Wäsche stinkt nach dem Waschen? Diese fünf Ursachen stecken dahinter

Stand: 28.08.2026, 08:00 Uhr

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Eine Person holt frisch gewaschene Wäsche aus der Trommel einer Waschmaschine.

Wenn Wäsche nach dem Waschen unangenehm riecht, kann das verschiedene Gründe haben. © IMAGO/Michael Bihlmayer

Textilien wie Kleidungsstücke oder Handtücher sollten nach der Reinigung eigentlich frisch duften. Leider ist das nicht immer so. Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Gründe für unangenehme Gerüche in der Wäsche.

Die Ursachen können sowohl bei der Waschmaschine selbst als auch bei den Textilien liegen. Glücklicherweise gibt es Strategien, die verhindern, dass Ihre Wäsche nach dem Waschen stinkt.

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Waschmaschine als Geruchsursprung?

Bevor Sie die Ursachen bei der Wäsche suchen, sollten Sie Ihre Waschmaschine genauer inspizieren. Häufig ist sie der Grund für übelriechende Wäsche. Wenn die Maschine im Inneren verkalkt oder verschmutzt ist, sind die folgenden Tipps wirkungslos. Es empfiehlt sich, die Waschmaschine regelmäßig, beispielsweise zweimal pro Jahr, zu reinigen.

Tipp: Schmutz und Bakterien entstehen vor allem durch das Waschen bei niedrigen Temperaturen. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie Ihre Maschine einmal monatlich bei 90 Grad Celsius laufen lassen. Wenn Sie Energie sparen möchten, können Sie darauf verzichten. In diesem Fall ist es ratsam, die Waschmaschine ein- bis zweimal pro Jahr gründlich zu reinigen.

Ist die Waschmaschine nicht die Ursache für den unangenehmen Geruch, sollten Sie andere Ursachen in Betracht ziehen. Die häufigsten Ursachen werden im Folgenden erläutert.

Muffige Wäsche durch zu lange Verweildauer in der Maschine

Sicherlich haben Sie schon einmal die Wäsche in die Maschine gegeben und dann vergessen. Stundenlang liegt die nasse Wäsche in der Trommel. Das führt nicht nur zu unschönen Falten, sondern auch zur Entstehung von Bakterien. Diese Bakterien verursachen den unangenehmen, muffigen Geruch, der von allein nicht mehr verschwindet.

Stellen Sie daher sicher, dass Sie zu Hause sind, wenn Ihre Wäsche fertig ist. So können Sie sie sofort entnehmen und zum Trocknen aufhängen. Sollten Sie die Wäsche einmal vergessen, machen Sie am besten den Geruchstest: Riecht die Wäsche bereits unangenehm, sollten Sie sie erneut bei 60 Grad Celsius und am besten mit Hygienewaschmittel waschen.

Achtung: In der feuchtwarmen Umgebung können sich neben Bakterien auch gesundheitsschädliche Schimmelpilze bilden.

Tipp: Nach jedem Waschgang sollten Sie die Tür der Waschmaschine sowie das Waschmittelfach offen lassen. So kann die Waschmaschine innen trocknen.

Bakterien als Geruchsauslöser

Wenn Ihre Wäsche nach dem Waschen trotz sauberer Maschine und sofortigem Herausholen noch immer stinkt, können Bakterien in der Wäsche die Ursache sein.

Viele Stoffe und Textilien sind heutzutage nicht mehr für hohe Temperaturen ab 60 Grad Celsius geeignet und werden daher kalt gewaschen. Bei 30 Grad Celsius Wassertemperatur werden jedoch nicht alle Bakterien und Keime abgetötet. Vor allem Sportkleidung, die mit viel Schweiß in Berührung kommt, wird irgendwann einfach nicht mehr sauber. Auch Unterwäsche muss in manchen Fällen heißer gewaschen werden.

Vermeiden Sie außerdem Stoffe, die unangenehme Gerüche einschließen. Dazu gehören zum Beispiel Polyester und Polyacryl. Greifen Sie stattdessen lieber zu Kleidung aus Bio-Baumwolle, Leinen und Hanf.

Tipp: Was können Sie tun, wenn Sie ein Kleidungsstück nicht mehr sauber bekommen, es aber auch nicht bei 60 Grad waschbar ist? Zu diesen Materialien gehören feine Stoffe wie Seide, Kaschmir oder auch Wolle.

Unzureichend getrocknete Wäsche

Wenn Sie Ihre Wäsche in der Wohnung trocknen müssen, möchten Sie sie natürlich schnellstmöglich im Schrank verstauen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kleidung vollständig trocken ist. Wenn Sie sie mit Restfeuchte in den Kleiderschrank legen, kann Ihre Wäsche anfangen zu müffeln.

Übrigens: Wer die Möglichkeit hat, sollte seine Wäsche draußen trocknen – auch im Winter. Durch die frische Luft riecht Ihre Wäsche nach dem Trocknen gleich ganz anders. Bedenken Sie aber, dass starke Sonneneinstrahlung Ihre Wäsche mit der Zeit ausbleichen kann.

Trockner: Wie in der Waschmaschine können sich auch im Wäschetrockner Bakterien festsetzen. Außerdem benötigt der Trockner viel Energie. Wenn Sie vermeiden möchten, dass Ihre Wäsche stinkt, verzichten Sie am besten auf ihn – auch der Umwelt zuliebe.

Müffelnde Handtücher: Was Sie tun können

Mit Handtüchern trocknen wir uns den Körper und das Gesicht ab. Da ist es besonders unangenehm, wenn die Handtücher nach der Wäsche stinken. Das kann daran liegen, dass sie nicht warm genug gewaschen wurden oder die Waschmaschine zu voll beladen ist. Achten Sie daher darauf, die Maschine nicht zu überladen, denn sonst kann sie nicht mehr die volle Leistung erbringen.

Einige Handtücher bestehen nicht zu 100 Prozent aus Baumwolle, sondern zum Teil aus Polyester. Sie nehmen Gerüche schneller auf und behalten sie auch nach dem Waschen. Achten Sie also auch hier auf die Materialzusammensetzung, wenn Sie neue Handtücher kaufen.

Gegen den Geruch bei Handtüchern können Sie Folgendes beachten:

  • Wechseln Sie die Handtücher regelmäßig – etwa nach der dritten Benutzung oder dem dritten Tag gehören sie in die Wäsche.
  • Waschen Sie Handtücher mindestens bei 60 Grad, möglichst sogar bei 90 Grad.
  • Lassen Sie die Handtücher gut trocknen , bevor Sie sie erneut verwenden.

Falls Handtücher bereits stinken, können Sie den Geruch mit Hausmitteln bekämpfen. Geben Sie dazu beim Waschen einen Esslöffel Natron oder Essig hinzu. Das sollte den Geruch neutralisieren.