entstanden, erläuterte der Sprecher. 

Bei den Löscharbeiten wurde ihm zufolge ein Feuerwehrmann durch einen Ast am Auge leicht verletzt. Drei weitere Feuerwehrleute waren bei dem Einsatz bereits zuvor leicht verletzt worden. Sie erlitten Kreislaufprobleme und wurden medizinisch versorgt.

Brandwache kontrolliert in der Nacht

Über Nacht werde es eine Brandwache geben, erklärte der Sprecher. "Zwei Löschzüge werden da sein, die den Bereich dauerhaft patrouillieren und zur Not eingreifen können."

Durch Funkenflug entstanden weitere Brandherde – sogenannte Spotfeuer.

Durch Funkenflug entstanden weitere Brandherde – sogenannte Spotfeuer. Bild © Rheingau-Taunus-Kreis

Am Nachmittag hatte die Feuerwehr gemeldet, das Feuer sei unter Kontrolle. Seit dem späten Vormittag hatten die Einsatzkräfte Glutnester gelöscht. Zur Brandursache gibt es weiterhin keine Erkenntnisse.

Das Feuer war am Mittwochmittag entdeckt worden. Rund 25.000 bis 35.000 Quadratmeter des Waldes standen in Flammen. Der Kreisbrandmeister sprach von einem "massiven Brandangriff".

Wind, Hanglage und große Mengen Totholz führten zu einer "sehr dynamischen Brandausbreitung", teilte die Feuerwehr mit. Eine weitere großflächige Ausbreitung konnte jedoch verhindert werden.

Über den gesamten Einsatzzeitraum waren rund 1.100 Einsatzkräfte im Einsatz.

Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung

Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung Bild © Rheingau-Taunus-Kreis

Weitere Waldbrände im gleichen Landkreis

Der großflächige Brand bei Bad Schwalbach war nicht der einzige Waldbrand im Rheingau-Taunus-Kreis, der die Feuerwehr in den vergangenen Stunden beschäftigte: Am Donnerstagabend brach in Idstein-Heftrich ein Feuer auf einer Fläche von 200 bis 300 Quadratmetern Wald aus.

Wie die Feuerwehr mitteilte, waren die Flammen teilweise etwa zwei Meter hoch, wodurch es zu einer starken Rauchentwicklung kam.

Schon am Mittwochabend musste die Feuerwehr zudem zu einem weiteren Waldbrand bei Bad Schwalbach-Fischbach ausrücken. Dort brach gegen 20 Uhr ein zweites Feuer auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern aus, wie die Feuerwehr mitteilte. Rund 100 weitere Einsatzkräfte seien zu diesem Brand geschickt worden und konnten ihn über Nacht löschen.

Die Feuerwehr geht nach ersten Angaben nicht davon aus, dass dieser Brand durch Funkenflug verursacht wurde, sondern vermutet eine andere Ursache.

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