„Wäre schrecklich gewesen“: Marktfrauen dürfen an Fasching tanzen – doch Umzug steht auf der Kippe
Stand: 17.08.2026, 19:30 Uhr
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Wegen hoher Sicherheitskosten stand der Fasching in der Innenstadt vor dem Aus. Jetzt können zumindest die Marktfrauen jubeln. Sie dürfen auftreten.
München – Lange mussten die tanzenden Marktweiber zittern. Ihre Auftritte am Unsinnigen Donnerstag und Faschingsdienstag standen vor dem Aus. Jetzt kam die erlösende Nachricht: Sie tanzen im Februar 2027 am Viktualienmarkt. Die Gelder sind gesichert. Rettung für die Marktweiber!
„Einen kompletten Ausfall werden wir nicht akzeptieren“ – Faschingsvereine suchen Lösung
„Wir sind sehr froh und dankbar über die Zusage“, sagt Susi Müller, Sprecherin der tanzenden Marktfrauen. Lange war unsicher, wie es für ihre Truppe weitergeht. „Es wäre schrecklich und traurig gewesen, wenn es nicht hätte stattfinden können“, sagt sie. Vor allem für die neuen Tänzerinnen wäre eine Absage enttäuschend. Nun können sie jubeln. Und Müller verrät: „Jetzt sind wir noch motivierter.“
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Letzte Woche wurde bekannt, dass der Fasching in der Münchner Innenstadt auf der Kippe steht. Der Grund: Die Kosten für Sicherheit & Co. steigen immer weiter, die Stadt will aber das Budget nicht erhöhen. Bei einem Ausfall wären Faschingsumzug, Straßenfasching und das Faschingstreiben am Viktualienmarkt betroffen. „Für uns war klar: Der Tanz der Marktfrauen darf auf keinen Fall fehlen“, sagt CSU-Stadtrat und ehemaliger Faschingsprinz Sebastian Kriesel. Mit Erfolg: der Fasching am Viktualienmarkt findet sicher statt.

Anders sieht es beim Straßenfasching und Umzug aus. „Wir haben leider noch keine positiven Signale erhalten“, sagt Kriesel. Doch er möchte weiterkämpfen. Die Finanzierung muss seiner Meinung nach dauerhaft gesichert sein. „So schöne und kostenlose Veranstaltungen für alle, muss es auch weiterhin geben.“ Spätestens Ende Oktober steht fest, wie es weitergeht. Notfalls wollen die Faschingsvereine mit Sponsoren den Fasching am Leben erhalten. „Einen kompletten Ausfall werden wir nicht akzeptieren“, sagt Kriesel.
Tanz der Marktfreuen findet sicher statt
Auch Sabine Kroiß, Sprecherin des Viktualienmarkts, war besorgt. „Ich hatte große Bedenken, dass der Tanz der Marktfrauen für immer verschwindet“, sagt sie. Kroiß versteht, dass die Kosten für die Sicherheit stark gestiegen sind. „Deswegen darf aber nicht eine Stadttradition verloren gehen.“ Jetzt kann sie sich doppelt auf den Fasching freuen, denn sie tritt erstmals als tanzende Marktfrau auf. Kroiß blickt positiv in die Zukunft: „Ich bin zuversichtlich, dass wir alle zusammen für die weiteren Jahre Lösungen finden“.