WM-News: Kurios: Eckball-Wiederholung statt Norwegen-Tor
WM-Liveblog
Stand: 12.07.2026 • 01:53 Uhr
Alle News, kuriose Geschichten und Eindrücke von vor Ort rund um die WM 2026 im Liveblog.
01:05 Uhr
Kurios: Eckball-Wiederholung statt Norwegen-Tor
Das WM-Viertelfinale zwischen England und Norwegen (2:1 nach Verlängerung für die Three Lions) hat einen Riesenaufreger: Ein Tor der Skandinavier zum vermeintlichen 2:1 durch Torbjörn Heggem wurde nach VAR-Intervention wieder einkassiert - die Spielfortsetzung war die Wiederholung des Eckballs, der zu dem Treffer geführt hatte. Begründung von Schiedsrichter Clément Turpin aus Frankreich: Er sah in einem (eher harmlosen) Schubser vor Erling Haaland ein Foulspiel, der Eckball war aber zum Zeitpunkt dieser Aktion noch nicht ausgeführt gewesen - deshalb gab es dann weder Freistoß für England noch Schiedsrichterball. Auch um das 1:1 gab es große Aufregung - der Ball hatte in der Entstehung des Angriffs, den Jude Bellingham abschloss, die Spider Cam berührt.
11.07.2026 • 22:57 Uhr
"Geburtshelfer" der Roten Karte, Antonio Rattín, ist tot
In die Geschichte des Weltfußballs ging der Argentinier Antonio Rattín durch seinen legendären Streit mit dem deutschen Schiedsrichter Rudolf Kreitlein bei der WM 1966 ein. Die Szene war ausschlaggebend für die Einführung Gelber und Roter Karten. Nun ist der einstige Mittelfeldspieler nach Angaben seines ehemaligen Clubs im Alter von 89 Jahren gestorben.
"Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Antonio Ubaldo Rattín, dem Idol und Aushängeschild unseres Vereins", teilte sein langjähriger Verein Boca Juniors am Samstag auf seinen Social-Media-Kanälen mit. Der Vorfall, der Rattín berühmt machen sollte, ereignete sich beim Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1966. Die Argentinier trafen auf Gastgeber England, der das Spiel 1:0 gewann. Der Stuttgarter Referee Kreitlein hatte Rattín bereits zweimal verbal verwarnt. Als der Südamerikaner erneut den Unparteiischen beschimpfte, verwies dieser ihm vom Platz.
11.07.2026 • 22:44 Uhr
Aufatmen bei England: Rice ist fit fürs Viertelfinale
Englands Mittelfeldstratege Declan Rice ist nach einem Magen-Darm-Infekt rechtzeitig fit geworden und steht in der Startaufstellung. Bei Norwegen ersetzt Andreas Schjelderup auf dem linken Flügel den Leipziger Antonio Nusa. Der Offensiv-Spieler wird zunächst auf der Bank Platz nehmen.
11.07.2026 • 21:47 Uhr
Vor Viertelfinals: Schweigeminute für verstorbenen WM-Teilnehmer Adams
Vor den Viertelfinalspielen England - Norwegen und Argentinien - Schweiz wird es eine Schweigeminute für Jayden Adams geben. Das hat die FIFA bekanntgegeben. Adams ist am Samstag im Alter von 25 Jahren verstorben. Der Südafrikaner hatte noch bei der WM für sein Land in allen drei Vorrunden-Spielen auf dem Platz gestanden.
11.07.2026 • 21:00 Uhr
Vor zwölf Jahren: Als die Schweiz sich 118 Minuten gegen Argentinien stemmte
Wer denkt, dass das Viertelfinal-Duell mit der Schweiz für Argentinien ein Selbstläufer wird, sollte sich an das letzte Aufeinandertreffen erinnern. Zwölf Jahre ist das her. Im Achtelfinale der WM 2014 stellte sich die Schweiz dem späteren Final-Gegner Deutschlands entgegen - und erzwang beinahe ein Elfmeterschießen. 118 Minuten lang stand es 0:0. Dann setzte Lionel Messi zum Dribbling an, spielte Ángel Di María im Strafraum frei - und der besorgte den 1:0-Endstand.
Die Schweiz steht erstmals seit 72 Jahren in einem WM-Viertelfinale. "Nach 72 Jahren mit der Schweiz hier stehen und gegen den Weltmeister spielen zu dürfen, macht mich sehr stolz. Aber ich bin nicht hergekommen, um nur hier zu stehen. Wir wollen natürlich auch den nächsten Schritt machen", erklärte Granit Xhaka. Um das zu erreichen, müssen die Eidgenossen im Viertelfinale Argentinien schlagen (3 Uhr, MESZ). Xhaka könnte sich für das Aus vor zwölf Jahren revanchieren. Xhaka, Lionel Messi und Ricardo Rodriguez sind die einzigen Spieler im Kader der beiden Mannschaften, die auch damals auf dem Platz standen.
11.07.2026 • 18:54 Uhr
"Süß wie Schweizer Schokolade" - Yakin will kein Bösewicht sein
Murat Yakin wurde von James Corden gehörig aufs Korn genommen. Beim US-Sender Fox hatte Corden den Nationaltrainer der Schweiz mehrfach mit zwielichtigen Gestalten verglichen – von James-Bond-Bösewicht bis Breaking-Bad-Drogen-Dealer. Nun hat Yakin Humor bewiesen und mit einem Video reagiert, das in Cordens Show "FIFA World Cup on FOX After Hours" gesendet wurde.
"Wir sind präzise wie eine Schweizer Uhr, zuverlässig wie eine Schweizer Bank, süß wie Schweizer Schokolade und hungrig wie der Steinbock in unseren fantastischen Bergen", sagte Yakin in dem Video, das die schweizerische Nationalmannschaft auch in ihrer Instagram-Story und die Botschaft des Landes in den USA auch auf der Plattform X teilte. "Und meine einzige böse Absicht ist ... andere Länder bei dieser Weltmeisterschaft zu schlagen." Das soll ab 3 Uhr (MESZ) Argentinien zu spüren bekommen.
