Weniger Gäste, kleinere Portionen: Wie Abnehmmedikamente Schottlands Gastronomie verändern
Stand: 17.09.2026, 14:15 Uhr
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Schottische Pubs, Restaurants und Hotels verzeichnen sinkende Kundenzahlen und Umsätze – was auf den Gebrauch von Abnehmmedikamenten zurückgeführt wird.
EDINBURGH – Schottische Gastronomiebetriebe und Hotels spüren die Auswirkungen des Phänomens der Abnehmmedikamente, wie ein Bericht im Herald zeigt. Gäste verzichten immer häufiger auf Vorspeisen und Desserts, teilen sich Hauptgerichte oder bestellen sogar Kindermenüs.
Neue Branchenstudien zeigen, dass 16 % der Betriebe einen Rückgang der Besucherzahlen melden, während Gastronomen weltweit auf veränderte Essgewohnheiten und die Vorliebe für kleinere Portionen reagieren.
Colin Wilkinson von der Scottish Licensed Trade Association erklärt, dieser Trend spiegele nicht nur veränderten Appetit und einen Rückgang des Alkoholkonsums wider, sondern auch die anhaltende Krise der Lebenshaltungskosten. Gleichzeitig sieht sich die Branche mit stark steigenden Kosten konfrontiert – 97 % der Unternehmen berichten von jährlichen Ausgabensteigerungen und mehr als die Hälfte von einer Verschlechterung der Geschäftslage - und fordert politische Maßnahmen wie Steuersenkungen.
Auswirkungen auf das Gastgewerbe und Fast-Food-Ketten
Wie die Sacramento Bee berichtet, verändern US-Verbraucher unter dem Einfluss von GLP-1-Medikamenten auch ihre Essgewohnheiten. Anstatt Restaurantbesuche ganz zu meiden, wählen Gäste vermehrt proteinreiche Gerichte, teilen sich Teller und bestellen kleinere Portionen, während das Interesse an Alkohol deutlich zurückgegangen ist.
Diese veränderten Nachfragemuster zwingen Fast-Food-Giganten und lokale Ketten zu Anpassungen. Unternehmen wie McDonald’s, Burger King und Shake Shack reagieren auf den sinkenden Appetit, indem sie ihre Speisekarten straffen, proteinreiche Gerichte einführen und die Portionsgrößen anpassen, wie die Mail Online berichtet. Branchenexperten betonen, dass der Wunsch nach vertrauten Geschmäckern zwar weiterhin besteht, es aber zunehmend notwendig ist, die traditionellen Portionsgrößen an die veränderten physiologischen Bedürfnisse der Kunden anzupassen. (Redaktion)