Geplanter Verteidigungspakt – wegen Trump?: Erdoğan, bin Salman und Sharif treffen sich in Dschidda
Wegen Trump? Türkei schließt Verteidigungspakt mit Pakistan und Saudi-Arabien
Stand: 07.08.2026, 07:40 Uhr
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Mohammed bin Salman, Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Shehbaz Sharif beraten ein Abkommen, das nach Spannungen im US-Iran-Konflikt die Sicherheitskooperation stärken soll.
Dschidda – Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan wollen am Freitag (7. August) in Dschidda ein gemeinsames Verteidigungsabkommen unterzeichnen. Das erfuhr AFP aus Kreisen des saudischen Militärs und der Regierung.
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Dieser Artikel von Sertac Aktan entstand in Kooperation mit Euronews
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Kriege, Konflikte und militärischer Spannungen in der Region. Besonders der Krieg zwischen den USA und dem Iran hat Golfstaaten hineingezogen und den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus und das Rote Meer gestört.

„Es stand lange zur Diskussion, doch die jüngsten Entwicklungen in der Region haben den Prozess beschleunigt“, sagte eine der Quellen, die anonym bleiben wollte.
Geplanter Verteidigungspakt gewinnt an Fahrt
Eine zweite, der saudischen Regierung nahestehende Quelle bestätigte ebenfalls unter der Bedingung der Anonymität, dass das Abkommen am Freitag unterzeichnet werden soll. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman möchte sich in Dschidda, der Stadt am Roten Meer, mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif treffen.
Sharif und der pakistanische Armeechef Asim Munir trafen am Donnerstag (6. August) im Königreich ein, ihr Besuch dauert bis Samstag. Nach Angaben der türkischen Präsidentschaft wird Erdoğan am Freitag erwartet.
Treffen in Saudi-Arabien steht bevor
Pakistans Außenministerium erklärte, der Besuch finde vom 6. bis zum 8. August statt. „Der Besuch erfolgt zwar vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen im Golf, seine Bedeutung reicht jedoch über die unmittelbare Krise und kurzfristige Überlegungen hinaus“, sagte Ministeriumssprecher Tahir Andrabi am Donnerstag.
Seit Monaten gibt es Spekulationen über ein mögliches strategisches Bündnis der drei Staaten. Pakistan versucht, im Krieg zwischen den USA und dem Iran zu vermitteln. Die Türkei spielt eine diplomatische Rolle in Verhandlungen zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen.
Strategisches Bündnis
Saudi-Arabien und Pakistan hatten bereits für das Jahr 2025 ein gemeinsames Verteidigungsabkommen angekündigt. Das sorgte für besondere Aufmerksamkeit, denn Pakistan ist der einzige muslimische Staat mit Atomwaffen.