WM-News: Slaven Bilic neuer Nationaltrainer von Kroatien
WM-Liveblog
Stand: 13.07.2026 • 14:31 Uhr
Alle News, kuriose Geschichten und Eindrücke von vor Ort rund um die WM 2026 im Liveblog.
Bilic beerbt Dalic als Kroatien-Trainer
Der ehemalige Bundesliga-Verteidiger Slaven Bilic wird abermals Trainer der kroatischen Fußball-Nationalmannschaft. Das Exekutivkomitee habe einem entsprechenden Vorschlag von Präsident Marijan Kustic zugestimmt, teilte der Verband HNS am Montag mit, ohne eine Vertragslaufzeit zu nennen. Bilic, der die "Feurigen" bereits zwischen 2006 und 2012 betreut hatte, folgt auf Erfolgscoach Zlatko Dalic. Dieser war nach dem Aus im WM-Sechzehntelfinale gegen Portugal (1:2) zurückgetreten.
"Die Nachfolge von Zlatko anzutreten, ist keine leichte Aufgabe", sagte Kustic über den Vize-Weltmeister von 2018 und WM-Dritten von 2022, "doch wir sind davon überzeugt, dass Slaven der richtige Mann für diese Rolle ist." Bilic, zuletzt auf der Bank des saudischen Erstligisten Al-Fateh, sprach von der "größtmöglichen Ehre".
13:42 Uhr
Frankreich will mit "Gangsta"-Mentalität zum WM-Titel
Sich mit Frankreichs Fußballern anzulegen, es kann schlimm enden. Diese Erfahrung mussten bei der WM schon der Senegal (3:1), Irak (3:0), Norwegen (4:1), Schweden (3:0), Paraguay (1:0) und Marokko (2:0) machen. "Les Bleues" präsentierten sich mit Ausnahme des Achtelfinalspiels gegen Deutschland-Bezwinger Paraguay in absoluter Topform. Und das gründet nicht nur auf der hohen individuellen Qualität der Franzosen, sondern auch ihrer Einstellung.
Eine Einstellung, die das Team mit einem Spitznamen verdeutlichen möchte: "Die bösen Jungs". So tauften sich Kylian Mbappé und Co. während der Endrunde selbst, wie nun vor dem Semifinale am Dienstag (21 Uhr, im Audiostream bei sportschau.de) gegen Spanien an die Öffentlichkeit kam. "Dieser Name spiegelt die Mentalität der Mannschaft wider. Er soll uns motivieren und zeigen, dass wir ein Team voller Kämpfer sind, Krieger, die diesen Wettbewerb erhobenen Hauptes verlassen wollen", erklärte Verteidiger Maxence Lacroix.
Ob sich der Spitzname bereits bis zu den Spaniern herumgesprochen hat, ist aber fraglich. Denn deren Rechtsaußen Lamine Yamal ließ ebenfalls im Vorfeld des Duells verlauten: "Wenn jemand Angst haben sollte, dann sie."
12:43 Uhr
Geburtstagskind Yamal richtet Kampfansage an Frankreich
Mit einem "gealterten" Lamine Yamal geht Spanien am Dienstag (21 Uhr, im Audiostream bei sportschau.de) ins Halbfinale gegen Frankreich. Denn der Rechtsaußen feierte am Montag seinen 19. Geburtstag. Auf eine große "Sause" verzichtete der Offensiv-Star des FC Barcelona zwangsläufig. Yamal musste sich wie am Tag zuvor Nico Williams, der sein 24. Lebensjahr vollendet hatte, mit einer Torte zufriedengeben.
Muss seine Geburtstagsparty verschieben: Spaniens Rechtsaußen Lamine Yamal.
Doch aufgeschoben soll nicht aufgehoben sein. Denn Yamal ist sich ganz sicher, mit den Spaniern ins WM-Finale am Sonntag einzuziehen. "Wenn jemand Angst haben sollte, dann sie", richtete der Flügelstürmer eine Kampfansage an die Franzosen. Zugleich zeigte das Geburtstagskind aber auch großen Respekt vor dem kommenden Gegner: "Für mich sind wir die beiden besten Mannschaften dieser WM."
