Waldbrand aktuell: Feuer auf Kreta wüten weiter – Einsatzkräfte völlig erschöpft
Wichtige Updates
Nationaler Waldbrand-Notstand in Spanien zu Ende
George und Amal Clooney mit ihren Kindern (9) wegen der Brände in Frankreich evakuiert
Schwerer Brand wütet in Spanien an Grenze zu Portugal
Spaniens Ministerpräsident: "Nächste 12 Stunden werden entscheidend"
Pia Pentzlin

Brände in Südeuropa bringen Helfer an die Grenzen – aktueller Überblick
ENGLAND
- In dem Küsten- und Heidelandgebiet Dunwich Heath (Grafschaft Suffolk) ist ein Waldbrand ausgebrochen
FRANKREICH
- 144.000 Menschen an der französischen Atlantikküste können in ihre Häuser zurückkehren
- 224.000 Menschen waren in der Region evakuiert worden
- Einsatzkräfte kämpfen auf der Halbinsel Cap Ferret und südlich des Ortes Lacanau weiter gegen Naturbrände
- Brände in Südfrankreich, im Burgund sowie im Wald von Fontainebleau bei Paris sind unter Kontrolle
SPANIEN
- Waldbrände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo sind weitgehend eingedämmt
- Der große Waldbrand im Gebiet Vall d'Uixó breitet sich nach Behördenangaben nicht weiter aus
- Der Notstand wurde auf die zweite von vier Stufen herabgestuft
- Brandbekämpfung in den betroffenen Regionen im Nordwesten dauert an
GRIECHENLAND
- Waldbrand im Süden der griechischen Insel Kreta wütet weiter, starke Winde erschweren den Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern – 8000 Menschen auf der Insel mussten evakuiert werden
- Drei Einsatzkräfte in Griechenland sind bisher in den Flammen gestorben
- Nahe der Ortschaft Preveli brach ein weiterer Brand aus – 50 Menschen wurden evakuiert
- Auf den Ägäis-Inseln Andros, Kalymnos und Paros weitere Brände gemeldet
TÜRKEI
- zahlreiche Waldbrände im Süden und Westen des Landes, die durch starke Winde angefeuert werden
- Brände in den Provinzen Antalya, Mugla und Balikesir sollen vollständig unter Kontrolle gebracht werden
- Regierungsangaben zufolge loderten am Donnerstag 169 Feuer, von denen 163 unter Kontrolle seien
- Landesweit sind 21 Flugzeuge, 69 Helikopter, etwa 500 Löschfahrzeuge und mehr als 3.500 Kräfte im Einsatz
Stand 31. Juli 2026, 06.38 Uhr
Paulina Cwiartka

Brände in Griechenland: Feuerwehr hofft auf Wetterumschwung
Die Feuerwehr kämpft in Griechenland weiter gegen zahlreiche Waldbrände. Vor allem auf der Mittelmeerinsel Kreta erschweren starke, teils orkanartige Winde die Löscharbeiten und entfachen immer wieder neue Brandherde. Die Einsatzkräfte hoffen auf eine Entspannung der Wetterlage. „Erst dann können auf Kreta wieder Löschflugzeuge sicher eingesetzt werden", sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem griechischen Rundfunk ERT. Meteorologen erwarten, dass der Wind im Laufe des Abends deutlich nachlassen dürfte.
Die zerklüftete, von tiefen Schluchten durchzogene Landschaft Kretas erschwert den Einsatz der Löschkräfte am Boden, wie die Feuerwehr immer wieder betont. In den beliebten Ferienort Agia Galini sind nach Behördenangaben inzwischen zahlreiche Urlauber zurückgekehrt. Rund 8.000 Menschen hatten die Gegend in den vergangenen Tagen wegen der starken Rauchentwicklung verlassen oder waren vorsorglich evakuiert worden.
Paulina Cwiartka

