Wieder Wal in der deutschen Ostsee: Strandung droht wie bei „Timmy“ – Wasserpolizei startet Einsatz
Wieder Wal vor Wismar gemeldet: Wasserschutzpolizei rückt aus, Ostsee-Einsatz läuft
Stand: 27.07.2026, 13:33 Uhr
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Ein neuer Wal schwimmt in der deutschen Ostsee vor dem Hafen von Wismar. Ganz in der Nähe war Buckelwal „Timmy“ gestrandet. Behörden ergreifen Maßnahmen.
Wismar – Bahnt sich eine neuerliche Wal-Strandung in der Ostsee an? Im Westhafen Wismar ist am Montag (27. Juli) ein Wal gesichtet worden. Laut Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern ging die Meldung gegen 9 Uhr vom Hafenamt ein, seitdem wird das Tier beobachtet.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wirke der Wal vital. „Er taucht regelmäßig auf und wieder ab“, heißt es in der Mitteilung des Umweltministeriums. Um welche Walart es sich handelt, könne derzeit noch nicht abschließend gesagt werden. Auch die Größe lasse sich bislang lediglich schätzen. Demnach kommt das Tier auf etwa acht Meter Länge.
Neuer Wal in der Ostsee: Wasserschutzpolizei will Strandung verhindern
Die Behörden koordinieren jetzt Maßnahmen für den offenbar verirrten Wal. Ziel sei es, dem Tier einen störungsarmen Rückweg in tiefere Gewässer zu ermöglichen und eine Strandung oder andere Gefährdung zu verhindern.
Die Wasserschutzpolizei ist im Einsatz und legt laut Ministerium das Augenmerk auch darauf, eine Gefährdung des Schiffsverkehrs und des Sportbootverkehrs auszuschließen. „Aus diesem Grund bittet die Wasserschutzpolizei alle Sportbootführer und Wassersportler darum, den Kontakt mit dem Tier zu vermeiden und einen größtmöglichen Abstand zu halten.“
„Timmy“ wurde hier antransportiert: Nächster Wal-Einsatz nahe Insel Poel
An der Ostsee ist die Odyssee um den zuvor mehrfach gestrandeten Wal „Timmy“ noch lange nicht verarbeitet. Erst in der vergangenen Woche hatte eine Tierärztin der privat organisierten „Rettungstruppe“ erheblichen Wirbel um DNA-Ergebnisse entfacht. Der Buckelwal war von der Gruppe vor der Insel Poel, unweit des Wismarer Westhafens, in eine Barge bugsiert und in die Nordsee transportiert worden. Wenige Tage später wurde dann vor der dänischen Insel Anholt ein toter Wal entdeckt, der anhand eines am Tier befestigten Senders als der zuvor in Deutschland gestrandete Buckelwal identifiziert wurde. (Quellen: Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern) (moe)