11:07 Uhr
Chilene fährt mit rollendem Stickeralbum durchs Land
Mit Cristiano Ronaldo auf dem Dach und Lionel Messi auf dem Kotflügel ist ein Chilene durch sein Heimatland gefahren. Natürlich begleiteten den Fußball-Fan die Stars nicht persönlich bei seiner Tour. Sie klebten als Bilder aus der offiziellen WM-Stickerkollektion auf seinem Auto. Doch nicht nur Ronaldo und Messi zierten den Neuwagen des 33-Jährigen.
Nachdem er Tausende von Kilometer zurückgelegt hatte, war sein Wagen komplett mit Aufklebern überzogen. Denn jeder, der wollte, durfte Sticker auf das fahrende Album kleben. Zu seinen Beweggründen für die kuriose Aktion sagte der Chilene, dass er es gemacht habe, weil er als Kind nie die Chance hatte, ein Album zu besitzen: "Weil meine Familie es sich nicht leisten konnte."
10:36 Uhr
Kane verteidigt Tuchel: "Versucht, das Beste aus uns herauszuholen"
Nach dem indirekten Wortduell zwischen Doppeltorschütze Jude Bellingham und Thomas Tuchel hat Englands Kapitän Harry Kane seinen Trainer verteidigt. "Er versucht, das Beste aus uns herauszuholen und wir wissen, dass wir noch ein Level besser spielen können. Wir haben das gegen Norwegen nur in Ansätzen gezeigt", sagte der Stürmer des FC Bayern.
Nach dem 2:1 nach Verlängerung im WM-Viertelfinale gegen Norwegen hatte Tuchel direkt nach dem Abpfiff am TV-Mikrofon gesagt, seine Mannschaft habe Glück gehabt, sei nachlässig gewesen und habe viele technische Fehler gemacht. Bellingham konterte in der Interviewzone, als er mit den Aussagen konfrontiert wurde. "Wahrscheinlich weiß er nicht, wie es ist, bei diesen Bedingungen gegen Erling Haaland, Martin Ödegaard, Antonio Nusa und Alexander Sörloth zu spielen", erklärte der Real-Madrid-Star unter anderem.
Kane äußerte Verständnis für Tuchels Ansprüche. "Wenn er uns trainieren sieht und unsere Geschlossenheit sieht und auch sieht, zu was wir in der Lage sind", sagte der 32-Jährige, "dann möchte er diese Version von uns auch in den Spielen sehen." Natürlich wisse Tuchel auch, dass dies nicht einfach sei. Im Halbfinale treffen die "Three Lions" am Mittwoch (21 Uhr MESZ, im Livestream und Audiostream bei sportschau.de) in Atlanta auf Titelverteidiger Argentinien.
10:00 Uhr
Aston Villa sticht Newcastle im Manzambi-Poker aus
Der Schweizer WM-Teilnehmer Johan Manzambi vom SC Freiburg wechselt nun offenbar doch nicht zu Newcastle United, sondern schnürt seine Fußballschuhe in der neuen Saison für Aston Villa. Der Klub aus Birmingham stach die "Magpies" im Poker um den begehrten Jung-Nationalspieler nach übereinstimmenden Medienberichten überraschend noch aus. Freiburg hatte mit Newcastle dem Vernehmen nach bereits Einigung über einen Wechsel des 20 Jahre alten Offensivspielers erzielt, dann aber soll sich Manzambi auch wegen der besseren sportlichen Perspektive - die "Villans" treten in der Champions League an - für einen Wechsel zum European-League-Sieger entschieden haben.
Offensiv-Juwel Johan Manzambi wird dem SC Freiburg offenbar eine Rekordablösesumme bescheren.
Freiburg, das Aston im Endspiel des europäischen Wettbewerbs mit 0:3 unterlag, soll für den gebürtigen Genfer eine Ablösesumme von 70 Millionen Euro erhalten. Der Mittelfeldmann war 2023 aus der U18 von Servette Genf in die U19 des SC Freiburg gewechselt. Seit 2024 zählte er zum Bundesliga-Team der Breisgauer. Bei der WM kam Manzambi in vier Partien zum Einsatz und war mit drei Toren und zwei Vorlagen bester Scorer der Eidgenossen.
Seinem bisherigen Club beschert der Shootingstar eine Rekordeinnahme. Die bisher höchste Ablöse hatte der Bundesligist mit dem Verkauf von Kevin Schade 2023 zum FC Brentford erzielt. Für den Linksaußen erhielten die Süddeutschen 25 Millionen Euro.
Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier erklärte im Interview mit dem SWR, dass der Wechsel wahrscheinlich in dieser Woche finalisiert werde. Der 48-Jährige ging allerdings nicht darauf ein, zu welchem Verein es Manzambi ziehen wird.
12.07.2026 • 20:30 Uhr
Kein Wackeln - FIFA reagiert erneut auf "Spidercam"-Spekulationen
Die FIFA hat erneut auf die Spekulationen über einen möglichen Kontakt des Balles mit der "Spidercam" im Vorfeld des 1:1-Ausgleichs von Jude Bellingham beim Viertelfinale zwischen England und Norwegen (2:1) reagiert. Der Fußball-Weltverband betonte wieder, es habe keinen Kontakt gegeben. Spekulationen, der Ball habe aufgrund der Höhe des Abschlags kein Signal zu den Empfängern senden können, weist sie zurück. "Das Ballsignal, der 'Herzschlag' des Balls', war die gesamte Zeit verfügbar", schreibt sie in einem Statement gegenüber Sportschau.de.
Damit widerspricht der Weltverband der Theorie, dass das Signal aufgrund der Höhe des Balles unterbrochen gewesen sei. Die FIFA schreibt, im Stadion von Miami seien 16 Empfänger installiert, die allesamt unter dem Dach angebracht seien. Zudem schreibt sie, dass das Bildmaterial der Spidercam in den ausgestrahlten Übertragungen zu sehen gewesen sei: "Auf diesem ist klar zu sehen, dass die Kamera weder wackelt noch sich bewegt." Norwegens Torhüter Orjan Nyland hatte nach dem 1:1-Ausgleich von Bellingham umgehend auf die Spidercam gezeigt und Schiedsrichter Clément Turpin aufgesucht. Bei einem Kontakt hätte das Tor zurückgenommen werden müssen.
12.07.2026 • 19:14 Uhr
"Rassismus": Rajoy sorgt für Ärger in Frankreich und Spanien
Vor dem Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich (Dienstag, 21 Uhr MESZ) bei der Fußball-WM hat der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy für Empörung in beiden Ländern gesorgt. In einem Gastbeitrag für das Online-Medium El Debate schrieb er, Frankreich verfüge über einen "Kader von höchstem Niveau. Allerdings ohne Franzosen."
Der Beitrag war bereits am Samstag abrufbar, bis Sonntag reagierten zahlreiche Politiker auf die Einlassungen Rajoys, der von 2011 bis 2018 für die konservative Volkspartei (PP) Spaniens Regierungschef war. "Es gibt Menschen, die Zugehörigkeit immer noch am Nachnamen, am Geburtsort oder an der Hautfarbe messen. Andere messen sie an der Verbundenheit mit einem Land und dem Willen, zu ihm beizutragen", schrieb Rajoys Amtsnachfolger Pedro Sánchez am Sonntag bei X.
12.07.2026 • 15:02 Uhr
Bellingham nun auch Anwärter auf "Goldenen Schuh"
Im Kampf um den "Goldenen Schuh" des erfolgreichsten WM-Torschützen hat sich nun auch der Engländer Jude Bellingham durch seinen Doppelpack im Viertelfinale gegen Norwegen in Position gebracht. Der 23-Jährige bringt es jetzt auf sechs Turniertreffer und liegt damit gemeinsam mit seinem Teamkamerden Harry Kane hinter Kylian Mbappé und Lionel Messi (jeweils acht Tore) und dem nun mit Norwegen ausgeschiedenen Erling Haaland (sieben) auf den vierten Platz im Ranking.
Am Mittwoch im Semifinale gegen Argentinien (21 Uhr, im Livestream und Audiostream bei sportschau.de) können Bellingham und Kane den Titelverteidiger rauswerfen und damit in Messi auch einen Konkurrenten im Kampf um den "Goldenen Schuh" egalisieren. Titelverteidiger als bester Torschütze ist übrigens Mbappé. Bei der Katar-WM 2022 reichten dem Franzosen acht Treffer zur Krone.
| Spieler | Tore | Nation |
|---|---|---|
| Kylian Mbappé | 8 | Frankreich |
| Lionel Messi | 8 | Argentinien |
| Erling Haaland | 7 | Norwegen |
| Jude Bellingham | 6 | England |
| Harry Kane | 6 | England |
| Ousmane Dembélé | 5 | Frankreich |
12.07.2026 • 14:39 Uhr
Norwegische Fluglinie löst WM-Wettschulden ein
Den Instagram-Auftritt der norwegischen Fluggesellschaft Norwegian ziert heute das Logo des britischen Mitbewerbers British Airways. Grund dafür ist eine Online-Wette um das WM-Viertelfinale zwischen Norwegen und England: Norwegian hatte British Airways herausfordert, bei der Partie das Firmenlogo für einen Tag aufs Spiel zu setzen.
Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage der Norweger nach Verlängerung löst die Airline ihre Wettschulden nun also ein: Seit der Nacht ist ihr Account mit dem Logo der Briten versehen. "Gut gespielt, England und British Airways", schrieb Norwegian dazu. "Wir lieben diesen neuen Look an euch", antwortete British Airways.
12.07.2026 • 14:02 Uhr
Oslo feiert "norwegisches Sommermärchen"
Die norwegische WM-Reise ist vorbei - aber in der Heimat mischt sich kurz nach der großen Enttäuschung vor allem ganz viel Stolz. Der mitreißende Fußball ihrer Mannschaft hat im Land für kollektive Begeisterung gesorgt.
ARD-Skandinavien-Korrespondent Christian Stichler hat kurz nach dem WM-Aus mit Menschen auf den Straßen Oslos gesprochen:
Nächtliche Party in Buenos Aires
Lange hatten die argentinischen Fans beim Viertelfinale gegen die Schweiz zittern müssen, aber dann erlöste sie Julian Alvarez mit einem Traumtor in der Verlängerung. Noch während der Schlussminuten kam es in Buenos Aires und anderen Städten zu spontanen Jubelszenen, die schon ein wenig an den WM-Triumph 2022 erinnerten.
In der Hauptstadt versammelten sich mehrere Tausend Menschen rund um den Obelisken und feierten Lionel Messi & Co. Ein Fan fasste sein Gefühl perfekt zusammen: "Argentinien ist der schönste Ort der Welt!"
12.07.2026 • 09:59 Uhr
Argentinien - England am Mittwoch live im Ersten
Kann Argentinien seinen Titel verteidigen? Dafür müssen die Südamerikaner zunächst am kommenden Mittwoch im Halbfinale England aus dem Weg räumen. Das Erste überträgt das Duell der "La Albiceleste" mit den "Three Lions" live. Beginn der Sendung ist um 20.15 Uhr, Anpfiff in Atlanta ist um 21 Uhr (MESZ).
Am Tag zuvor ermitteln Spanien und Frankreich den ersten Endspielteilnehmer. Das ZDF zeigt das Spiel ab 21 Uhr (MESZ) live, zudem gibt es die Partie im Audiostream bei sportschau.de.
12.07.2026 • 09:37 Uhr
Thiaw nicht mehr Senegal-Trainer
Der senegalesische Fußball-Verband, die Fédération Sénégalaise de Football, gibt Nationalcoach Pape Thiaw nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Belgien den Laufpass. Die Trennung vom 45-Jährigen und dem gesamten Trainerstab sei im "übergeordneten Interesse des senegalesischen Fußballs notwendig", hieß es in einer Mitteilung. Wer auf Thiaw folgt, ist noch ungewiss.
Der Ex-Profi war seit 2024 Coach der "Löwen der Teranga". Der größte Erfolg seiner Amtszeit bleibt mit der skandalösen Kontroverse des Afrika-Cups verbunden. Im Januar gewann Senegal sportlich, verlor aufgrund der Vorfälle des chaotischen Spiels seinen Titel jedoch am Grünen Tisch an den Finalgegner Marokko.
12.07.2026 • 06:45 Uhr
Die Halbfinals der WM stehen fest
Nach Argentiniens Sieg gegen die Schweiz stehen die vier Halbfinalisten sowie die Paarungen fest:
- 14. Juli, 21 Uhr: Frankreich gegen Spanien
- 15. Juli, 21 Uhr: England gegen Argentinien
12.07.2026 • 06:10 Uhr
"Spielerverwechslung": Embolo fliegt nachträglich wegen Schwalbe
Einen solchen Platzverweis hat es in der Fußballgeschichte auch noch nicht oft gegeben: Beim Viertelfinale zwischen Argentinien und der Schweiz (3:1 nach Verlängerung) gab Schiedsrichter Joao Pinheiro nach einem Zweikampf zwischen Leandro Paredes und Breel Embolo zunächst Paredes Gelb. Der VAR griff ein, Pinheiro prüfte die Szene mit der offiziellen Begründung: "Mögliche Spielerverwechslung".