11.07.2026 • 18:13 Uhr
Verwirrung um Broos - südafrikanischer Verband dementiert Abschied
Tritt er zurück oder macht er doch weiter? Am Donnerstag gab es Meldungen, wonach der Rücktritt von Südafrikas Nationaltrainer Hugo Broos offiziell sei. Ein Mitarbeiter des Verbands hatte die Nachricht der Nachrichtenagentur AFP bestätigt. Auch Broos selbst soll seinen Abschied der belgischen Zeitschrift Humo bestätigt haben.
Der Südafrikanische Fußballverband (SAFA) wies nun diese Meldungen als falsch zurück. "Broos bleibt Cheftrainer der Bafana Bafana. Berichte, die das Gegenteil behaupten sind vollkommen falsch", schrieb der SAFA auf seiner Webseite. Broos habe mit Südafrika Geschichte geschrieben, so der Verband weiter, nachdem die Nationalmannschaft erstmals die K.o.-Runde bei einer WM erreicht hatte. Broos werde nach einem kurzen Heimaturlaub Ende des Monats wieder nach Südafrika zurückkehren.
11.07.2026 • 16:54 Uhr
Extremes Wetter: Verschiebung bei England gegen Norwegen möglich
Heute Abend soll in Miami das WM-Viertelfinale zwischen England und Norwegen stattfinden. Doch das Wetter könnte Einfluss auf den Zeitpunkt des Anpfiffs oder zu Verzögerungen während des Spiels sorgen. Anpfiff ist um 17 Uhr Ortszeit (23 Uhr MESZ). Der US-Wetterdienst hat bereits für diese Uhrzeit in Miami eine Wetterwarnung wegen extremer Hitze ausgesprochen. Zudem könnte es schwere Gewitter geben. Die FIFA geht in einer offiziellen Mitteilung von einem geringen Risiko aus, dass es bei dem Spiel zu einer Verzögerung wegen des Wetters kommen könnte.
Das Stadion in Miami besitzt kein verschließbares Dach, kann daher weder vor der starken Hitze (prognostizierte gefühlte Temperatur bei bis zu 43 Grad) noch vor einem Gewitter schützen. Bei einem Blitzeinschlag im Umkreis von acht Meilen (etwa 13 Kilometer) zum Stadion wird die Partie zwingend für 30 Minuten gestoppt. Das WM-Achtelfinalspiel zwischen England und Mexiko war deshalb um eine Stunde verschoben worden.
11.07.2026 • 14:36 Uhr
England- und Norwegen-Fans vergnügen sich in Miami
Erst ganz viel Sonne und Temperaturen weiter über 30 Grad, dann ein heftiges Gewitter: Das Wetter in Miami spielte am Tag vor dem im Hard Rock Stadium stattfindenden Viertelfinale zwischen England und Norwegen heute Abend (23 Uhr MESZ, im Audiolivestream bei sportschau.de) verrückt. So lange es noch trocken war, vergnügten sich die Fans beider Nationen ausgiebig unter freiem Himmel.
Während die norwegischen Anhänger erneut kräftig "ruderten" und dazu "Ro! Ro! Ro!" skandierten, stimmten die Fans der "Three Lions" den Klassiker "Wonderwall" von der Band Oasis an, ihren inoffiziellen WM-Song. Natürlich durfte auch der eine oder andere Sprung ins kühle Nass in Miami Beach nicht fehlen. Es wurde bis in den Abend hinein draußen gefeiert. Dann beendete das Gewitter die Outdoor-Party.
11.07.2026 • 12:59 Uhr
FIFA verlangt für Endspiel-Tickets fast 30.000 Euro
Noch steht nicht fest, welches Team am 19. Juli das WM-Finale im New York New Jersey Stadium bestreiten wird. Klar war aber schon lange: Wer die Partie in der ersten Reihe verfolgen möchte, muss ganz tief in die Tasche greifen. Nun hat die FIFA weitere der begehrten Eintrittskarten für einige Plätze am Spielfeldrand über ihre offizielle Ticketplattform zum Verkauf angeboten.
Pro Karte ruft der Fußball-Weltverband dabei einen Preis von 32.970 US-Dollar (umgerechnet etwa 28.875 Euro) auf. Fraglich, ob je zuvor für ein Sportereignis ein so hoher Face Value (Originalpreis) für eine Eintrittskarte verlangt wurde.
Der aktuell günstigste verfügbare Preis beträgt 7.380 US-Dollar (circa 6.462 Euro) in der sogenannten "Kategorie 2". Die "Kategorie 1" kostet 10.990 Dollar (circa 9.623 Euro). In der "Front-Kategorie 1" gehen die Preise dann hinauf bis 32.970 Dollar.
11.07.2026 • 11:32 Uhr
Wer stoppt Haaland? Burn rückt in den Fokus
Wer stoppt Erling Haaland? Diese Frage bewegt England vor dem Viertelfinale heute Abend (23 Uhr, im Audiostream bei sportschau.de) gegen die Skandinavier und ihren Superstar, der bereits sieben Tore erzielt hat. Weil hinter dem Einsatz des zuletzt gesetzten Marc Guéhi (Oberschenkelprobleme) ein großes Fragezeichen steht, könnte plötzlich die Stunde von Dan Burn in der Innenverteidigung schlagen. Dan wer? mag sich so mancher Fan fragen. Denn der 34-Jährige ist im prominent besetzten englischen Kader eher ein "No Name".
Erst im März des vergangenen Jahres feierte der Abwehrspieler sein Länderspiel-Debüt. Dass ihn Trainer Thomas Tuchel in den WM-Kader berief, sorgte in England für Diskussionen. Doch bereits im Achtelfinale gegen Mexiko zeigte der 2,01-Meter-Mann nach seiner Einwechslung seinen Wert für das Team, als er für die in Unterzahl spielenden Briten zum Turm in der Abwehrschlacht wurde.
Und was nun für ihn gegen Norwegen spricht: Burn ist so etwas wie Haalands Albtraum. In acht Premier-League-Duellen mit seinem Klub Newcastle United gegen Haalands Manchester City ließ er lediglich einen Treffer des Ausnahmestürmers zu.
