Wirbel um alte „Wetten, dass..?“-Szene mit Thomas Gottschalk: Gast hat heute noch „Herzklopfen“

Stand: 18.07.2026, 19:11 Uhr

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Ein Ausschnitt aus „Wetten, dass..?“ von 1996 entfacht neue Diskussionen. Auch heute noch erinnert sich die betroffene Schauspielerin nur ungern an ihren Moment an der Seite von Thomas Gottschalk zurück.

Hamburg – Fast drei Jahrzehnte nach ihrer Ausstrahlung sorgt eine Szene aus „Wetten, dass..?“ erneut für Diskussionen. Anlass ist der Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“ von Eva Müller (46) und Isabel Schneider (31), der seit dem 16. Juli in den Kinos läuft. Der Film setzt sich mit den Machtstrukturen im deutschen Unterhaltungsfernsehen auseinander und zeigt, wie insbesondere Frauen über viele Jahre behandelt wurden, ohne dabei den Humor grundsätzlich infrage zu stellen.

Der NDR fasst die zentrale Botschaft so zusammen: „In den 90er- und Nuller-Jahren galten Frauen im Unterhaltungsfernsehen als nicht lustig, wurden auf ihr Äußeres reduziert und mussten vieles weglächeln.“ Genau diese Mechanismen beleuchtet die Dokumentation anhand prominenter Beispiele.

Esther Schweins erinnert sich an unangenehmen TV-Moment

Auf Instagram veröffentlichten das Produktionsstudio und Regisseurin Isabel Schneider einen Ausschnitt aus einer „Wetten, dass..?“-Sendung von 1996. Zu sehen ist Schauspielerin Esther Schweins (56) auf dem berühmten Sofa der ZDF-Show. Zunächst wird sie von Musiker Marius Müller-Westernhagen (77) auffallend lange umarmt. Anschließend sorgt Moderator Thomas Gottschalk (76) mit einer Bemerkung für Irritationen. Er bezeichnet sich als den „Besitzer“ der Couch, fügt jedoch hinzu, Schweins gehöre ihm „leider“ nicht.

Im Dokumentarfilm blickt die Schauspielerin heute mit gemischten Gefühlen auf diesen Fernsehauftritt zurück. „Ich habe heute das Herzklopfen, das ich damals in dieser Situation hatte“, sagt Schweins. Beim erneuten Ansehen werde ihr bewusst, „wie ich ganz schön authentisch in die Enge getrieben war und keine Worte dafür hatte, dass es mir nicht gut ging auf dem Sofa“.

Regisseurin Isabel Schneider, Jahrgang 1995, kennt die Hochzeit von „Wetten, dass..?“ nur als Zuschauerin. Dennoch prägte die Sendung auch ihre Kindheit. Rückblickend betrachtet sie viele Situationen jedoch anders als frühere Generationen. „Für mich gab es noch ganz stark diese ‚Thomas-Gottschalk-‚Wetten-dass?‘-Lagerfeuer-Momente‘“, erklärt sie laut NDR. Heute frage sie sich allerdings, warum ihre Elterngeneration viele solcher Szenen kaum hinterfragt habe und Kinder sie ganz selbstverständlich mitverfolgten. Mit der Dokumentation will Schneider deshalb weniger einzelne Personen anklagen als vielmehr zeigen, wie sich gesellschaftliche Maßstäbe verändert haben – und warum manche TV-Momente heute ganz anders wahrgenommen werden als noch vor Jahrzehnten. Verwendete Quellen: Instagram, NDR