„Ich fürchte, die Welt wird grauer“
Hamburg
Weltmädchentag: Was sich drei Hamburgerinnen wünschen und was ihnen Angst macht
Drei Hamburgerinnen erzählen zum Weltmädchentag, wovon sie träumen und was ihnen Sorgen bereitet.
Am 11. Oktober ist Weltmädchentag. Der macht darauf aufmerksam, dass Mädchen weltweit weiter benachteiligt sind. Zu diesem Anlass hat die MOPO drei Schülerinnen gefragt, was ihr Traumberuf ist, wie sie sich ihre Zukunft in zehn Jahren vorstellen und wovor sie Angst haben.
Angelin (11): „Ich möchte gern Menschen helfen“
Was ist dein Traumberuf? „Ich will später Ärztin werden für Allgemeinmedizin. Mir gefällt daran, dass das ein aufregender Beruf ist und vor allem, dass man Menschen hilft, wenn sie Probleme haben. Wie meine Mama, die ist Krankenschwester.“
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Was wäre dein Idealbild für die Zukunft? „Dass alle miteinander netter umgehen und es allgemein eine bessere flächendeckende Schulbildung für alle gibt. Vieles wird anders aussehen als heute. Die Bushaltestellen sind sauberer und komfortabler. Keine stumpfen Plastik- oder Holzbänke mehr, sondern welche, auf denen man auch etwas länger auf seinen Bus warten möchte.“
Was macht dir Sorgen an der Zukunft? „Ich denke, dass es mehr Menschen als Lebensmittel geben wird. Das wird viele Probleme mit sich bringen.“
Lotta (11): „Ich fürchte, die Welt wird grauer“
Was ist dein Traumberuf? „Ich wollte eigentlich immer Tierärztin werden, doch durch die Schule und meine Lehrer hat sich das verändert. Ich finde es toll, wie die mit uns umgehen: Sie achten total darauf, dass es wirklich allen gut geht, erklären, sind für uns da. Jetzt will ich auch Lehrerin werden, am liebsten für Englisch und Kunst.“
Was wäre dein Idealbild von deiner Zukunft? „Dass ich auch dann mit meinen Freunden von heute Kontakt habe und als Lehrerin arbeite. Toll wäre, wenn ich so oft wie möglich in der Natur sein kann.“
Wie stellst du dir die Welt in zehn Jahren vor? „Ich glaube leider, die Welt wird grauer. Ob bei Kleidung oder Gebäuden. Ich mag es einfach gerne bunt! Ich hoffe aber, dass es trotzdem viele Menschen gibt, die das machen, was sie gerne möchten, und die sich nicht einfach so in eine Schublade stecken lassen.
Isabel (14): „Mehr echtes Leben, weniger Social Media“
Was ist dein Traumberuf? „Ich bewege mich für mein Leben gern. Deshalb möchte ich Tänzerin werden. Ob Salsa, Bachata oder Freestyle: Ich fühle mich gut, wenn ich tanze. Da kann ich meinen Emotionen und Gedanken freien Lauf lassen.“
Wie stellst du dir die Welt in zehn Jahren vor? „Dass wir für die Umwelt- und Ressourcenprobleme eine Lösung haben. Wird an denen nichts geändert, werden sie nämlich irgendwann so groß, dass wir uns damit einfach beschäftigen müssen.“
Was macht dir Sorgen an der Zukunft? „Mentale Gesundheit. Ich merke, wie sich Mädchen von Social Media beeinflussen lassen. Sie vergleichen sich und das hat Auswirkungen – Essstörungen, Unzufriedenheit und das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Deswegen ist es so wichtig, sich im ,Real life‘ auszutauschen.“
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