Waldbrand wütet in den Niederlanden: Nina-Warnapp löst aus – Brandgeruch bis nach Deutschland
Waldbrand wütet nahe deutscher Grenze: Nina-Warnapp löst aus
Stand: 04.08.2026, 20:53 Uhr
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Ein Großbrand in den Niederlanden hält Hunderte Einsatzkräfte in Atem. Das Feuer im Naturschutzgebiet nahe der deutschen Grenze ist außer Kontrolle.
Kleve/Oostrum – Ein Waldbrand in den Naturschutzgebieten De Rosmolen und Boschhuizerbergen nahe Oostrum in der niederländischen Provinz Limburg hat sich auf rund 100 Hektar ausgebreitet. Das Feuer war am Montagnachmittag (3. August) aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Wind und hohe Temperaturen haben die Flammen beschleunigt. Am Montagabend hatte das Feuer noch eine Fläche von 21 Hektar erfasst. Bis zum Dienstagnachmittag (4. August) war der Brand weiter außer Kontrolle.

Allein am Dienstag waren rund 250 Feuerwehrleute und Löschhubschrauber der niederländischen Armee im Einsatz. Mindestens zwei Hubschrauber nahmen Wasser auf und warfen es über den Flammen ab. Den Löschmannschaften stünden „angespannte“ Stunden bevor, zitierte die Nachrichtenagentur ANP einen Sprecher der Verwaltung von Limburg. Wegen Windböen aus wechselnden Richtungen müssten sie ihren Einsatz „ständig anpassen“, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Brand in den Niederlanden: Massiver Einsatz mit Hubschraubern und Hunderten Feuerwehrleuten
Wie die Sicherheitsbehörden mitteilten, sei die Lage mittlerweile stabil. Jetzt werde versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sagte ein Behördensprecher. „Der Wind hat etwas nachgelassen, das ist günstig“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Nach Angaben von Bild.de legten die Einsatzkräfte eine Brandschneise im Wald an. Dabei werden Bäume und Vegetation auf einem mehrere Meter breiten Streifen gezielt entfernt, um dem Feuer das Brennmaterial zu entziehen.
Der Zugverkehr zwischen Boxmeer und Venray wurde vorübergehend stillgelegt. Mehrere Straßen in der Umgebung waren gesperrt. Auch der Tourismus in den Niederlanden ist betroffen: Rund 300 Urlauberinnen und Urlauber mussten einen nahegelegenen Campingplatz wegen der schlechten Luftqualität verlassen. Ähnlich war es auf Kreta, wo die anhaltenden Waldbrände dazu geführt haben, dass Touristinnen und Touristen in Hotels in anderen Regionen untergebracht werden mussten.
Brandgeruch bis in den Kreis Kleve – Warnapp aktiviert
Der Brand in den Niederlanden macht sich auch auf der deutschen Seite der Grenze bemerkbar. Im gesamten Gebiet des Kreises Kleve in Nordrhein-Westfalen (NRW) komme es schon den ganzen Dienstag über in unterschiedlichem Ausmaß zu einem unangenehmen Brandgeruch, sagte ein Sprecher der Feuerwehr im Kreis Kleve gegenüber der dpa. Je nachdem, wie der Wind wehe und sich drehe, wechsle die örtliche Belastung. „Es besteht aber keine Gefahr für die Bevölkerung“, heißt es.
Die Behörden baten die Bevölkerung vorsorglich über die Nina-Warnapp, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Es habe mehrere Anrufe besorgter Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis gegeben. Die Lage sei aber „nicht dramatisch“, berichtete der Feuerwehr-Sprecher. Am Flughafen Weeze, der rund 18 Kilometer vom Brandgebiet entfernt liegt, laufe der Verkehr normal.
Nach eigenen Angaben hätten die niederländischen Kolleginnen und Kollegen die Feuerwehren im Kreis Kleve bisher nicht um Unterstützung gebeten. Auf deutscher Seite seien keine Kräfte involviert, aber bei Bedarf grundsätzlich einsatzbereit. Aktuell breiten sich die Rauchwolken mit dem Nordwind bis in die Nachbarprovinzen Gelderland, Overijssel und Friesland aus.
Die Ursache des Feuers ist bislang ungeklärt. Zahlreiche europäische Länder sind derzeit mit Hitze, Dürre und Waldbränden konfrontiert – darunter Spanien, Frankreich und die Türkei. In Deutschland lösten Blitzeinschläge zwei Brände aus: einmal am Eibsee in Garmisch-Partenkirchen und einmal unterhalb des Karecks bei Oberau. (Quellen: AFP, Bild.de, dpa) (cln)