Wetter-Modell dreht jetzt völlig durch – 200 Liter Regen fegen an die Alpen: „Volle Breitseite für den Süden“
Stand: 18.08.2026, 14:28 Uhr
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Der neueste Wetterlauf sorgt für Staunen: Über den Alpen türmen sich bis Anfang September enorme Regenmengen auf. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Wer heute Morgen auf die frischen Wetterkarten geschaut hat, der reibt sich die Augen. Der europäische Rechenriese ECMWF wirft für die kommenden gut zwei Wochen Zahlen aus, die es in sich haben. Über den Alpen und im südlichen Alpenvorland leuchtet die Karte pink, violett und grau – und diese Farben stehen für richtig fette Regenmengen.

Wir reden hier von 150, teils sogar über 200 Litern pro Quadratmeter, die bis Anfang September zusammenkommen sollen. Das ist keine kleine Schauerlage mehr, das ist die ganz große Kelle.
Umschwung steht bevor: So kippt das Sommerwetter
Der Grund ist ein spürbarer Umschwung. Die stabile Hitze ist erstmal Geschichte, stattdessen schaufeln Tiefdruckgebiete feuchte Luft immer wieder gegen die Alpen. Und dort wird sie regelrecht ausgequetscht. Staulagen nennen die Meteorologen das – die Luft muss über die Berge, kühlt ab, und dann schüttet es wie aus Eimern.
Während der Norden Deutschlands vergleichsweise trocken davon kommt, bekommt der Süden die volle Breitseite ab. Ganz klar: Der Spätsommer zeigt hier seine wilde, nasse Seite und macht ordentlich Dampf.
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Rettung für den Rhein?
Und jetzt kommt der spannendste Teil. Was in den Alpen runterkommt, das fließt am Ende in die großen Flüsse – auch in den Rhein. Nach Wochen mit niedrigen Pegeln und Sorgen bei Schifffahrt und Anwohnern könnte dieser Regen tatsächlich zur echten Erleichterung werden.
Sollten die Mengen so eintreffen, wäre das womöglich das Ende des Niedrigwassers, zumindest für den Moment. Natürlich gilt: Bis Anfang September ist es noch weit hin, und solche Ausblicke können sich noch drehen. Aber die Richtung ist gesetzt – und die heißt nass.