11.07.2026 • 10:35 Uhr
"Sind bereit": Xhaka mit Kampfansage an Argentinien
Die Schweiz hat durch den erstmaligen Einzug in ein WM-Viertelfinale bereits Geschichte geschrieben. Doch damit geben sich die Eidgenossen nicht zufrieden. Nun soll heute Nacht (3 Uhr MESZ, im Audiostream bei sportschau.de) auch Titelverteidiger Argentinien aus dem Weg geräumt werden. "Wir müssen dran glauben", fordert Kapitän Granit Xhaka von seinen Teamkameraden. "Es muss ein Spiel werden, in dem wir Freude haben und auch der ganzen Welt zeigen, dass auch eine kleine Nation wie die Schweiz einen Großen ärgern kann", führte der 33-Jährige aus. Er kündigte an, dass die Mannschaft "bereit sein" wird.
Schon einmal war die Alpenrepublik bei einer WM einer Überraschung gegen Argentinien ganz nah: Bei der Endrunde 2014 verloren die Schweizer das Achtelfinalspiel erst in der Verlängerung durch ein Tor von Ángel Di María in der 118. Minute. Sehr zum Ärger auch von Xhaka, der damals in der Startelf gestanden hatte, aber in der 66. Minute ausgewechselt wurde.
11.07.2026 • 09:38 Uhr
Argentiniens Fans tauchen Kansas City in blau-weiß
Die Fans von Argentinien fiebern ungeduldig dem Viertelfinalspiel ihres Teams gegen die Schweiz entgegen. Obwohl die Partie erst heute Nacht (3 Uhr MESZ, im Audiostream bei sportschau.de) angepfiffen wird, tauchten die Anhänger der "La Albiceleste" den Spielort Kansas City bereits 24 Stunden vorher in die Landesfarben blau-weiß.
Auf den Straßen wurde gesungen und gefeiert - und so manche Nachbildung des WM-Pokals in allen möglichen Größen schon einmal in die Luft gestemmt. Nun müssen Messi und Co. nur noch auf dem Rasen einen ähnlichen Einsatz zeigen wie ihre Fans - dann kann es auch mit der Titelverteidigung klappen.
11.07.2026 • 09:25 Uhr
FIFA verkauft Endspiel-Rasenstücke für 390 Euro
Bei dieser WM wird sogar der Final-Rasen verkauft. Schon mehr als eine Woche vor dem Endspiel können Fußball-Fans im Shop des Weltverbands FIFA Teile des Spielfelds erwerben, auf dem am 19. Juli in East Rutherford um den Pokal gespielt wird. Für umgerechnet jeweils rund 390 Euro bietet die FIFA die kleinen Rasenstücke zum Erwerb an. Der Verband weist extra darauf hin, dass die Einzelteile erst nach der Partie verschickt werden.
Die Rasenteile seien dauerhaft konserviert in einem hochwertigen Acrylblock und mit einem USB-Stick mit Echtheitszertifikat kombiniert. Jedes Exemplar sei "ein einzigartiges Sammlerstück, das eines der größten Sportereignisse der Welt würdigt", hieß es weiter. Auf der Homepage des Herstellers werden zudem noch weitere Editionen des Souvenirs angeboten - mit zusätzlichen Extras und in der teuersten Kategorie sogar für rund 2.500 Euro pro Stück.
11.07.2026 • 08:20 Uhr
Beckham spricht England vor Norwegen-Spiel Mut zu
Die englische Nationalmannschaft hat am Freitag (11.07.2026 MESZ) beim Training prominenten Besuch bekommen. David Beckham, langjähriger Kapitän der "Three Lions", weilte mit seinen Söhnen Romeo und Cruz der Übungseinheit vor, die im Florida Blue Training Center stattfand. Es ist das Trainingsgelände von MLS-Klub Inter Miami, an dem Beckham beteiligt ist. Der 51-Jährige hielt eine kurze Motivationsrede für das Team, das heute Abend (23 Uhr MESZ, im Audiostream bei sportschau.de) mit einem Sieg gegen Außenseiter Norwegen ins Halbfinale einziehen kann.
"Er hat uns einfach nur Glück gewünscht. Er war da, um uns zu unterstützen", erklärte Torjäger Harry Kane anschließend britischen Medien. Der Bayern-Star berichtet davon, dass der 115-malige Nationalspieler noch immer Feuer und Flamme für die "Three Lions" sei: "Wir wissen, wie viel es ihm bedeutet hat, für England zu spielen und der Kapitän gewesen zu sein."
10.07.2026 • 22:31 Uhr
Meeresschneckenart nach Kap-Verde-Torwart Vozinha benannt
Kap Verdes Nationaltorhüter Vozinha hat mit seinen starken Paraden bei der WM 2026 nicht nur mehr als 28 Millionen Instagram-Follower hinzugewonnen, sondern auch in der Zoologie Eindruck hinterlassen: Eine neu entdeckte Meeresschneckenart wurde nach ihm benannt. Das kleine rote Weichtier wurde vom Biologen Jesus Ortea in der Karibik entdeckt. Der entschied, es nach dem 40-Jährigen zu benennen. Die Schnecke trägt nun den Namen "Aldisa vozinha".
Ortea erklärte, er wolle Vozinhas "herausragende Rolle" würdigen, und wies darauf hin, dass dessen großes Spiel bei der WM gegen eine Mannschaft stattfand, die den Spitznamen "La Roja" - "Die Rote" - trägt. Beim 0:0 zum Auftakt gegen Europameister Spanien stand Vozinha im Mittelpunkt, mit starken Paraden verhinderte er eine Niederlage Kap Verdes und sorgte für eine der Überraschungen im Turnier.
10.07.2026 • 22:12 Uhr
Morddrohungen gegen Kolumbiens Jaminton Campaz
Der kolumbianische Fußballverband hat Morddrohungen gegen Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie nach dem WM-Aus der Südamerikaner öffentlich gemacht und scharf verurteilt. "Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, nur weil er sein Land im Sport vertritt", hieß es in einer Stellungnahme. Kolumbiens Fußballverband hat die Generalstaatsanwaltschaft des Landes aufgefordert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Hintermänner der Drohungen gegen Campaz zu forcieren.
