Wittkoff fliegt zu Putin: Rubio wertet Ukraine-Gespräche in Oslo als "positiv"
Wittkoff fliegt zu PutinRubio wertet Ukraine-Gespräche in Oslo als "positiv"
21.10.2026, 08:08 Uhr
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Die US-Unterhändler treffen sich erneut mit den Staatschefs der Ukraine und Russland. Die erste Etappe hat nach Ansicht von US-Außenminister Rubio nicht Unerwartetes gebracht. Nun geht es nach Moskau. Derweil hält Washington den Druck weiter einseitig hoch.
US-Außenminister Marco Rubio hat die Gespräche zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über ein Ende des Ukraine-Kriegs als "positiv" bewertet. Witkoff reise nun nach Russland weiter, um dort die in Oslo besprochenen Vorschläge vorzustellen, sagte Rubio bei einem Besuch in Indien. "Es war positiv, nichts Unerwartetes, nichts Überraschendes." Mit den in Oslo besprochenen Ideen könne Witkoff nun nach St. Petersburg reisen und sie "mit der russischen Seite teilen", sagte er weiter. "Dann werden wir sehen, ob wir Fortschritte machen können."
Rubio räumte zugleich die Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Friedenslösung ein. "Wäre dieser Krieg leicht zu lösen, wäre er schon längst gelöst worden", sagte er.
Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters soll Witkoff am heutigen Mittwoch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, soll per Video zugeschaltet werden. Witkoff hatte sich in Oslo mit Selenskyj getroffen. Ein US-Regierungsvertreter sprach anschließend von "sehr produktiven und konstruktiven Diskussionen" und "bedeutenden Fortschritten". Ziel der weiteren Beratungen sei es, den Weg für direkte Gespräche zwischen Kiew, Moskau und Washington zu ebnen.
Wer ordnete Starshield-Drosselung an?
Rubio wies zudem eine Verantwortung der US-Regierung für die Drosselung der von der Ukraine genutzten Satelliten-Kommunikationsdienste Starlink und Starshield zurück. Trump habe davon im Voraus nichts gewusst und könne dem Betreiber SpaceX und dessen Chef Elon Musk keine Anweisungen erteilen, sagte er.
Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass Musk die Drosselung des militärischen Dienstes Starshield selbst angeordnet habe. Rubio verteidigte zugleich die amerikanische Unterstützung für Kiew: Ohne die Hilfe der USA würde die Ukraine als souveräner Staat "nicht existieren".
Die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine haben sich deutlich verschlechtert. US-Präsident Trump hat geplante Sanktionen gegen Russland ausgesetzt und mit Moskau Diesellieferungen vereinbart. Am Dienstag drängte Trump Selenskyj erneut zu einer Friedenseinigung. Selenskyj müsse mit Putin "ein Abkommen schließen". Andernfalls werde es "sehr schlimm ausgehen", warnte er.
Quelle: ntv.de, jwu/AFP