„Logistische Gründe“ und drastisch gestiegene Kosten: Kult-Band muss zahlreiche Jubiläumskonzerte absagen
Wegen drastisch gestiegener Kosten: Kult-Band muss großen Teil von Jubiläumstour absagen
Stand: 27.07.2026, 20:20 Uhr
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Eine 80er-Kult-Band ist auf Jubiläumstour und muss alle Konzerte auf einem Kontinent absagen. Für viele Fans kommt diese Nachricht viel zu spät.
Neu-Ulm – Roxette hatte zum 40. Jubiläum viel vor: Eine ausgedehnte Tour durch nordamerikanische Amphitheater sollte die Fans in den USA und Kanada begeistern. Per Gessle (67), Gründer und musikalischer Kopf des schwedischen Pop-Duos, und seine Bühnenpartnerin Lena Philipsson (60) fieberten den Auftritten entgegen. Doch daraus wird nichts: Die Nordamerika-Etappe ist vorerst gestrichen.
Der Veranstalter hat sämtliche Termine in den USA und Kanada abgesagt. Auf den offiziellen Kanälen der Band heißt es dazu: „Aufgrund von Logistik und stark gestiegenen Tourneekosten hat Live Nation US entschieden, die Nordamerika-Tour zu verschieben. Wir hoffen, euch irgendwann wiederzusehen.“ Denn obwohl die Band im Statement von einer „Verschiebung“ spricht, bekommen alle Ticketkäufer ihr Geld automatisch zurück. Besonders bitter: Laut dem US-Branchenmagazin Variety hatten einige Fans bereits nicht erstattungsfähige Flüge aus dem Ausland gebucht.
Veranstalter sagt Roxette-Konzerte ab: „Lena, die Band und ich sind natürlich enttäuscht“
Per Gessle wendet sich direkt an seine Anhänger – und stellt klar, dass die Entscheidung allein beim Veranstalter lag: „Lena, die Band und ich sind natürlich enttäuscht. […] Die USA sind mit Abstand unser größter Streaming-Markt. Diese Entscheidung wurde von Live Nation USA getroffen, was sie wahrscheinlich auf Grundlage eigener Berechnungen getan haben. Ich hoffe, wir können bald für unsere großartigen Fans in den USA und Kanada spielen.“ Schlimmer hätte das Timing kaum sein können: Die britische Zeitung The Sun verweist darauf, dass Roxettes Welthit „It Must Have Been Love“ ausgerechnet jetzt die Marke von einer Milliarde YouTube-Klicks geknackt hat. Live hören werden die Fans in Nordamerika den Klassiker nun aber nicht.
Nach dem Tod von Frontfrau Marie Fredriksson (61, † 2019) an den Folgen eines Hirntumors stand die Band jahrelang still. Dann holte Gessle die schwedische Sängerin Lena Philipsson als neue Stimme an Bord – und schwärmte bei ihrer Vorstellung: „Sie ist einer der hellsten Sterne, den Schweden je hervorgebracht hat. Ich bin unglaublich stolz, dass sie mich auf meinem Weg begleiten möchte, das Erbe von Roxette lebendig zu halten.“ In Europa geht die Tournee wie geplant weiter: Nach dem Konzert am Sonntag in Neu-Ulm folgen am Dienstag (28. Juli) Bremen, danach Schwetzingen und Bonn. Ende August stehen noch zwei Abende in der Schweiz an, in Arbon und Spiez.
Kein Einzelfall: Auch andere Stars wie die Pussycat Dolls, Meghan Trainor (32) oder Lily Allen (41) strichen zuletzt US-Auftritte. Ob die Kosten der einzige Grund für Roxettes Absage waren, lässt Variety offen – hält aber fest: Allein der Anstieg der Ausgaben kann eine Tournee schnell zum Verlustgeschäft machen. Auch Rock-Legende Udo Lindenberg (80) musste jüngst einen Auftritt canceln. (sk) Verwendete Quellen: variety.com, thesun.co.uk, livenation.com, roxette.se, Instagram