Türkei setzt auf Drohnentechnologie – „schneller und effektiver“
Die Türkei setzt bei der Bekämpfung von Waldbränden verstärkt auf Drohnentechnologie. Im vergangenen Jahr habe die Türkei europaweit den ersten Platz belegt beim Einsatz von Drohnen zur frühzeitigen Erkennung und Bekämpfung von Feuern, erklärte die Generaldirektion für Forstwirtschaft.
Die Stadtverwaltung von Izmir hat seit diesem Jahr Drohnen der chinesischen Firma DJI im Dienst, wie die Zeitung „Cumhuriyet“ berichtete. Deren integrierte Wärmebildkamera könne die heißesten Stellen eines Brandes selbst in dichtem Rauch lokalisieren. Die aufgenommenen Bilder und Koordinaten werden in Echtzeit an die Einsatzzentrale übertragen, die dann die Löschfahrzeuge zum Einsatz schickt.
Der Leiter der Abteilung für Brandbekämpfung der Feuerwehr in Izmir erklärte der Zeitung: „Dank der Drohne können wir schneller, effektiver und sicherer auf Brände reagieren.“ Sind durch einen Waldbrand Wohngebiete gefährdet, könne man anhand der Drohnenbilder die Ausbreitungsrichtung des Feuers und die Zeit bis zum Erreichen der Wohngebiete vorhersagen. "Unsere Einsatzkräfte können wir entsprechend entsenden, um Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen zu beschleunigen", erklärte er.
Das Forstsamt in Adana habe eine Drohne so modifiziert, dass sie aktiv bei Löscharbeiten eingesetzt werden könne, erklärte der stellvertretende Forstwirtschaftsminister Abdulkadir Polat. Auch Schutzausrüstung und Erste-Hilfe-Materialien könne die Drohne in unwegsames Gelände transportieren. So könne die Arbeitssicherheit der Feuerwehrleute erhöht und mögliche Todesfälle verhindert werden.
Paulina Cwiartka

Kreta: Neuer Waldbrand nahe Preveli entfacht – Einsatzkräfte völlig erschöpft
Die Waldbrandlage auf Kreta spitzt sich weiter zu. Orkanartige Nordwinde fachen die Flammen immer wieder an und machen die Löscharbeiten zu einem gefährlichen Kraftakt. Nahe der Ortschaft Preveli brach ein weiterer Brand aus. Wegen der dichten Rauchschwaden musste die Küstenwache rund 50 Menschen aus einem Küstenabschnitt in Sicherheit bringen.
Die Feuerwehr kämpft bereits den zweiten Tag in Folge gegen die Flammen – viele Einsatzkräfte sind laut Behörden völlig erschöpft. Auch Löschflugzeuge und Hubschrauber können wegen der extremen Windverhältnisse nur eingeschränkt eingesetzt werden.
Gleichzeitig wurden auf den Ägäis-Inseln Andros, Kalymnos und Paros weitere Brände gemeldet. Experten sprechen von einem außergewöhnlichen Wetterphänomen mit orkanartigen Böen. Erst ab heute Abend wird mit einer Entspannung der Lage gerechnet. Bereits am Mittwoch kamen bei den Bränden drei Feuerwehrleute ums Leben, vier weitere wurden verletzt.
Jonas Stein

Fünf Verletzte bei Bränden in der Türkei – mehrere Orte evakuiert
Bei den schweren Bränden im Süden und Westen der Türkei sind nach Angaben der Behörden fünf Menschen verletzt worden. Drei der Verletzten seien Feuerwehrleute, erklärte die Präfektur der westlichen Provinz Balikesir am Donnerstag. Dort kämpften hunderte Einsatzkräfte gegen Brände an drei Orten. Sie wurden von mehreren Flugzeugen und Hubschraubern unterstützt. In der Nähe der bei Touristen beliebten Stadt Ayvalik mussten drei Ortschaften evakuiert werden.
Seit Mittwoch seien Feuerwehrleute im ganzen Land zu 169 Bränden ausgerückt, erklärte der türkische Forstminister Ibrahim Yumakli im Onlinedienst X. Davon seien 163 „vollständig unter Kontrolle gebracht“ worden. Brände bei Fethiye, Alanya und Gülnar-Aydincik im Süden seien „weitgehend unter Kontrolle“, fügte der Minister hinzu. Das Ministerium machte keine Angaben zur Größe der von den Bränden betroffenen Flächen.
Jonas Stein

Feuerwehr löscht großen Flächenbrand bei Rheinsberg
Ein großer Flächenbrand bei Rheinsberg im Norden Brandenburgs hat Feuerwehr und Behörden stundenlang beschäftigt. Nach Angaben der Regionalleitstelle Nordwest stand ein Weizenfeld in einer Ausdehnung von 90 Hektar in Flammen. Schätzungsweise 100 Einsatzkräften der Feuerwehr sei es gelungen, die Flammen weitgehend zu löschen. Ostprignitz-Ruppins Kreisbrandmeister Olaf Lehmann sagte dem RBB, dass das Feuer offenbar bei Mäharbeiten entstanden sei.
Da der Flächenbrand im Ortsteil Braunsberg mit starker Rauchentwicklung verbunden war, wurde die Bevölkerung am Nachmittag per Warn-App Nina dazu aufgerufen, Fenster und Türen der Häuser geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Kurz nach 18.00 Uhr wurde die Warnung aufgehoben.
Jonas Stein

