Wenn‘s läuft, dann läuft‘s: TuS Geretsried schießt SV Schalding-Heining mit 5:1 ab
Stand: 18.08.2026, 22:40 Uhr
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Der TuS Geretsried gewinnt in Passau deutlich. Zehn Minuten nach der Pause stand das Spiel noch auf der Kippe.
Passau/Geretsried – Wenn’s läuft, dann läuft’s. Alles, was am Samstag beim enttäuschenden 0:0 gegen Schwabmünchen nicht klappte, funktionierte nun bestens – und so stand für den TuS Geretsried am Ende der Partie beim SV Schalding-Heining ein 5:1-Erfolg. „Ein verdienter Sieg“, wie Martin Grelics betont. Der Geretsrieder Coach verheimlicht aber auch nicht, dass der Erfolg zwischenzeitlich arg auf der Kippe stand.
TuS muss 37 Minuten auf erstes Tor warten
„Wir wollten mit Ball mutiger sein, das haben wir von Beginn an umgesetzt“, erklärte Grelics nach Spielschluss. Die Geretsrieder Dominanz zeigte sich im ersten Durchgang in einer Vielzahl von Standards und einer Riesenchance durch Srdan Ivkovic, der aus kurzer Distanz jedoch nur SV-Torhüter Marius Herzig traf. So dauerte es bis zur 37. Minute, ehe die Spiellust der Gäste sich auch in Zahlen niederschlug: Nach einer Ecke von David Luburic schob Veron Fejzullahi mit dem Fuß zum 1:0 ein. Nur fünf Minuten später waren die Gastgeber jedoch zurück im Spiel: TuS-Torhüter Cedomir Radic kam bei einem Ball in die Tiefe zu spät, brachte den Angreifer zu Fall – und kassierte durch Markus Gallmeier per Elfmeter den 1:1-Ausgleich.
Schalding-Heining schnürt Geretsried ein
Das Tor vor der Pause beflügelte Schalding-Heining, das mit Beginn der zweiten Halbzeit die Gäste aus Geretsried kaum aus der eigenen Hälfte kommen ließ. „Da waren sie besser, haben uns eingeschnürt“, musste TuS-Coach Grelics einräumen. Aber seine Truppe leistete vehement Gegenwehr. „Wir wollten das verteidigen, sie haben sich reingeschmissen, mit allem, was sie hatten – und wir haben überlebt“, lobte Grelics das Abwehrverhalten seiner Kicker. Denn: „In der Phase, in den zehn Minuten nach der Pause, stand das Spiel total auf der Kippe. Da konnte es auch gut in die andere Richtung gehen.“ Ein Pfostentreffer von Fejzullahi in der 55. Minute weckte die Geretsrieder Überlebensgeister. „Ab dem Moment war wieder Energie im Team und der Wille: Wir holen uns das Ding.“
Kapitän bringt Geretsried wieder auf Kurs
Drei Minuten später war es der Kapitän, der seine Mannschaft wieder auf Kurs brachte: Nach Vorarbeit seiner Sturmkollegen Belmin Idrizovic und Srdan Ivkovic traf Sebastian Schrills aus sechs Metern zur erneuten Geretsrieder Führung. Die Zuspiele wurden wieder präziser, die Aktionen mit Ball sauberer, wie Grelics erfreut beobachtete. Schalding bot den Gästen über die gesamte Spielzeit viel Raum hinter der Kette, den diese zu nutzen wussten. Schrills eroberte den Ball im Halbfeld, brachte ihn flach hinter die Kette, wo Fejzullahi erneut einschieben konnte. Sein 3:1 in der 67. Minute war die Vorentscheidung. In der Schlussphase gewann Ivkovic zweimal das Duell gegen SV-Keeper Herzig, den er in der 77. Minute im Eins-gegen-Eins mit einem Schuss ins lange Eck überwand und vier Minuten später nach schönem Zuspiel von Luburic zum 5:1-Endstand tunnelte.
Viel Power auf beiden Seiten
„Das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich Martin Grelics über eine gelungene Auswärtsfahrt, ein Spiel „mit viel Power auf beiden Seiten“ und phasenweise offenem Visier. Der Schlüssel zum Sieg: „Wir haben in der schwierigen Phase nach der Pause die Ruhe bewahrt, auch wenn Schalding massiv gepresst hat – sonst könnte da auch ein anderes Ergebnis stehen.“
SV Schalding-Heining – TuS Geretsried 1:5 (1:1)
Tore: 0:1 (37.) Fejzullahi, 1:1 (42.) Gallmeier (Elfmeter), 1:2 (58.) Schrills, 1:3 (67.) Fejzullahi, 1:4, 1:5 (77., 81.) Ivkovic. – Schiedsrichter: Leonhard Burghartswieser. – Zuschauer: 650.
TuS Geretsried: Radic – Hodzic, Sibler (85., Radonjic), Kellner, Schrills, Fejzullahi, Luburic, Idrizovic (83., Mustafoski), Prepeluh, Krebs (76., Kawai), Ivkovic (81., Hyseni).