"Zum Fußball gehören auch schwierige Momente", schrieb der beim argentinischen Verein Rosario Central unter Vertrag stehende Profi. "Mein Kolumbien, bitte lasst uns den Respekt niemals aus den Augen verlieren. Wir mögen unterschiedlicher Meinung sein oder Frustration und Traurigkeit empfinden, aber keine Leidenschaft rechtfertigt Hass oder ein Leben in Angst."
Wie "One Football" berichtete, hat sich der 25 Jahre alte Stürmer dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren. Campaz hatte bei der Achtelfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen die Schweiz in der Verlängerung die Chance zum Siegtreffer vergeben.
10.07.2026 • 21:53 Uhr
WM-Rekordserie von Spaniens Keeper Unai Simón reißt
Die WM-Rekordserie von Spaniens Nationaltorhüter Unai Simón ist nach 649 Minuten gerissen. Im Viertelfinale in Los Angeles gegen Belgien kassierte der Europameister von 2024 in der 41. Minute das 1:1 durch Charles De Ketelaere. Den vorherigen Rekord hielt der Italiener Walter Zenga, der bei der WM 1990 im eigenen Land 517 Minuten ohne Gegentreffer geblieben war.
Simón übernahm den Rekord im Gruppenspiel gegen Österreich. Letztmals auf der WM-Bühne überwunden wurde Simón zuvor vom Japaner Ao Tanaka beim 1:2 in der Vorrunde der WM 2022. Während seiner erfolgreichen Serie hatte Simón bis zum Spiel gegen Belgien lediglich in einem Elfmeterschießen hinter sich greifen müssen.
10.07.2026 • 21:00 Uhr
"Schmerzt extrem" - Schweiz ohne Johan Manzambi gegen Argentinien
Die Schweiz muss im WM-Viertelfinale gegen Titelverteidiger Argentinien (Sonntag, 3 Uhr MESZ) auf ihren verletzten Jungstar Johan Manzambi verzichten. "Johan kann morgen leider nicht spielen. Wir haben es versucht, Johan fit zu bekommen, aber das lässt es noch nicht zu", sagte Trainer Murat Yakin. "Das schmerzt extrem."
Manzambi hatte das Training am Tag vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien wegen einer Knieprellung abbrechen müssen und fehlte beim Erfolg im Elfmeterschießen. Der 20-jährige Offensivspieler hat bei diesem Turnier drei Treffer erzielt. Mit seiner Torgefahr und Schnelligkeit wäre er beim Umschaltspiel, das gegen Argentinien besonders wichtig werden dürfte, ein Schlüsselspieler gewesen.
10.07.2026 • 20:48 Uhr
Aus gegen Belgien sorgt für TV-Rekord in den USA
Das WM-Achtelfinale von Hauptgastgeber USA gegen Belgien (1:4) hat in den Vereinigten Staaten für Rekordeinschaltquoten für ein Sportereignis außerhalb der Football-Liga NFL in diesem Jahrhundert gesorgt. Wie der US-Verband mitteilte, schalteten im Schnitt 50,1 Millionen Menschen bei der Partie ein, die durch die "Causa Balogun" auch außerhalb der Fußballseiten die Schlagzeilen geprägt hatte.
10.07.2026 • 20:41 Uhr
So will die Schweiz Argentinien ärgern
Die Schweiz ist im WM-Viertelfinale gegen Argentinien (Sonntag, 3 Uhr MESZ) klarer Außenseiter - und fühlt sich in dieser Rolle sehr wohl. Mit dem richtigen Matchplan wollen die Eidgenossen dem großen Favoriten ein Bein stellen. "Sie sind spielerisch sehr stark, sie verteidigen gut und haben eine sehr gute Balance", sagte Nationaltrainer Murat Yakin. "Diese Balance werden wir auch brauchen. Außerdem müssen wir dagegenhalten und dürfen nicht zurückstecken. Wir müssen aktiv sein und versuchen, unser Spiel zu spielen."
Der Schweizer Kapitän Granit Xhaka sieht dem Duell mit Argentinien "sehr entspannt" entgegen. "Wir müssen versuchen, das Spiel zu genießen", blickte der Mittelfeldspieler voraus. "Der Schlüssel wird unsere Einheit sein. Es macht uns stark, dass wir füreinander kämpfen, füreinander laufen und den Fußball spielen, der uns stark gemacht hat. Wir wollen so lange wie möglich gegen Argentinien im Spiel bleiben und unsere Möglichkeiten ausnutzen. Wir werden auf jeden Fall bereit sein."
Die Schweiz hat mit dem ersten Viertelfinal-Einzug seit der Heim-WM 1954 schon jetzt die Erwartungen weit übertroffen. Noch nie waren die Eidgenossen in einem Halbfinale.
10.07.2026 • 20:15 Uhr
Belgiens Trainer: Uns ist egal, ob US-Fans gegen uns sind
Vor dem Viertelfinale gegen Spanien macht sich Belgiens Trainer Rudi Garcia nach eigenen Worten keine Sorgen wegen einer möglicherweise feindseligen Stimmung im Stadion gegen sein Team. Belgien hatte im Achtelfinale Co-Gastgeber USA mit 4:1 besiegt, nachdem es viel Wirbel um die zur Bewährung ausgesetzte Rote Karte für US-Profi Folarin Balogun gegeben hatte.
"Wir haben die USA gerade erst geschlagen in einem Spiel, in dem jeder gegen uns war, also kann es morgen nicht komplizierter sein", sagte Garcia vor dem Duell in Los Angeles. "Ich weiß nicht, wie es morgen sein wird, aber es sind nicht die Zuschauer, die Tore schießen. Wir spielen gegen Spanien."
10.07.2026 • 18:30 Uhr
De la Fuente erwartet Leistungssteigerung bei Lamine Yamal
Spaniens Nationaltrainer weiß, dass von Superstar Lamine Yamal noch einiges erwartet werden darf. "Er hat unglaubliches Potenzial, aber wir haben den besten Lamine noch nicht gesehen", sagte Luis de la Fuente vor dem Viertelfinale in Los Angeles. Der 19-Jährige Yamal kam bei fünf Einsätzen erst auf einen Treffer. Mit der Einstellung Yamals hätten die bislang eher unauffälligen Auftritte aber nichts zu tun, versicherte de la Fuente. "Seine Motivation ist hoch, man muss ihn sogar zurückhalten", sagte er.
