Bombenfund in Bahrenfeld: Evakuierung läuft

Feuerwehr

Weltkriegs-Bombe in Hamburg gefunden: Explosionsgefahr! Polizei mit wichtigem Appell

Der Kampfmittelräumdienst ist an der S-Bahnstation Diebsteich im Einsatz. Der Warnbereich um die Fundstelle beträgt 1000 Meter.
Arist von Harpe/BBK

Gefährlicher Fund in der Nähe des S-Bahnhofs Diebsteich. Die Feuerwehr geht von einem mehrstündigen Einsatz aus. Bahnreisende brauchen viel Geduld. Die Bombe hat einen tückischen Zünder.

Brisanter Fund bei Bauarbeiten: Im Bereich Schleswiger Straße/Plöner Straße in Bahrenfeld wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Der Kampfmittelräumdienst hat einen Sperrbereich von 400 Metern um die Fundstelle festgelegt. Die Evakuierung läuft bereits an. Der Warnbereich um die Fundstelle beträgt 1000 Meter. Der Sperrbereich muss von Menschen verlassen werden.

Polizei-Durchsage in Altona: „Niemand darf sich mehr im Freien aufhalten“

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Im Warnbereich informiert die Polizei Anwohner mittels lauter Durchsagen. „Achtung, Achtung! Die Entschärfung der Bombe beginnt demnächst. Ab sofort darf sich niemand mehr im Freien aufhalten. Bitte suchen Sie feste Gebäude auf und halten Sie sich von Fenstern und Türen fern“, tönt es aus den Lautsprechern. Anwohner werden außerdem gebeten, auf die aktuellen Nachrichten in den Medien zu achten und Nachbarn zu informieren.

Notunterkünfte eingerichtet

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Für Menschen, die wegen der Evakuierung ihre Wohnung verlassen mussten, wurden mehrere Notunterkünfte in Schulen und einer Halle eingerichtet. Diese sind auch per Shuttleservice zu erreichen: Der Shuttle West fährt demnach von der Leunastraße Ecke Ruhrstraße zur Schule in der Regerstraße 21. Der Shuttle Süd fährt von der Stresemannstraße Ecke Ruhrstraße zur Notunterkunft in der Gasstraße 12. Ein dritter Shuttle fährt von der Kaltenkirchener Straße Ecke Augustenburger Straße zur Schule in der Max-Brauer-Allee 83-85.

Polizei sperrt in Hamburg-Altona mit Flatterband die Plöner Straße nach Fund einer Weltkriegsbombe.
Mit Flatterband sperrt die Polizei die Plöner Straße in Altona.
Bodo Marks/dpa

Wie die Polizei mitteilte, stehen Mitarbeiter des Bezirksamts in den Unterkünften bereit. Unter der Nummer 115 wurde zudem ein Bürgertelefon eingerichtet.

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Dauer der Entschärfung ist unklar

Wann die Bombe entschärft werden kann, war zunächst noch unklar. „Wir gehen von einem mehrstündigen Einsatz aus“, sagte Feuerwehrsprecher Philipp Baumann. Die 500-Pfundbombe englischer Bauart habe einen chemischen Langzeitzünder. Weil sie bewegt worden sei, bestehe akute Explosionsgefahr. Der Kampfmittelräumdienst habe einen schwierigen Einsatz zu bewältigen.

Weltkriegsbombe an Bahnstrecke gefunden - Züge fahren nicht

Der Fern- und der S-Bahnverkehr wurden unterbrochen, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. „Es kommt zu massiven Ausfällen aus Richtung Norden.“ 

Nach Angaben eines Bahnsprechers ist auch die Verbindungsbahn zwischen dem Bahnhof Altona und dem Hauptbahnhof gesperrt. Altona ist Ausgangs- beziehungsweise Endpunkt für viele Fernzüge, die Hamburg mit Niedersachsen und dem Süden Deutschlands verbinden. Fern- und Regionalzüge aus Richtung Süden enden den Angaben zufolge darum vorzeitig am Hauptbahnhof und in Hamburg-Harburg. Zahlreiche Menschen warten derzeit am Hamburger Hauptbahnhof.

Die S-Bahnlinien S2 (Diebsteich-Bergedorf), S3 (Pinneberg-Neugraben) und S5 (Elbgaustraße-Stade) wurden ebenfalls in dem Bereich unterbrochen. Die Deutsche Bahn richtete einen Ersatzverkehr mit Taxis ein. Für Fernreisende zwischen Pinneberg und Altona verkehrten Ersatzbusse, hieß es.

Anzeigetafel im Hamburger Hauptbahnhof informiert über Einschränkungen wegen einer Kampfmittelbeseitigung.
Eine Anzeigentafel am Hamburger Hauptbahnhof zeigt Informationen zu Einschränkungen im Zugverkehr an.
Antonia Sawallisch/dpa

Sondierungen bei Bauarbeiten

Am Diebsteich baut die Deutsche Bahn den neuen Bahnhof Altona, der damit etwa zwei Kilometer nach Norden verlegt wird. Mehr als 80 Jahre nach Kriegsende werden in Hamburg noch immer Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, die in den oft weichen Boden eingedrungen sind, ohne zu explodieren. Bei Bauarbeiten werden regelmäßig Sondierungen vorgenommen. Es kommt aber auch vor, dass Bomben unerwartet gefunden werden. (tst/aba/mwi/dpa)