Wichmann behält die Nerven
Stand: 13.09.2026, 19:28 Uhr
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Ein von Torjäger Max Wichmann verwandelter Handelfmeter hat dem Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen ein 1:1 beim SV Bevern beschert. Dort waren die Krandel-Kicker bis dato stets leer ausgegangen.
Wildeshausen – Die Auswärtsfahrt zum SV Bevern hätten sich die Fußballer des VfL Wildeshausen in der Vergangenheit eigentlich schenken können. „Wir haben da in unserer Landesliga-Historie nie etwas geholt“, erinnert sich VfL-Coach Marcel Bragula. Mit dem 1:1 (0:0) nahmen die Krandel-Kicker nun erstmals einen Punkt von der Calhorner Straße mit. „Und wenn du im Flow bist, gewinnst du dieses Spiel vielleicht sogar. Aber natürlich ist das auch so ein gutes Ergebnis. In unserer Situation ist das absolut positiv“, freute sich Bragula über den zweiten Zähler in der laufenden Saison.
Dabei musste das Schlusslicht drei Stunden vor dem Anpfiff einen weiteren Ausfall hinnehmen. Innenverteidiger Finn Cordes meldete sich mit Fieber ab. Stattdessen spielte Kapitän Christoph Stolle an der Seite von Onno Bolling im Abwehrzentrum. „Beide sind nicht die Schnellsten, haben das gegen Beverns Tempo aber gut gemacht“, lobte Bragula. Besonders Stolle, der zuletzt in ein kleines Leistungsloch gerutscht war, habe eine starke Partie geliefert.
Der Ball rollte gerade drei Minuten, da gab es den ersten Aufreger. VfL-Angreifer Jannik Stöver wurde auf dem Weg zum Tor von Jannis Tapken gestoppt. „Der war letzter Mann. Aus meiner Sicht war das eine klare Rote Karte, aber der Schiedsrichter hat zu meinem Erstaunen weiterlaufen lassen“, ärgerte sich Bragula.
In der ersten Halbzeit gab es auf jeder Seite zwei gute Chancen. SVB-Keeper Fabian Stuke parierte jeweils stark gegen Ole Volkmer (15.) und Stöver (20.). Beverns Joshua König köpfte über das Tor (13.), während ein abgefälschter Schuss von Matthis Hennig an die Latte klatschte (30.).
Den besseren Start nach der Pause hatten die Gäste. Einen guten Versuch von Jakob Wehrenberg, der wie beim 0:1 gegen den SC Melle 03 erneut auf der für ihn ungewohnten Position des Linksverteidigers agierte, entschärfte Stuke überragend (46.). Auch der folgende Stöver-Schuss von der Strafraumgrenze wurde Stukes Beute (48.).
Dann ging es schnell. Bevern beförderte den Ball lang nach vorn. Tim Reiners köpfte die Kugel über VfL-Torhüter Joel Kletta, der zunächst mit dem Rauslaufen gezögert hatte, hinweg und schob zum 1:0 ein (49.). „Joel hat sonst ein gutes Spiel gemacht, aber da kann ich ihn nicht rausnehmen“, meinte Bragula.
Trotz des Rückstandes knickte der Aufsteiger nicht ein. „Vor drei, vier Wochen hätten wir das Spiel wahrscheinlich noch 0:3 verloren“, mutmaßte Bragula. Bei einem Handelfmeter der Marke „muss man nicht, aber kann man geben“ behielt Max Wichmann die Nerven und erzielte das 1:1 (81.).
Wichmann und Michael Eberle hätten sogar noch das 2:1 markieren können, als Bevern auf den Siegtreffer drängte. Der wäre den Platzherren in der Nachspielzeit auch fast gelungen. Allerdings sprang der Schuss des Ex-Wildeshausers Lasse Härtel vom Innenpfosten direkt in Klettas Arme (90.+3). So viel zum von Bragula erhofften „Spielglück“.
Stenogramm
SV Bevern – VfL Wildeshausen 1:1 (0:0)
SV Bevern: Stuke - Hennig, Schmidt, Härtel, Tapken, Nolting (84. Korte), Wolken, Muric, Reiners (70. Fejzic), König (65. Cam), Schockemöhle
VfL Wildeshausen: Kletta - Bolling, J. Stöver (84. B. Tonn), Volkmer (90. Altscher), Oynak (65. Wichmann), Kant, Stolle, Weitkuhn (54. Eberle), J. Wehrenberg (71. Soremba), Leuschner, Berger
Tore: 1:0 (49.) Tim Reiners, 1:1 (81./Handelfmeter) Max Wichmann
Schiedsrichter: Marcel Waldmann (SV Union Lohne)