Die Rolle des Favoriten gegen Belgien wies de la Fuente, dessen Mannschaft bei der WM bislang kein Gegentor kassiert hat, nicht von sich. "Ich habe keine Angst davor, Favorit zu sein", sagte er, "aber es gibt keine Favoriten, es kann im Spiel immer etwas passieren, dass das ändert."
10.07.2026 • 17:31 Uhr
Broos tritt als Nationaltrainer zurück
Hugo Broos ist wie erwartet nicht länger Nationaltrainer von Südafrika. Der 74-Jährige habe sein Amt niedergelegt, bestätigte ein Vertreter des südafrikanischen Verbands. Bei der Weltmeisterschaft hatte der Belgier Südafrika zum ersten Mal überhaupt in die K.o.-Phase geführt, war im Sechzehntelfinale aber an den Kanadiern gescheitert.
Broos hatte seinen Abschied bereits wenige Tage zuvor gegenüber der belgischen Zeitschrift Humo angekündigt und erklärt, Verbandspräsident Danny Jordaan wolle ihn in anderer Rolle behalten. Als möglicher Nachfolger auf der Bank gilt der ehemalige Nationaltrainer Pitso Mosimane, der Südafrika schon 2010 als damaliger Co-Trainer nach der WM im eigenen Land übernommen hatte.
10.07.2026 • 16:47 Uhr
Offiziell: Jorge Jesus übernimmt portugiesische Nationalelf
Wenige Tage nach dem WM-Aus hat der portugiesische Fußballverband mit Jorge Jesus einen neuen Nationaltrainer präsentiert. "Heute beginnt eine neue Reise. Herzlich willkommen in der Nationalmannschaft, Herr Jorge Jesus", schrieb der portugiesische Verband in den sozialen Netzwerken.
Jesus' Vorgänger Martínez war nach dem 0:1 im WM-Achtelfinale in Arlington im US-Staat Texas gegen Mitfavorit Spanien zurückgetreten. Der 52-Jährige war dreieinhalb Jahre im Amt und hatte mit Portugal 2025 die UEFA Nations League gewonnen.
Portugal ist mit Spanien und Marokko Co-Gastgeber der WM 2030, je ein Spiel findet in Uruguay, Argentinien und Paraguay statt.
10.07.2026 • 16:00 Uhr
Mohamed Salah: "Diese Mannschaft hat euer Vertrauen verdient"
Nach seinem unglücklichen WM-Aus im Achtelfinale ist das ägyptische Nationalteam in der Heimat begeistert empfangen worden. Kapitän Mohamed Salah wendete sich an die Fans. Er schöpfe Mut aus dem erstmaligen Erreichen der K.o.-Phase und versprach, dass das Team bei den kommenden Turnieren noch besser werde. "Diese Mannschaft hat euer Vertrauen verdient."
Das Aus im Achtelfinale gegen Argentinien stößt vor allem bei Trainer und Verband auf Kritik. Der Verband hat wegen des WM-Aus Beschwerde gegen den französischen Referee François Letexier und dessen Assistenten eingereicht. Nach Ansicht des Verbandschefs Hany Abo Rida unterliefen den Schiedsrichtern eklatante Fehler, er monierte auch eine Doppelmoral. Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan war unmittelbar nach dem Aus außer sich gewesen. "Uns ist Unrecht widerfahren", schimpfte er. Seiner Meinung nach habe "die argentinische Seite Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt". Er kündigte an, die weitere WM zu boykottieren.
10.07.2026 • 14:25 Uhr
Nach 130 Einsätzen: Mané tritt aus Nationalteam zurück
Der frühere Bundesliga-Profi Sadio Mané ist laut Medienberichten aus der senegalesischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Unter anderem zitierte die senegalesische Zeitung "Le Quotidien" aus einem Abschiedsbrief des Ex-Stürmers vom FC Bayern München.
"Ihr sollt wissen, dass ich für diese Flagge alles geopfert habe. Ich habe mein Bestes gegeben und stets mit aller Kraft für unser Vaterland gekämpft", schrieb der 34-Jährige und bedankte sich bei allen, die ihm in seiner Karriere beigestanden haben. "Eure beständige Unterstützung war der Motor meines Erfolgs."
Er kündigte an, weiter für Senegals Fußball zu arbeiten. "Ich werde meine Erfahrung gerne in den Dienst der Nation stellen, sei es im Trainerstab, auf der Trainerbank oder in den Führungsgremien." Aktuell steht Mané bei Al-Nassr FC in Saudi-Arabien unter Vertrag. Er bestritt 130 Länderspiele, in denen ihm 54 Tore gelangen. Der Stürmer war mit Senegal bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada im Sechzehntelfinale mit 2:3 nach Verlängerung gegen Belgien ausgeschieden.
10.07.2026 • 13:25 Uhr
England isoliert Rice - Bangen auch um Guéhi
England bangt vor dem Viertelfinale am Samstag (11.07.2026, 23 Uhr MESZ, im Audiostream bei sportschau.de) gegen Norwegen um die Einsätze von Innenverteidiger Marc Guéhi und Mittelfeldakteur Declan Rice. Guéhi, der in den vergangenen vier Partien in der Startelf stand, laboriert an Oberschenkelproblemen.
Noch schlimmer hat es Rice erwischt. Den 27-Jährigen zwickt es nicht nur im Rücken und Oberschenkel, er soll sich nach Informationen der "Daily Mail" auch einen Infekt eingefangen haben. Der Profi von Meister FC Arsenal sei deshalb aus Vorsichtungsgründen vom Team isoliert worden, hieß es. Noch aber herrsche Optimismus, dass Rice gegen Norwegen auflaufen könne, schrieb die Zeitung.
10.07.2026 • 10:15 Uhr
Ausschreitungen in Düsseldorf nach Marokko-Aus
Das WM-Aus Marokkos im Viertelfinale gegen Frankreich hat zu Ausschreitungen in Düsseldorf geführt. Wie ein WDR-Team beobachtete, warfen auf der Fanmeile in der Ellerstraße Vermummte Böller und Glasflaschen in die Menschenmenge. Zudem wurden Raketen gezündet, Molotow-Cocktails geworfen und Mülltonnen umgestoßen. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, um die Lage zu beruhigen. Bei dem Einsatz wurden drei Polizeibeamte verletzt, einer von ihnen ist derzeit nicht mehr dienstfähig. Zwei Personen wurden vorläufig festgenommen und mehrere Strafanzeigen gestellt.