Heraus kam Kurioses: Gelb für Paredes wurde annulliert, stattdessen bekam Embolo die Karte wegen einer klaren Schwalbe. Pech des Schweizers: Er war schon gelbverwarnt (wegen eines Fouls an Paredes!) und flog deshalb vom Platz. Sportschau-Experte Lutz Wagner: "In diesem Fall greift tatsächlich der Tatbestand der Verwechslung, denn es soll nicht der falsche Spieler Gelb bekommen. In der Konsequenz war es dann auch korrekt, die Schwalbe entsprechend zu ahnden und Embolo vom Platz zu stellen."
12.07.2026 • 01:05 Uhr
Kurios: Eckball-Wiederholung statt Norwegen-Tor
Das WM-Viertelfinale zwischen England und Norwegen (2:1 nach Verlängerung für die Three Lions) hat einen Riesenaufreger: Ein Tor der Skandinavier zum vermeintlichen 2:1 durch Torbjörn Heggem wurde nach VAR-Intervention wieder einkassiert - die Spielfortsetzung war die Wiederholung des Eckballs, der zu dem Treffer geführt hatte. Begründung von Schiedsrichter Clément Turpin aus Frankreich: Er sah in einem (eher harmlosen) Schubser vor Erling Haaland ein Foulspiel, der Eckball war aber zum Zeitpunkt dieser Aktion noch nicht ausgeführt gewesen - deshalb gab es dann weder Freistoß für England noch Schiedsrichterball.
Auch um das 1:1 gab es große Aufregung - der Ball hatte in der Entstehung des Angriffs, den Jude Bellingham abschloss, die Spider Cam berührt.
11.07.2026 • 22:57 Uhr
"Geburtshelfer" der Roten Karte, Antonio Rattín, ist tot
In die Geschichte des Weltfußballs ging der Argentinier Antonio Rattín durch seinen legendären Streit mit dem deutschen Schiedsrichter Rudolf Kreitlein bei der WM 1966 ein. Die Szene war ausschlaggebend für die Einführung Gelber und Roter Karten. Nun ist der einstige Mittelfeldspieler nach Angaben seines ehemaligen Clubs im Alter von 89 Jahren gestorben.
"Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Antonio Ubaldo Rattín, dem Idol und Aushängeschild unseres Vereins", teilte sein langjähriger Verein Boca Juniors am Samstag auf seinen Social-Media-Kanälen mit. Der Vorfall, der Rattín berühmt machen sollte, ereignete sich beim Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1966. Die Argentinier trafen auf Gastgeber England, der das Spiel 1:0 gewann. Der Stuttgarter Referee Kreitlein hatte Rattín bereits zweimal verbal verwarnt. Als der Südamerikaner erneut den Unparteiischen beschimpfte, verwies dieser ihm vom Platz.
11.07.2026 • 22:44 Uhr
Aufatmen bei England: Rice ist fit fürs Viertelfinale
Englands Mittelfeldstratege Declan Rice ist nach einem Magen-Darm-Infekt rechtzeitig fit geworden und steht in der Startaufstellung. Bei Norwegen ersetzt Andreas Schjelderup auf dem linken Flügel den Leipziger Antonio Nusa. Der Offensiv-Spieler wird zunächst auf der Bank Platz nehmen.
11.07.2026 • 21:47 Uhr
Vor Viertelfinals: Schweigeminute für verstorbenen WM-Teilnehmer Adams
Vor den Viertelfinalspielen England - Norwegen und Argentinien - Schweiz wird es eine Schweigeminute für Jayden Adams geben. Das hat die FIFA bekanntgegeben. Adams ist am Samstag im Alter von 25 Jahren verstorben. Der Südafrikaner hatte noch bei der WM für sein Land in allen drei Vorrunden-Spielen auf dem Platz gestanden.
11.07.2026 • 21:00 Uhr
Vor zwölf Jahren: Als die Schweiz sich 118 Minuten gegen Argentinien stemmte
Wer denkt, dass das Viertelfinal-Duell mit der Schweiz für Argentinien ein Selbstläufer wird, sollte sich an das letzte Aufeinandertreffen erinnern. Zwölf Jahre ist das her. Im Achtelfinale der WM 2014 stellte sich die Schweiz dem späteren Final-Gegner Deutschlands entgegen - und erzwang beinahe ein Elfmeterschießen. 118 Minuten lang stand es 0:0. Dann setzte Lionel Messi zum Dribbling an, spielte Ángel Di María im Strafraum frei - und der besorgte den 1:0-Endstand.
