Urlauber trinken aus Bach und werden kurz darauf in Klinik gebracht - Behörden warnen
Stand: 23.07.2026, 08:15 Uhr
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Zahlreiche Urlauber tranken aus einem Gebirgsbach in den Pyrenäen und benötigten danach medizinische Hilfe. Nun werden Wanderer vor dem Trinken des Wassers gewarnt.
Tarbes – Der Sommer zeigt sich aktuell von seiner schönsten Seite, vielerorts klettern die Temperaturen wieder in die Höhe. Wer das schöne Wetter für einen Ausflug oder gar eine Wanderung nutzt, der sollte in so mancher Region lieber aufpassen, was er zu sich nimmt. Etliche Touristen, die in Frankreich aus Gebirgsflüssen getrunken hatten, benötigten nach dem Trinken medizinische Hilfe. Behörden warnen nun Urlauber vor dem Wasser.

Wie französische Medien, darunter die Zeitung Sud-Ouest berichten, seien in den vergangenen Tagen zahlreiche Urlauber von Krankheitssymptomen nach dem Trinken des Wassers aus Bächen und Seen betroffen gewesen. Laut der Zeitung seien zwei Gruppen mit insgesamt neun Wanderern in den Pyrenäen mit massivem Brechdurchfall in die Klinik nach Tarbes geflogen worden. Tags zuvor seien zwei weitere Wanderer betroffen gewesen.
Behörden warnen Wanderer vor dem Trinken des Gebirgswassers
Nun warnen die Behörden in Frankreich Wanderer davor, aus Gebirgsflüssen zu trinken. Eine Ausnahme seien die aktuellen Fälle jedoch nicht. Bereits im vergangenen Jahr seien über 50 Notfälle nach dem Trinken von Gebirgswasser registriert worden. Das sagte der Leiter der örtlichen Bergrettung, Sébastien Abbadie, dem Sender Ici. „Wir haben jeden Tag Einsätze.“ Um solche Einsätze zu vermeiden, solle das Wasser lieber nicht getrunken werden.
Denn auch wenn das Wasser der Gebirgsbäche klar und frisch erscheine, sei es nicht unbedingt trinkbar und könne schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, betonte die Präfektur der Hautes-Pyrénées. Gründe könnten Fäkalien von Tieren und menschliche Abfälle sein, die in den Gewässern landeten. Stattdessen sollten Wanderer auf sichere Wasserquellen wie Leitungswasser oder Wasser aus Flaschen zurückgreifen.
Und auch wer denkt, das Wasser beispielsweise mit sogenannten Filterflaschen genießbar machen zu können, der sollte darauf lieber verzichten. Die Präfektur warnt, dass Filterflaschen nicht ausreichen, um das Wasser zu reinigen. Wie unter anderem Ici berichtet, hätten die nun erkrankten Urlauber nämlich alle Filterflaschen für das Trinken aus dem Gebirgsbach genutzt.
Stattdessen sollten Urlauber für jede Stunde einer Wanderung einen halben Liter Trinkwasser mitnehmen. Die Wasservorräte könnten zudem in Berghütten aufgefüllt werden. Auch der französische Wanderverein warnte wegen möglicher mikrobiologischer Verunreinigungen vor dem Trinken von Wasser aus der Natur. Filterflaschen sollten nur im Notfall verwendet werden, hieß es.
Auch in Kroatien müssen Urlauber an zwei Orten auf das regionale Wasser verzichten. Mitten in der Hochsaison sind zwei Strände an der Adria gesperrt. Ein Rohrbruch sorgt dafür, dass Abwasser ungefiltert ins Meer geleitet wurde. Quelle: dpa, Ici (jl)