Waldbrand in Walldorf: Rund vier Hektar betroffen

Stand: 13.07.2026, 15:19 Uhr

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Waldbrand breitet sich schnell aus - Zahlreiche Feuerwehren im Einsatz - Flughafen Frankfurt in der Nähe

Totholz erschwert Löscharbeiten: Einige Bäume mussten zunächst gefällt werden, bevor die Brandherde bekämpft werden konnten. © 5VISION.NEWS

Zunächst sollte nur eine Gartenhütte am Gundhof brennen, doch dann stellt sich heraus: Stattdessen brennt es im Wald. Betroffen sind knapp 40.000 Quadratmeter Waldfläche nördlich von Walldorf. Rund 130 Feuerwehrleute aus dem Kreis Groß-Gerau rücken an, um den Brand zu löschen. Neben der Belastung durch die Hitze kommt die mögliche Gefahr durch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden.

Mörfelden-Walldorf – Es war ein forderndes Wochenende für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Mörfelden und Walldorf: Zunächst wurden sie in der Nacht zum Sonntag, gegen 2.30 Uhr, zu einem Gartenhüttenbrand gerufen. Im Bereich des Gundhofs standen vier Hütten in Flammen, berichtet Stadtbrandinspektor Marco Schmitz. Bis um 8.15 Uhr waren die Einsatzkräfte dort beschäftigt, im Anschluss ging es für sie direkt weiter zum MöWathlon, um an der Wettkampfstrecke Unterstützung zu leisten. Gegen 15.30 Uhr dann wurde die Feuerwehr erneut wegen eines vermeintlichen Gartenhüttenbrands zum Gundhof alarmiert. Bereits bei der Anfahrt – einige der Kameraden waren schon beim nächtlichen Einsatz dabei – sei jedoch deutlich geworden, dass es sich stattdessen um einen Waldbrand handelte, erklärt Schmitz.

Verschiedene nebeneinanderliegende Stellen auf knapp 40.000 Quadratmetern Waldfläche nördlich von Walldorf waren betroffen, sodass „großzügig nachalarmiert“ wurde, so Schmitz. Insgesamt waren rund 130 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis Groß-Gerau an den Löscharbeiten beteiligt, verpflegt wurden sie währenddessen vom örtlichen DRK. Die Zahl der Rettungskräfte sei auch deshalb so groß gewesen, damit diese sich aufgrund der Hitze abwechseln konnten, ergänzt der stellvertretende Stadtbrandinspektor Christoph Geiß.

Zusätzlich zu den hohen Temperaturen habe es mehrere Faktoren gegeben, die die Situation negativ beeinflusst hätten, berichtet Schmitz. Zum einen ist das Gebiet munitionsbelastet, heißt: Dort können sich noch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg befinden. „Dementsprechend müssen wir sehr vorsichtig agieren und auch eher aus der Entfernung.“ Zum anderen gibt es dort viel Totholz. Das Feuer hatte auf die Baumstämme übergegriffen, sodass diese erst gefällt werden mussten, bevor die Brandherde gelöscht werden konnten, erklärt der Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter. Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung waren laut Stadt am Sonntag mitunter im Norden von Walldorf spürbar.

Nachlöscharbeiten und Suche nach Glutnestern

Für den Abend wurde ein Personaltausch organisiert. Abgeschlossen waren die Arbeiten in dem Waldstück zwischen Walldorf und dem Frankfurter Flughafen, in dem es 2020 bereits einen Großbrand gegeben hatte, vorerst gegen Mitternacht. Wie der stellvertretende Stadtbrandinspektor auf Nachfrage mitteilt, laufen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses weitere Nachlöscharbeiten und die Feuerwehr sucht nach Glutnestern. Brandursache sowie Schadenshöhe sind noch nicht bekannt.

„Die Hitze hält an und damit die Waldbrandgefahr“, warnt die Stadt Mörfelden-Walldorf und erinnert an das Rauchverbot im Wald und auf Feldern.