Waldbrand nahe Atomkraftwerk in England ausgebrochen
In der englischen Grafschaft Suffolk kämpfen derzeit mehr als 100 Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand in der Nähe eines Kernkraftwerks. Bereits am frühen Mittwochabend wurden die Einsatzkräfte zu dem Feuer in dem Küsten- und Heidelandgebiet Dunwich Heath gerufen. Die örtliche Feuerwehr stuft den Brand inzwischen als Großereignis ein.
Demnach lodern die Flammen auf einer Fläche von etwa 100 Hektar. Anwohner und unter anderem ein nahegelegener Ferienpark mussten bereits evakuiert werden, auch Notunterkünfte wurden eingerichtet. Stellenweise kam es in Haushalten zu Stromausfällen. Das Feuer breitete sich den Angaben nach zudem nur wenige Kilometer von dem Atomkraftwerk Sizewell B entfernt aus. Derzeit bestehe für dieses jedoch keine unmittelbare Gefahr.
Der britische Premierminister Andy Burnham sprach von einem „sehr ernsten Vorfall“. Er werde dafür sorgen, dass jede nötige Unterstützung bereitgestellt werde, versicherte der Regierungschef.
Jonas Stein

Lager mit alter Kriegsmunition explodiert bei Waldbrand
Bei dem verheerenden Waldbrand an der französischen Atlantikküste ist im schwer getroffenen Ort Le Porge ein vergessenes Munitionslager aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. „In unserer Gemeinde gab es – ohne dass wir davon wussten – Munitionsdepots, die auf Grundstücken vergraben waren und explodiert sind“, sagte der Bürgermeister des Ortes, Martial Zaninetti, dem Sender France Info.
In der zweiten Brandnacht, als über zehn Meter hohe Flammen die Häuser verschlangen, sei ein ohrenbetäubender Lärm ertönt, der einem „Kriegslärm“ glich. Wie die örtliche Zeitung «Ouest-France» berichtete, ging es wohl um ein Lager mit deutscher Munition, die in der Region noch vielfach gefunden wird.
„Wir dachten zunächst, es handele sich um Gasflaschen, aber es war wirklich viel zu heftig. Es sind tatsächlich Granaten explodiert; einige liegen auf dem Boden, andere sind nach rechts und links abgeflogen und haben ganze Gebiete durchquert. Eine davon ist sogar durch ein Haus geflogen“, sagte der Bürgermeister. Ihm zufolge „gab es eine Menge Munition“, sodass „mehr als hundert Explosionen“ zu hören waren. Es habe aber keine Verletzten gegeben. Sprengstoffexperten hätten das Gelände später überprüft und wollten in einigen Tagen erneut anrücken. Als es zu den Explosionen kam, waren die Bewohner schon evakuiert.
Jonas Stein

Waldbrände auf Kreta: Küstenwache rettet 50 Menschen
Die Waldbrände im Süden der griechischen Insel Kreta wüten weiter. Am Donnerstag brach nahe der Ortschaft Preveli ein neuer Brand aus. Wegen der starken Rauchentwicklung brachte die Küstenwache rund 50 Menschen aus einem Küstenabschnitt in Sicherheit, wie der griechische Rundfunk ERT berichtete.
Starke Winde erschweren den Feuerwehren bereits den zweiten Tag in Folge die Löscharbeiten. «Die Leute (der Feuerwehr) sind erschöpft, sie kämpfen aber weiter gegen die Flammen», sagte Giorgos Marinakis, der Bürgermeister der Regionalhauptstadt Rethymno, griechischen Medien.
Vor allem Löschflugzeuge und Hubschrauber können nur eingeschränkt eingesetzt werden. Gleichzeitig brachen auf den Ägäis-Inseln Andros, Kalymnos und Paros kleinere Brände aus, teilte ein Offizier der Feuerwehr mit.
Jonas Stein