In vielen Städten Nordrhein-Westfalens hatten sich am Donnerstagabend (09.07.2026) Marokko-Fans getroffen, um das Spiel gemeinsam zu schauen. Ausschreitungen gab es anschließend jedoch nur in Düsseldorf. Dort hatten rund 1.500 Fans die Partie zusammen verfolgt.
10.07.2026 • 09:47 Uhr
Sporting untersagt Belgier Debast Einsatz gegen Spanien
Belgiens Trainer Rudi Garcia muss im Viertelfinale am Freitagabend (10.07.2026, 21 Uhr MESZ, im Audiostream bei sportschau.de) gegen Spanien neben Amadou Onana (Kreuzbandriss) auch auf Zeno Debast verzichten. Wie der belgische Fußballverband, der Koninklijke Belgische Voetbalbond (KBVB), mitteilte, habe Sporting Lissabon dem Innenverteidiger den Einsatz gegen die Iberer untersagt. Nach Ansicht der medizinischen Abteilung des portugiesischen Vereins sei der 22-Jährige nach einer Ende Mai erlittenen Oberschenkelverletzung noch nicht wieder zu 100 Prozent fit. Diese Einschätzung weiche von der des KBVB ab, hieß es vom belgischen Verband.
"Er könnte durchaus spielen. Ich möchte jetzt nicht zu viel dazu sagen, um keine Diskussion auszulösen. Ich werde mich dazu nach der Weltmeisterschaft äußern", erklärte Garcia. Der Trainer hat Debast bei der Endrunde ohnehin noch nicht eingesetzt. In den ersten vier Partien der "Roten Teufel" fehlte er noch verletzungsbedingt, im Achtelfinale gegen die USA saß der Defensivspezialist dann auf der Bank. Aktuell trainiert der 22-Jährige individuell.
10.07.2026 • 00:31 Uhr
Entwarnung bei Mbappé nach Tritt auf die Ferse
Den Elfmeter verschossen, den Sieg vergoldet und den Knöchel verletzt? Nach dem Einzug ins Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft kann die französische Nationalmannschaft weiter mit ihrem Starstürmer Kylian Mbappé planen.
Der 27-Jährige wurde beim 2:0 (0:0) gegen Marokko mit Schmerzen ausgewechselt. Nach dem Schlusspfiff hüpfte er allerdings jubelnd über den Platz - und gab Entwarnung. "Ich habe einen Schlag auf die Ferse bekommen, aber es geht mir gut", sagte Mbappé im Anschluss. Er hatte sich in der 76. Minute mit schmerzverzerrtem Gesicht auf den Rasen gesetzt, kurz darauf wurde er ausgewechselt. Auf der Bank hatte er einen dicken Eisbeutel am rechten Knöchel. Doch auch Frankreichs Trainer Didier Deschamps versicherte: "Da ist nichts Ernstes."
Bislang ist der Angreifer von Real Madrid Frankreichs Schlüsselspieler. In sechs Einsätzen erzielte er acht Tore und bereitete drei weitere vor. Auch gegen Marokko war er der entscheidende Mann. Zwar verschoss er zunächst einen Foulelfmeter (28. Minute), unbeirrt davon verhalf er Frankreich mit dem Führungstreffer (60.) und der Vorlage für Ousmane Dembélé (66.) später zum Sieg.
09.07.2026 • 22:14 Uhr
Medien: US-Stürmer Pulisic droht längere Pause
US-Stürmer Christian Pulisic hat sich bei der WM-Achtelfinalniederlage gegen Belgien (1:4) einem Medienbericht zufolge eine Knochenprellung und eine Mikrofraktur im rechten Bein zugezogen. Er wird mehrere Wochen ausfallen, wie das Portal "The Athletic" mit Verweis auf mit der Diagnose vertraute Personen sowie weitere US-Medien berichten. Demnach könnte der Stürmer von AC Mailand aber zum Saisonstart Ende August wieder fit sein. Eine Bestätigung des US-Verbands steht noch aus.
09.07.2026 • 21:51 Uhr
Ayyoub Bouaddi - vom Kapitän Frankreichs U21 zu Marokko
Gleich sechs Spieler der Marokkaner stammen aus Frankreich. Der erst 18 Jahre alte Ayyoub Bouaddi etwa wurde in der Nähe von Paris geboren und durchlief bis zur U21 alle französischen Nationalteams. Nun steht er im Kader von Marokko und will sein Geburtsland ärgern.
Zusätzliche Brisanz birgt das erst zweite Pflichtspiel beider Nationen durch die Geschichte, erst 1956 wurde Marokko unabhängig von Frankreich und Spanien.
09.07.2026 • 21:41 Uhr
Duell gegen das Geburtsland: Haaland zählt auf die Presse
Vor dem besonderen Duell gegen sein Geburtsland hat Norwegens Starstürmer Erling Haaland bei der Fußball-Weltmeisterschaft mit ersten Psychospielchen begonnen und zählt dabei auch auf die Mithilfe der Presse. "Ich denke, es gibt einige klare Favoriten - und England gehört dazu", sagte Haaland vor dem Viertelfinale gegen die "Three Lions" am Samstagabend (23 Uhr): "Ihr solltet den englischen Jungs ordentlich Druck machen."
Norwegen geht als klarer Außenseiter ins Spiel. Doch bei der ersten WM-Teilnahme seit 1998 liegt den Skandinaviern die Rolle des Underdogs. "Mit Norwegen im WM-Viertelfinale zu stehen, ist selbst für mich ziemlich überraschend", sagte Haaland: "Gegen Brasilien zu spielen, war für uns Norweger schon irgendwie verrückt, gegen Brasilien zu gewinnen und dann im Viertelfinale der WM in den USA gegen England anzutreten – das ist schon etwas ganz Besonderes."
