(+) Petkovic sagt klar, was dem Hamburger Rothenbaum fehlt

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„Warum nicht?“ Rothenbaum-Botschafterin Andrea Petkovic verrät ihre Geheimfavoritin

Andrea Petkovic ist seit 2021 als Turnierbotschafterin am Rothenbaum tätig.
WITTERS

Andrea Petkovic ist auch in diesem Jahr wieder Turnierbotschafterin am Rothenbaum. Im MOPO-Interview verrät sie ihre Geheimfavoritin und ihre Zukunftswünsche.

Vom 19. bis zum 26. Juli wird bei den MSC Hamburg Ladies Open wieder am Rothenbaum aufgeschlagen. Andrea Petkovic (38) hat ihre aktive Karriere zwar beendet, ist aber nach wie vor aus der deutschen Tenniswelt nicht wegzudenken. In der MOPO spricht die Turnierbotschafterin über ihre Karriere nach der Karriere, die Entwicklung im deutschen Damentennis und was sie am Turnier in Hamburg ändern würde.

MOPO: Frau Petkovic, Serena Williams hat es vorgemacht – wie konkret sind Ihre Comeback-Pläne?

Andrea Petkovic: Null Prozent (lacht). Vielleicht sogar minus zehn Prozent. Es ist wahrscheinlicher, dass Michael Stich (befindet sich im selben Raum; d. Red.) zurückkommt, als dass Andrea Petkovic zurückkommt.

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Ex-Profi Andrea Petkovic ist viel beschäftigt

Sie sind Autorin, Ex-Profi, TV-Expertin, Turnierbotschafterin und waren Teil von Unterhaltungsshows. Wird Ihnen schnell langweilig oder haben Sie einfach so viele Interessen?

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Ich habe einfach zu viel Talent (lacht). Nein, mir wird wirklich schnell langweilig, aber ich mache auch alles gerne, was ein schönes Problem ist. Mir macht das alles so viel Spaß, dass es sich nur ganz selten wie Arbeit anfühlt. Deswegen übertreibe ich dann auch manchmal.

In Hamburg sind Sie als Turnierbotschafterin tätig. Wie kann man sich die Aufgabe vorstellen und was ist der Reiz daran?

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Ich bin so ein bisschen die Schnittstelle zwischen dem Turnier und den Spielerinnen, weil ich die meisten noch sehr gut kenne. Ich repräsentiere das Turnier natürlich auch nach außen und versuche, dass es in gutem Licht dasteht und dass sich viele neue Leute für Tennis interessieren, mal vorbeikommen und dann hoffentlich genauso dran hängen bleiben, wie wir alle einst dran hängen geblieben sind.

Wenn Sie heute noch mal als Spielerin nach Hamburg zurückkehren würden, worauf würden Sie sich am meisten freuen?

Am meisten würde ich mich auf jeden Fall auf den Center Court am Rothenbaum freuen. Das ist für mich einer der schönsten Center Courts der Welt und ich glaube wirklich, dass das für mich einer meiner Lieblingsplätze ist, auf dem ich jemals gespielt habe.

Petkovic wünscht sich für Hamburg einen anderen Termin

Nur zwei Top-40-Spielerinnen haben zugesagt. Wie kann man das Turnier vielleicht noch attraktiver gestalten für die nächsten Jahre?

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann wäre es ein anderer Kalenderplatz. So was liegt aber nicht in unserer Hand, sondern bei der WTA. Es ist einfach schwierig, nach Rasen noch mal auf Sand zu gehen für viele der Top-Spielerinnen. Vor allem ist es für uns fast immer unmöglich, die Amerikanerinnen zu bekommen, die gerade unglaublich stark in den Top 100 vertreten sind, weil die dann auf Hartplatz zurück nach Hause gehen.

Tamara Korpatsch aus Hamburg hat es als einzige Deutsche ins Hauptfeld geschafft. Wie lässt sich das Tief im deutschen Damentennis erklären?

Das ist eine sehr gute Frage, die ich mir jeden Tag selbst stelle. Ich glaube, es sind ein paar Sachen. Manchmal hat man Glück, manchmal Pech mit Generationen. Ich finde, dass in Deutschland immer weniger junge Menschen hochkommen, die Leistungssport professionell betreiben wollen. Das ist einfach sehr hart und herausfordernd. Wir haben immer noch super Talente, aber nicht mehr so viele wie früher – und das wirkt sich dann leider aus.

Wo sehen Sie das Turnier in fünf Jahren und was müsste passieren, damit Sie zufrieden sind?

In meinem Buch wäre es wieder ein Combined Event. Und der Kalenderplatz, den ich jetzt schon angesprochen habe. Wir haben das gesehen, als Männer und Frauen gemeinsam am Rothenbaum gespielt haben. Das ist wirklich ein Unique Selling Point, den nur Rom und Madrid in Europa haben. Ich bin immer davon überzeugt, dass Tennis-Fans Tennis-Fans sind, nicht Männertennis-Fans oder Frauentennis-Fans. Und wenn wir das einheitlichste Produkt bieten können, dann werden wir auch die meisten Fans anziehen.

Worauf können sich die Fans am Rothenbaum in diesem Jahr freuen?

So viel kann ich verraten: Wir arbeiten daran, eine kleine Überraschung für die Tennis-Fans zusammenzustellen. Und – das sage ich jedes Jahr und bleibe dabei – absolutes Spitzentennis.

Und wer darf am Ende die Trophäe in die Höhe strecken?

Hey, warum nicht Tamara Korpatsch als Lokalmatadorin? Sie war schon oft im Halbfinale von WTA-Turnieren, häufig schon sehr nah dran. Warum nicht zu Hause?

Vom 19. bis zum 26. Juli wird bei den MSC Hamburg Ladies Open wieder am Rothenbaum aufgeschlagen. Andrea Petkovic (38) hat ihre aktive Karriere zwar beendet, ist aber nach wie vor aus der deutschen Tenniswelt nicht wegzudenken. In der MOPO spricht die Turnierbotschafterin über ihre Karriere nach der Karriere, die Entwicklung im deutschen Damentennis und was sie am Turnier in Hamburg ändern würde.

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