„Wir brauchen junge Menschen wie Euch“: Mittelschüler erhalten Zeugnisse - darunter eine „sagenhafte 1,1“

Stand: 25.07.2026, 12:00 Uhr

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Penzberg - Top-Noten an der Bürgermeister-Prandl-Mittelschule in Penzberg: Schulleiter Michael Zwick (r.) und Konrektorin Simone Köppl (l.) gratulierten bei der Abschlussfeier in der Stadthalle (ab 2.v.l.) Amélie Strohm (mit Quali-Note 2,2 Klassenbeste 9A und Jahrgangsbeste), Marlene Strobl (mit Mittlere-Reife-Note 1,1 Klassenbeste 10MB und Jahrgangsbeste), Engjull Gashi (mit Quali-Note 2,3 Klassenbester 9B) und Dalan Jakovljevic (mit Mittlere-Reife-Note 1,5 Klassenbester 10MA). 7/2026

Top-Noten an der Bürgermeister-Prandl-Mittelschule: Schulleiter Michael Zwick (r.) und Konrektorin Simone Köppl (l.) gratulierten bei der Abschlussfeier (ab 2.v.l.) Amélie Strohm (mit Quali-Note 2,2 Klassenbeste 9A und Jahrgangsbeste), Marlene Strobl (mit Mittlere-Reife-Note 1,1 Klassenbeste 10MB und Jahrgangsbeste), Engjull Gashi (mit Quali-Note 2,3 Klassenbester 9B) und Dalan Jakovljevic (mit Mittlere-Reife-Note 1,5 Klassenbester 10MA). © Wolfgang Schörner

128 Mittelschüler haben in Penzberg ihre Abschlusszeugnisse erhalten. 59 Jugendliche bestanden die Quali-Prüfung. 46 Schüler holten sich die Mittlere Reife. Das Motto der Feier hatte etwas mit Pokern zu tun.

Penzberg – Von den 80 Neuntklässlern an der Bürgermeister-Prandl-Mittelschule waren 70 zu den Prüfungen für den Qualifizierenden Mittelschulabschluss angetreten. 59 bestanden die Prüfung, vier davon mit einer 1 vor dem Komma. Die Jahrgangsbeste war Amélie Strohm aus der 9A mit einer 2,2. „Sie macht bei uns gottseidank in der M10 weiter“, lobte Schulleiter Michael Zwick. In der Parallelklasse 9B war Engjull Gashi mit einer 2,3 der Beste.

Von den 48 Zehntklässlern traten 47 zu den Prüfungen für den Mittleren Bildungsabschluss an. 46 bestanden, davon 16 mit einer 1 vor dem Komma. Als Jahrgangsbeste „mit sagenhaften 1,1“ hob Schulleiter Zwick Marlene Strobl aus der 10MB hervor. Sie war bereits bei den Quali-Prüfungen im vergangenen Jahr mit einer glatten 1,0 die Jahrgangsbeste an der Schule. Klassenbester der 10MA wurde Dalan Jakovljevic mit ebenfalls „sagenhaften 1,5“, wie Zwick sagte.

Ein Pokerface kann von Vorteil sein

„All in und Showdown!“ So lautete heuer das Motto der Abschlussfeier: zwei Begriffe aus dem Pokern. Was laut Schulleiter Zwick durchaus Parallelen zur Schule hat. Man benötige Mut, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Genau das hätten die Absolventen in den vergangenen Jahren gezeigt. Natürlich sei nicht alles perfekt gewesen, zum Beispiel Hausaufgaben, die in der Pause geschrieben wurden, nachdem sie zuvor der Hund gefressen hatte, scherzte er. Aufs Pokern und die Schulzeit ging auch Schulamtsdirektorin Ingrid Hartmann-Kugelmann ein. Beides brauche Übung, Freude am Tun, Begeisterung und Glück. „Und es kann ein Vorteil sein, wenn man ein Pokerface machen kann.“ Auf alle Fälle sei es „ein Trumpf, dass Ihr hier auf die Mittelschule gegangen seid“.

„Das Ergebnis Eures Einsatzes und Eurer Ausdauer“

Schulleiter Zwick sagte den Absolventen, dass ihr Abschlusszeugnis kein Zufall sei. „Es ist das Ergebnis Eures Einsatzes und Eurer Ausdauer.“ Er gab ihnen auch mit auf den Weg, dass die Gesellschaft auf Menschen angewiesen ist, die Ideen haben, anpacken und ihre Fähigkeiten einsetzen. Genauso wichtig seien Respekt, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und Menschlichkeit.

Bürgermeister Thomas Kopf (PM) sagte, die Absolventen hätten weit mehr gelernt als den Stoff, der im Zeugnis abgebildet ist. Sie hätten gelernt, dass nicht alles auf Anhieb gelingen muss, sie hätten sich aber durchgebissen, sich gegenseitig geholfen, gestritten und wieder zusammengerauft. Manches davon werde später mehr helfen als eine einzelne Note. Ein Zeugnis könne viel festhalten, sagte er. Es könne aber nicht vollständig zeigen, wie viel Anstrengung dahintersteckt, wer sich nach einem Rückschlag noch einmal hinsetzt, wer Verantwortung in der Familie übernommen hat, sich im Verein eingebracht oder einem Freund durch schwierige Zeiten geholfen hat. Noten würden auch nicht zeigen, „welche Fähigkeiten in Euch darauf warten, entdeckt zu werden“.

Mehr gelernt, als Zeugnisse abbilden

Er sagte den Absolventen zudem, dass ihr Lebensweg sie vielleicht aus Penzberg wegführe, die Stadt aber immer „Teil Eurer Geschichte“ sein wird. Eine Stadt „braucht junge Menschen wie Euch, mit neuen Ideen, anderen Blickwinkeln und mit dem Mut, Dinge auch mal infrage zu stellen“, so Kopf. „Mischt Euch ein, im Verein, im Betrieb, in der Nachbarschaft, vielleicht auch in der Politik.“ Gemeinschaft entstehe dort, wo man sich einbringt.

Die Bilanz der Absolventen-Sprecher bestätigte dies. Man habe gelernt, sich gegenseitig zu unterstützen, Rückschläge zu überwinden und nicht aufzugeben. Man nehme mehr als Zeugnisse mit, sagten sie. „Egal wie unterschiedlich wir sind, heute verbindet uns eins: Wir haben es geschafft.“