Auch für ihn persönlich sei es besonders, "weil ich in England spiele und dort geboren wurde – und man trifft auch auf Teamkollegen und so weiter. Es ist eine interessante Konstellation, es wird sicher ein schönes Spiel." Haaland (25) kam in England zur Welt, da sein Vater Alf-Inge Haaland damals für Leeds United spielte. Bei seinem ersten großen internationalen Turnier glänzt Haaland für sein Land. Bislang erzielte er sieben Treffer in vier Spielen.
09.07.2026 • 20:16 Uhr
Nach Rot gegen Mexiko: Zwei Spiele Sperre für Englands Quansah
Dem englischen Fußball-Nationalspieler Jarell Quansah bleibt nach seiner Roten Karte im WM-Achtelfinale gegen Mexiko vorerst nur Daumen drücken übrig. Wie der Weltverband FIFA am Donnerstag mitteilte, wird der Innenverteidiger von Bayer Leverkusen für zwei Spiele gesperrt.
Quansah verpasst somit das Viertelfinale gegen Norwegen am Samstagabend (23 Uhr) in Miami und auch ein mögliches Halbfinale gegen Argentinien oder die Schweiz. Erst im Endspiel oder dem Spiel um Platz drei könnte der 23-Jährige wieder eingreifen.
09.07.2026 • 19:33 Uhr
Marokko-Fans träumen vom WM-Sieg
Mit Marokko-Fahnen und Trikots stimmen sich die ersten Fans in Düsseldorf-Oberbilk schon seit Mittag auf das Viertelfinale gegen Frankreich ein. Anpfiff ist um 22 Uhr (im Livestream auf Sportschau.de). Spätestens während der Partie verwandelt sich die Ellerstraße im sogenannten "Maghreb-Viertel" in eine Fan-Meile.
In Düsseldorf lebt die größte marokkanische Community Deutschlands. Dass Marokko ausgerechnet gegen "Les Bleus" spielt, ist für die Marokko-Fans besonders brisant. Bei der letzten WM 2022 trafen beide Mannschaften im Halbfinale aufeinander. Frankreich gewann und beendete damit den historischen WM-Lauf des nordafrikanischen Staats.
09.07.2026 • 19:09 Uhr
Riesige WM-Euphorie in Norwegen
In Norwegen steigt die Spannung vor dem Viertelfinale gegen England am Samstag (23 Uhr). Das historische Spiel sorgt im ganzen Land für Begeisterung. Allein im Zentrum der Hauptstadt Oslo werden zu einem großen WM-Volksfest erneut rund 100.000 Menschen erwartet. 22.000 Tickets für ein Public-Viewing-Event in einem Stadion in der Stadt waren am Donnerstag nach Angaben des Veranstalters "innerhalb von Sekunden" vergriffen, wie norwegische Medien berichteten.
Auch mehrere Sonderflüge von Oslo nach Miami, dem Austragungsort des Viertelfinales, waren umgehend ausgebucht. Während Norwegen-Trikots schon vor der WM ausverkauft waren und auch jetzt wieder ein seltener Fund sind, ist der Ansturm auf alles andere im Landeslook in vollem Gange. Wo es noch Schals und Flaggen gibt, stehen Norweger laut des Senders NRK teils stundenlang dafür an. Wer die nicht mehr abbekommt, durchstöbert demnach Souvenirläden nach anderen Norwegen-Fanartikeln oder häkelt sich den Fischerhut in Nationalfarben eben selbst.
09.07.2026 • 18:44 Uhr
Marokko-Spieler jubeln gemeinsam mit ihren Müttern
Die marokkanischen Spieler pflegen eine besondere Verbindung zu ihren Müttern und jubeln nach den Spielen mit ihnen gemeinsam auf dem Feld.
09.07.2026 • 18:22 Uhr
Frankreich verschärft Sicherheitsmaßnahmen vor Viertelfinale
Frankreich rüstet sich vor dem WM-Viertelfinale gegen Marokko am Abend (ab 22.00 Uhr im Livestream auf Sportschau.de) für mögliche Ausschreitungen. Alle Sicherheitskräfte seien in vollem Umfang im Einsatz, um sicherzustellen, dass das Viertelfinalspiel ein Fest bleibe, hieß es aus dem Innenministerium in Paris. Gemeinsam mit der Nationalpolizei, der Gendarmerie und den Polizeidirektionen liefen entsprechende Vorbereitungen.
In mehreren Städten werde mit großen Menschenansammlungen gerechnet, die ein schnelles und entschlossenes Eingreifen erfordern könnten, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen, sollte es zu Unruhen kommen. Das Ziel sei, es allen Fans zu ermöglichen, das Spiel in aller Ruhe in vollen Zügen zu genießen und den Sieg ihrer Mannschaft zu feiern, während gegenüber Unruhestiftern gleichzeitig mit größter Entschlossenheit vorgegangen werde, hieß es aus dem Ministerium. Im südfranzösischen Departement Aude wurde rund um das Viertelfinale und auch angesichts der aktuellen Hitzewelle der Verkauf von Alkohol und der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum vorübergehend untersagt.
In Frankreich leben schätzungsweise 2 bis 2,2 Millionen Marokkaner und Menschen mit marokkanischen Wurzeln. Knapp hinter den Algeriern sind sie die zweitgrößte Einwanderergruppe in Frankreich.
09.07.2026 • 14:59 Uhr
Haaland, Mbappé und Messi auf der Jagd nach Fontaines Rekord
Als Frankreich 1958 erstmals in ein WM-Halbfinale einzog, hatte Just Fontaine daran mit 13 Treffern großen Anteil. Der in Marokko geborene Stürmer, der seine Laufbahn bei USM Casablanca begann und ab 1953 in der französischen Ligue 1 fortsetzte, schied damit einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt zu haben. Nun aber könnte diese Bestmarke vielleicht in den USA eingestellt oder sogar geknackt werden.
Denn Argentiniens Superstar Lionel Messi, Führender der ewigen WM-Torschützenliste, steht vor dem Viertelfinale des Titelverteidigers gegen die Schweiz (Sonntag, 3 Uhr MESZ, im Audiostream bei sportschau.de) bereits bei acht Turniertoren und hat im besten Fall noch drei Spiele Zeit, Fontaines Rekord zu brechen. Auch Erling Haaland und Kylian Mbappé (je sieben Tore) sind in Topform und könnten dem Rekord des am 1. März 2023 verstorbenen Fontaine noch gefährlich werden.