Chiemgauer Alpen: Katastrophenfall wegen Brands ausgerufen
Die Hubschrauber dröhnen unablässig, dichter Rauch zieht herab ins Tal: In den Chiemgauer Alpen hat ein Bergwald Feuer gefangen. Mehr als 200 Einsatzkräfte kämpfen in dem unwegsamen Gelände im Gipfelbereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand bei Unterwössen (Landkreis Traunstein) gegen die Flammen. Die Behörden rufen den Katastrophenfall aus.
„Wir haben uns entschieden, dass wir gleich voll durchstarten“, sagte der Traunsteiner Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler) nahe dem Brandort. Man brauche schnellen Zugriff und „schlagkräftige Hilfe“ bei der Brandbekämpfung. Dabei hätten auch die Erfahrungen aus dem tagelangen Waldbrand am Saurüsselkopf im Mai eine Rolle gespielt.
„Die Wetterlage ist nicht sehr günstig“, so Danzer am frühen Nachmittag. Wegen des immer wieder auffrischenden Winds werde eine schnelle Ausbreitung des Brands befürchtet. Deshalb sei auch Hilfe aus Österreich angefordert worden. Evakuierungen seien aktuell nicht nötig. Sicherheitshalber liefen aber die Vorbereitungen für einen solchen Fall.
Wegen der starken Rauchentwicklung war am Morgen die Bevölkerung in der Gegend gewarnt worden. „Da werden die Menschen gebeten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten, die Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten und den Bereich um den Einsatzort zu meiden“, sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein. Aufgrund der Löscharbeiten wurde die Bundesstraße 305 in beide Richtungen gesperrt. Bereits bei der Alarmierung am Mittwochabend war eine deutliche Rauchsäule im Gipfelbereich auf etwa 1000 Meter Höhe zu sehen. Rund 2,5 Hektar Fläche waren den Angaben nach am Donnerstagnachmittag betroffen.
Pia Pentzlin

Türkei meldet landesweit 115 Waldbrände – 110 davon unter Kontrolle
In der Türkei haben Einsatzkräfte am Donnerstag zahlreiche Waldbrände in beliebten Urlaubsregionen zwischen Antalya und der Dardanellen-Meerenge bekämpft. Landesweit gebe es mindestens 115 aktive Brände, doch 110 davon seien vollständig unter Kontrolle, teilte Landwirtschaftsminister Ibrahim Yumakli mit. 69 der Brände seien „außerhalb von Waldgebieten“ ausgebrochen, erklärte der Minister in der Koordinierungszentrale für Waldbrände in der Hauptstadt Ankara.
Die Forstbehörde teilte mit, die am Mittwoch durch starke Winde ausgelösten Brände würden durch „intensive Einsätze aus der Luft und am Boden“ bekämpft. Die Behörde erwähnte insbesondere die Gebiete an der Mittelmeerküste zwischen Antalya und Alanya sowie Mugla und Fethiye, wo sich zahlreiche Hotels und Ferienanlagen aneinanderreihen. „Unser Kampf zum Schutz der grünen Heimat geht weiter“, erklärte die Behörde im Onlinedienst X.
Agrarminister Yumakli erklärte auf X, die vier größten Brände in den Regionen Mugla, Antalya und Kas, Balikesir sowie Canakkale an den Dardanellen seien „weitgehend unter Kontrolle“. Wie groß die von den Bränden jeweils betroffenen Flächen sind, teilte er nicht mit. Auch andere, kleinere Feuer seien unter Kontrolle, fügte Yumakli hinzu.
Pia Pentzlin

Nationaler Waldbrand-Notstand in Spanien zu Ende
Im Zuge der Entspannung bei den verheerenden Waldbränden rund um Madrid hat Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez den nationalen Notstand aufgehoben. Angesichts einer neuen Hitzewelle mit extremen Temperaturen rief er die Bevölkerung zugleich zu besonderer Vorsicht auf.
Mehrere der schwersten Brände seien durch Unachtsamkeit verursacht worden. "Solche Handlungen werden nicht ungestraft bleiben", betonte Sánchez bei einem Besuch des Einsatzkommandos im Ort Navaluenga in der Provinz Ávila rund hundert Kilometer westlich der Hauptstadt.
Die drei Brände in der Sierra Oeste im Westen der Autonomen Gemeinschaft Madrid sowie in den angrenzenden Provinzen Ávila und Toledo sind inzwischen weitgehend eingedämmt oder völlig unter Kontrolle und breiten sich nicht mehr aus. Die meisten Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen, von denen insgesamt rund 90.000 Menschen betroffen waren, sind dort aufgehoben.
Pia Pentzlin

