Wildschweine ziehen durch Straßen in Portugal – Stadt spricht dringende Warnung aus
Stand: 15.08.2026, 08:30 Uhr
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In Setúbal in Portugal zogen nachts mehrere Wildschweine durch die Straßen und überquerten sogar eine befahrene Straße. Die Stadt meldet mehr Sichtungen und mahnt zur Vorsicht.
Eine Gruppe von Wildschweinen ist kürzlich durch die Straßen der Stadt Setúbal in Portugal gezogen. Normalerweise zeigen sie sich an den Stränden der Serra da Arrábida, doch inzwischen dringen die Tiere offenbar zunehmend in die Wohngebiete vor. Anwohner berichten, dass es inzwischen keine Seltenheit mehr ist, die Tiere in der Nähe von Häusern und Straßenlaternen zu sehen, wo sie im Schutz der Dunkelheit unterwegs sind.
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Dieser Artikel von Euronews entstand in Kooperation mit Euronews.
Ein von einer Anwohnerin in sozialen Netzwerken veröffentlichtes Video (Quelle auf Portugiesisch) zeigt eine Gruppe dieser Säugetiere, die nachts eine Fußgängerüberquerung auf einer Straße benutzt, auf der Autos unterwegs sind. Weitere Aufnahmen zeigen die Tiere in Grünanlagen, wie sie mit der Schnauze im Boden wühlen – offenbar auf der Suche nach Nahrung, die Menschen achtlos zurückgelassen haben. Die Bilder verbreiteten sich rasch und sorgten in der Stadt für Diskussionen über Sicherheit und Umgang mit den Wildtieren.
In einer Mitteilung in den sozialen Netzwerken räumt die Stadtverwaltung von Setúbal ein, dass „in den vergangenen Monaten mehrere Sichtungen von Wildschweinen in urbanen und periurbanen Zonen des Bezirks registriert wurden, insbesondere in Gärten, Parks, an Stränden und in Gebieten nahe an Naturflächen“. Die Behörden machen darauf aufmerksam, dass diese Entwicklung auf veränderte Lebensräume und das leichte Auffinden von Nahrung in der Nähe des Menschen zurückzuführen sein könnte.
Stadt warnt vor Risiken im dicht besiedelten Gebiet
Die Kommune betont, dass die Präsenz dieser Tiere im Stadtgebiet „weder natürlich noch wünschenswert“ sei. „Als wildes Tier mit einem unvorhersehbaren Verhalten birgt es Risiken für die Sicherheit von Menschen und Haustieren und kann zudem ein hygienisches Problem darstellen“, heißt es weiter. Besonders in dicht besiedelten Vierteln wird befürchtet, dass es zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr oder bei direkten Begegnungen kommen könnte.
Die Stadt Setúbal hat außerdem einen Leitfaden veröffentlicht (Quelle auf Portugiesisch), der erklärt, wie man sich bei einer Begegnung mit einem Wildschwein verhalten sollte. Dazu gehört, sich dem Tier nicht zu nähern, sich langsam zurückzuziehen, wenn es näher kommt, es nicht zu füttern und keine Essensreste außerhalb von Müllbehältern liegen zu lassen. Ziel ist es, die Tiere nicht weiter an menschliche Siedlungen zu gewöhnen und Konflikte zu vermeiden.
Mehr Begegnungen an Stränden der Serra da Arrábida
In letzter Zeit tauchen Wildschweine immer häufiger an den Stränden von Setúbal auf, vor allem in der Serra da Arrábida. Im Sommer nähern sie sich oft den Badetüchern, stöbern in Kühltaschen und Beuteln mit Lebensmitteln, die am Strand liegen bleiben, wenn unaufmerksame Badegäste ins Wasser gehen. Die Tiere verbinden die Strände dadurch zunehmend mit leicht zugänglicher Nahrung, was die Zahl der Sichtungen weiter erhöhen dürfte.
Besonders viele Sichtungen gibt es an den portugiesischen Stränden Portinho da Arrábida, Creiro und Galapinhos im Distrikt Setúbal. Galapinhos gilt als besonders anfällig für solche Begegnungen, da der Strand tief in die Serra da Arrábida eingebettet ist. Durch die unmittelbare Nähe zum Wald gelangen die Wildschweine schnell an die Küste, wo sie zwischen Sonnenschirmen und Liegestühlen nach Essbarem suchen.