Fábio Vieira hatte kurz Zweifel – und glaubt an den HSV
HSV
„War schon etwas nervös“: Vieiras kurze Zweifel und warum er an den HSV glaubt
Hinter Fábio Vieira liegt ein langer Sommer. Warum er kurz unsicher war, ob der Wechsel zum HSV klappen würde und warum er an sein Team glaubt, verriet er nun in einem Interview.
Fábio Vieira war einen Sommer lang der große Sehnsuchts-Transfer der HSV-Fans – und auch des Klubs. Die Bosse und Trainer machten immer wieder deutlich, dass sie den Portugiesen, der während seiner Leih-Saison 2025/26 so überzeugte, auch in dieser Spielzeit in der Mannschaft haben wollen. Geduld war gefragt – und zahlte sich am Ende aus. Der FC Arsenal wurde weich und Vieira kam für unter zehn Millionen Euro Ablöse fest zum HSV. Nun ist wieder Geduld gefragt, findet der 26-Jährige. Damit kennt er sich aus.
Im Interview mit Sky verriet Vieira nun, wie der Sommer für ihn wirklich war. „Gerade die letzten zwei, drei Tage waren ziemlich intensiv“, sagt der Linksfuß über das Transfer-Finale, an dessen Ende es zurück nach Hamburg ging. „Ich war schon etwas nervös, weil ich nicht wusste, ob wirklich alles klappen würde“, so Vieira, der lange warten musste, ehe Arsenal mit dem Deal einverstanden war. Der amtierende Premier-League-Meister, bei dem Vieira noch einen Vertrag bis zum nächsten Sommer hatte, wollte eigentlich eine höhere Ablöse über 15 Millionen Euro erzielen. Doch es fand sich kein Abnehmer.
Vieira ist glücklich über den HSV-Wechsel
Der Sommer war für mich nicht einfach. Ich wusste lange nicht, wohin mein Weg führen würde.
Fábio Vieira
„Ich hatte volles Vertrauen in meine Berater und in den Verein. Am Ende hat alles funktioniert“, sagt Vieira nun mit Blick auf die Transferphase voller Unsicherheiten. „Der Sommer war für mich nicht einfach. Ich wusste lange nicht, wohin mein Weg führen würde.“ Aber der Kontakt zum HSV hat ihn bei Laune gehalten. Vor allem Trainer Merlin Polzin sprach ihm gut zu. „Am Anfang hat er mir vor allem gesagt: ,Genieß deinen Urlaub. Verbring Zeit mit deiner Familie. Danach kannst du über deinen nächsten Schritt nachdenken.'“
Den Draht hielt Polzin über den gesamten Zeitraum heiß, machte immer wieder deutlich, wie sehr er ihn für seine Ideen brauchen würde. Auch Claus Costas Besuch in London war noch einmal ein Meilenstein. „Wir haben darüber gesprochen, wie wir den bestmöglichen Weg finden können, damit ich zum HSV wechseln kann.“ Dann war der Weg frei.
Portugiese will seiner Mannschaft noch Zeit geben
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Dass der Start in Hamburg holprig verlief, kam für Vieira nicht allzu überraschend. „weil es mich ein bisschen an die vergangene Saison erinnert“, so der Portugiese, „auch damals hatten wir einen schwierigen Start und einige Niederlagen. Danach haben wir uns als Mannschaft entwickelt, Verbindungen aufgebaut, und plötzlich hat man ein völlig anderes Team auf dem Platz gesehen.“ In dieser Saison sei es ähnlich, findet der Spielmacher, der in der vergangenen Bundesliga-Saison sieben Tore erzielte und fünf weitere vorbereitete.
Auch jetzt habe sich die Mannschaft wieder auf mehreren Positionen verändert, müsse sich noch weiter finden. Mut macht Vieria dabei eine eigene Beobachtung. „Ich glaube, dass wir jetzt schon weiter sind und noch sehr viel Luft nach oben haben.“ Das Team habe sehr viel Qualität, um eine gute Saison zu spielen, „vielleicht sogar eine bessere als die vergangene“.
Endlich fit: Vieira sieht sich jetzt bei 100 Prozent
Dafür muss aber auch Vieira richtig ins Rollen kommen. „Ich hatte bei Arsenal keine komplette Vorbereitung. In den Testspielen habe ich nicht besonders viel gespielt. Deshalb war es für mich wichtig, jetzt körperlich aufzuholen.“ Das hätte er nun getan. „Jetzt bin ich bei 100 Prozent.“ Und was ein fitter Fábio Vieira zu leisten im Stande ist, dass wissen sie beim HSV alle.
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