"Sehr, sehr sensibel": Hündin Simba von Evakuierung in Frankreich gestresst
Langgestreckt liegt der Border Collie Simba auf einem Feldbett in der riesigen Messehalle in Bordeaux, aufsetzen will sie sich nicht. Die Evakuierung wegen des nahenden Megabrandes hat auch die fünfjährige Hündin mitgenommen, meint Hundemama Karine Soulard in der Notunterkunft. "Tiere sind sehr, sehr sensibel. Sie spüren, was ihr Herrchen spürt, und es macht ihnen zu schaffen. Wie auch für uns, tut es ihr weh, hierherzukommen."
Eigentlich hätten die 58-Jährige und ihre Hündin schon vor Tagen aus der bei Bordeaux liegenden Gemeinde Martignas-sur-Jalle weggesollt. Doch sie drehten um, letztlich holte sie ein Gendarm erst vor Kurzem aus ihrer Bleibe. Sie landeten in der Notunterkunft in der Metropole, wo sie sich mit Hunderten anderen eng an eng ein Schlafgemach teilen.
"Ich denke, dass sie müde ist, weil sie es nicht gewohnt ist, so viele Menschen zu sehen und weil es für uns erschütternd ist", sagt Soulard über ihre Hündin. "Ich denke, dass es für sie auch so ist." Dennoch ist die Französin glücklich, Simba in der trubeligen Unterkunft an ihrer Seite zu haben. Auch zahlreiche andere Hunde laufen zwischen den Feldbetten umher. Andere Evakuierte haben ihre Katzen oder Hasen mitgebracht. Ein Team aus Tierärzten unterstützt die tierische Begleitung und hält Nahrung, Leinen oder auch kleine Gehege bereit.
Bekommen hat Soulard Simba, als diese noch ganz klein war. "Jeden Tag gibt sie mir Liebe."
Pia Pentzlin

Neue Brände und Evakuierungen in Spanien
Drei neue Waldbrände halten die Feuerwehren in Spanien in Atem. Die Feuer seien im Nordwesten des Landes in der Provinz León ausgebrochen, berichtete das staatliche Fernsehen TVE. Rund 300 Bewohner aus der Umgebung der Ortschaft San Cipriano hätten ihre Häuser verlassen müssen. Sie seien vorübergehend in Schulen und Turnhallen untergebracht worden.
Rund 180 Kilometer südwestlich war zuvor bereits ein weiterer Brand in einem Naturpark in der Provinz Zamora nahe der Grenze zu Portugal ausgebrochen. Wegen erheblicher Risiken für die Anwohner wurden bis Donnerstagmorgen 12 Ortschaften sowie ein Campingplatz geräumt, meldete der Rundfunk. Rund 1.000 Menschen seien betroffen. Die neuen Feuer fallen mit der vierten Hitzewelle des Jahres zusammen, die mindestens bis Sonntag anhalten soll. Temperaturen von mehr als 40 Grad und starker Wind erschweren vielerorts die Löscharbeiten. Im benachbarten Portugal sind auch mehrere Brände aktiv.
Erleichterung herrschte derweil in der Provinz Castellón an der Levante-Küste: Der große Waldbrand im Gebiet Vall d'Uixó, nördlich von Valencia, konnte eingegrenzt werden und breitet sich nicht weiter aus, wie die Behörden mitteilten. Auch dort hatten Tausende Menschen evakuiert werden müssen.
Pia Pentzlin

George und Amal Clooney mit ihren Kindern (9) wegen der Brände in Frankreich evakuiert
Hollywood-Schauspieler George Clooney und seine Frau, Menschenrechtsanwältin Amal Clooney, mussten gemeinsam mit ihren 9-jährigen Zwillingen ihr Weingut verlassen. Das Anwesen im französischen Brignoles ist seit 2021 der Hauptwohnsitz der Familie. Das Ehepaar wollte, so heißt es, dass die Kinder ungestört aufwachsen können. Jetzt mussten mehrere hundert Menschen in der Kleinstadt im Süden Frankreichs evakuiert werden.
Dass auch die Clooneys betroffen sind, macht der Schauspieler laut "People" selbst öffentlich. Er soll sich in einem Brief an den Bürgermeister Didier Brémond gewendet haben. "Lieber Didier, im Moment haben wir keine Ahnung, ob unser wunderschönes Zuhause diesen schrecklichen Moment übersteht", wird daraus zitiert. Das Ehepaar hoffe, dass die Menschen aus Brignoles in Sicherheit seien.
Außerdem seien die Clooneys fest entschlossen, am Aufbau des Ortes mitzuwirken. Sie würden sich als Teil dieser Gemeinschaft verstehen und die Stadt und ihre dort lebenden Freunde lieben.
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