Werkstatt für 35.000 Euro: Polling rüstet auf – ist aber nur Mieter
Stand: 10.08.2026, 18:00 Uhr
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Die Gemeinde Polling baut in einer angemieteten Halle an der Georg-Rückert-Straße eine Werkstatt ein. Bürgermeister Martin Pape verhandelt parallel mit dem Vermieter.
Polling – Vor ein paar Monaten kam ein weiterer Standort hinzu, nachdem die Gemeinde eine größere Halle an der Georg-Rückert-Straße angemietet hatte. Dort soll nun bis Ende des Jahres für 35.000 Euro eine Werkstatt eingebaut werden. Es sei „verdammt wichtig“, erläuterte Bauhof-Mitarbeiter Hubert Lindner in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, dass man in den Wintermonaten etwas frostsicher lagern oder reparieren könne. Arbeitstechnisch wäre die Situation ansonsten „schwierig“: „Polling ist keine kleine, sondern vor allem auch flächenmäßig eine große Dorfgemeinde“, konstatierte Lindner. Das erfordere bezüglich der Bauhof-Ausstattung eine entsprechende Infrastruktur.
Der Gemeinderat beschloss bezüglich des Werkstatteinbaus, eine Direktvergabe an eine Zimmerei zu tätigen. Allerdings gab es beim Thema „Bauhof“ auch Grundsätzliches zu klären. Klaus Hecker (WGP) kritisierte, dass die Gebäudeinfrastruktur für den Bauhof nur über Mietkosten dargestellt werde – und die seien „sehr hoch“. Würde man eigene Bauten errichten, käme das unterm Strich nicht teurer. Allerdings mit dem Vorteil verbunden, dass selbige dann im alleinigen Eigentum der Kommune stehen würden. Vize-Bürgermeister Stefan Loy (WGP) kam zu einer ähnlichen Einschätzung. Es müsse der Fokus auf den Erwerb einer eigenen Halle gelegt werden.
Gespräche mit dem Vermieter
Doch dieser Wunsch scheint mit der Halle an der Georg-Rükert-Straße durchaus erfüllbar zu sein. Mit dem Einbau der Werkstatt, so hieß es im Gemeinderat vonseiten des Bürgermeisters, würde es auch „Nebenabreden“ mit dem Vermieter geben. Unter anderem gehe es dabei um ein Vorkaufsrecht oder zumindest um eine Kostenübernahme für den Werkstatteinbau im Falle einer Kündigung. Eventuell, so Pape, könne ein Grundstückstausch mit dem Vermieter vereinbart werden. Dadurch könne die Gemeinde auf indirektem Wege Eigentümerin der Halle an der Georg-Rückert-Straße werden. Im Zuge des Werkstatteinbaus ist für Pape eines klar – „nämlich, dass dann der Bauhofstandort an der Hofmarkstraße zeitnah aufgelöst wird“.