09.07.2026 • 13:52 Uhr
Heute vor 20 Jahren: Frankreich verliert WM-Endspiel gegen Italien
Auf den Tag genau vor 20 Jahren platzte der Traum Frankreichs vom zweiten WM-Titel. Im Finale der Endrunde in Deutschland unterlagen "Les Bleus" Italien mit 3:5 im Elfmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es nach Treffern von Zinédine Zidane (7./Elfmeter) und Marco Materazzi (19.) 1:1 gestanden. Die beiden Torschützen gerieten in der Verlängerung aneinander. Nach einem verbalen Disput streckte der Franzose den Italiener in seinem letzten Spiel als Profifußballer mit einem Kopfstoß nieder und sah für diese Tätlichkeit die Rote Karte.
20 Jahre später ist Zidane am Jahrestag des Finals In New York zu sehen. Allerdings nur auf Leinwand. Denn das Solomon R. Guggenheim Museum zeigt noch bis zum 19. Juli den Film über den früheren französischen Weltklasse-Spieler mit dem Titel: "Zidane - Ein Porträt im 21. Jahrhundert".
Der 54-Jährige, dessen Sohn Luca im Kader Algeriens bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko stand, drückt den Franzosen, die am Donnerstagabend (09.07.2026, 22 Uhr MESZ, im Livestream bei sportschau.de) im Viertelfinale auf Marokko treffen, übrigens vor Ort die Daumen.
09.07.2026 • 12:57 Uhr
Nach nur einem Tag: Norwegen wechselt Hotel
Norwegens Nationalteam ist vor dem WM-Viertelfinale kurzfristig umgezogen. Weil der Mannschaft das Hotel in Fort Lauderdale nicht gefiel, wechselte sie nach nur einer Nacht die Unterkunft. "Es gab einige Dinge, die hätten besser laufen können, und wir haben sie behoben", sagte Kapitän Martin Ödegaard auf einer Pressekonferenz auf dem Trainingsgelände des MLS-Klubs Inter Miami, "einfach, um uns bestmöglich auf ein wichtiges Spiel vorzubereiten."
Die Skandinavier treffen am Samstag (11.07.2026, 23 Uhr MESZ, im Audiostream bei sportschau.de) in Miami auf England. Das Portal "VG" berichtete, dass vor dem Hotel The Dalmar in Fort Lauderdale eine große Baustelle sei, zudem liege es an einer stark befahrenen Straße. "Da liefen ein paar Dinge nicht rund", sagte Trainer Stale Solbakken, "die FIFA hat dem zugestimmt." Es habe keinen Aufenthalts- und Besprechungsraum gegeben. "Insgesamt gab es zu viele Kleinigkeiten", so der Coach.
09.07.2026 • 11:18 Uhr
Zuschauerschnitt geringer als 1994 - dennoch Rekord
Bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko kommen im Schnitt weniger Zuschauer in die Stadien als bei der letzten Ausgabe in Nordamerika 1994. Vor den Viertelfinals, die heute mit dem Duell Frankreich gegen Marokko (22.00 Uhr MESZ/ ARD) beginnen, liegt die durchschnittliche Zuschauerzahl nach Angaben der FIFA bei 65.204 je Partie.
1994 lag der Durchschnitt nach dem Finalsieg von Brasilien gegen Italien bei 68.991 Zuschauern. Diesen Wert kann das Turnier in diesem Jahr auch dann nicht mehr erreichen, sollten alle weiteren Partien bis auf den letzten Platz voll besetzt sein.
Wegen der deutlich höheren Anzahl an Spielen und 48 teilnehmenden Mannschaften sprengt die WM den Zuschauerrekord aber deutlich. Schon vor den abschließenden acht Begegnungen haben nach Angaben der FIFA 6.259.584 Menschen die bislang 96 Partien besucht.
09.07.2026 • 07:56 Uhr
Schiri-Boss Collina weist Kritik aus Ägypten zurück
FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die aus Ägypten geäußerte Vermutung einer Bevorteilung von Lionel Messi bei der WM scharf zurückgewiesen. "Unbegründete Anschuldigungen haben in unserem Sport keinen Platz", wird der Italiener auf der Homepage des Weltverbandes zitiert, ohne einen konkreten Fall zu nennen.
Collina fügte aber vielsagend an: "Niemand kann behaupten, dass Schiedsrichterentscheidungen von irgendjemandem beeinflusst werden können, nicht einmal vom FIFA-Präsidenten."
09.07.2026 • 00:52 Uhr
Geplanter Wechsel vollzogen: Márquez übernimmt bei Mexiko
Wenige Tage nach dem WM-Aus Mexikos im Achtelfinale ist der lang geplante Trainerwechsel in der Nationalmannschaft nun perfekt. Der ehemalige Starspieler und bisherige Assistenztrainer Rafael Márquez übernimmt die Nachfolge seines Mentors Javier Aguirre als Chefcoach, wie der mexikanische Fußballverband mitteilte.
"Die Ernennung von Rafael Márquez ist Teil eines geordneten Übergangs", hieß es in der offiziellen Mitteilung. Die Beförderung des 47-Jährigen zum Cheftrainer war seit seiner Ernennung zum Assistenztrainer vor zwei Jahren für die Zeit nach der WM in Mexiko, den USA und Kanada vorgesehen worden. Der 20 Jahre ältere Aguirre hat Márquez auf seine neuen Aufgaben mit Blick auf die WM 2030 vorbereitet.
Nach der dramatischen 2:3-Achtelfinalniederlage gegen England im Aztekenstadion hatte "El Vasco" das Ende seiner dritten Amtszeit als Nationaltrainer Mexikos bestätigt. Der neue Chefcoach ist eine Ikone des mexikanischen Fußballs. Der ehemalige Abwehrspieler des FC Barcelona absolvierte fünf Weltmeisterschaften für Mexiko und gilt als einer der bedeutendsten ehemaligen Fußballer des Landes.
08.07.2026 • 22:50 Uhr