Die Schweiz steht erstmals seit 72 Jahren in einem WM-Viertelfinale. "Nach 72 Jahren mit der Schweiz hier stehen und gegen den Weltmeister spielen zu dürfen, macht mich sehr stolz. Aber ich bin nicht hergekommen, um nur hier zu stehen. Wir wollen natürlich auch den nächsten Schritt machen", erklärte Granit Xhaka. Um das zu erreichen, müssen die Eidgenossen im Viertelfinale Argentinien schlagen (3 Uhr, MESZ). Xhaka könnte sich für das Aus vor zwölf Jahren revanchieren. Xhaka, Lionel Messi und Ricardo Rodriguez sind die einzigen Spieler im Kader der beiden Mannschaften, die auch damals auf dem Platz standen.
11.07.2026 • 18:54 Uhr
"Süß wie Schweizer Schokolade" - Yakin will kein Bösewicht sein
Murat Yakin wurde von James Corden gehörig aufs Korn genommen. Beim US-Sender Fox hatte Corden den Nationaltrainer der Schweiz mehrfach mit zwielichtigen Gestalten verglichen – von James-Bond-Bösewicht bis Breaking-Bad-Drogen-Dealer. Nun hat Yakin Humor bewiesen und mit einem Video reagiert, das in Cordens Show "FIFA World Cup on FOX After Hours" gesendet wurde.
"Wir sind präzise wie eine Schweizer Uhr, zuverlässig wie eine Schweizer Bank, süß wie Schweizer Schokolade und hungrig wie der Steinbock in unseren fantastischen Bergen", sagte Yakin in dem Video, das die schweizerische Nationalmannschaft auch in ihrer Instagram-Story und die Botschaft des Landes in den USA auch auf der Plattform X teilte. "Und meine einzige böse Absicht ist ... andere Länder bei dieser Weltmeisterschaft zu schlagen." Das soll ab 3 Uhr (MESZ) Argentinien zu spüren bekommen.
11.07.2026 • 18:13 Uhr
Verwirrung um Broos - südafrikanischer Verband dementiert Abschied
Tritt er zurück oder macht er doch weiter? Am Donnerstag gab es Meldungen, wonach der Rücktritt von Südafrikas Nationaltrainer Hugo Broos offiziell sei. Ein Mitarbeiter des Verbands hatte die Nachricht der Nachrichtenagentur AFP bestätigt. Auch Broos selbst soll seinen Abschied der belgischen Zeitschrift Humo bestätigt haben.
Der Südafrikanische Fußballverband (SAFA) wies nun diese Meldungen als falsch zurück. "Broos bleibt Cheftrainer der Bafana Bafana. Berichte, die das Gegenteil behaupten sind vollkommen falsch", schrieb der SAFA auf seiner Webseite. Broos habe mit Südafrika Geschichte geschrieben, so der Verband weiter, nachdem die Nationalmannschaft erstmals die K.o.-Runde bei einer WM erreicht hatte. Broos werde nach einem kurzen Heimaturlaub Ende des Monats wieder nach Südafrika zurückkehren.
11.07.2026 • 16:54 Uhr
Extremes Wetter: Verschiebung bei England gegen Norwegen möglich
Heute Abend soll in Miami das WM-Viertelfinale zwischen England und Norwegen stattfinden. Doch das Wetter könnte Einfluss auf den Zeitpunkt des Anpfiffs oder zu Verzögerungen während des Spiels sorgen. Anpfiff ist um 17 Uhr Ortszeit (23 Uhr MESZ). Der US-Wetterdienst hat bereits für diese Uhrzeit in Miami eine Wetterwarnung wegen extremer Hitze ausgesprochen. Zudem könnte es schwere Gewitter geben. Die FIFA geht in einer offiziellen Mitteilung von einem geringen Risiko aus, dass es bei dem Spiel zu einer Verzögerung wegen des Wetters kommen könnte.
Das Stadion in Miami besitzt kein verschließbares Dach, kann daher weder vor der starken Hitze (prognostizierte gefühlte Temperatur bei bis zu 43 Grad) noch vor einem Gewitter schützen. Bei einem Blitzeinschlag im Umkreis von acht Meilen (etwa 13 Kilometer) zum Stadion wird die Partie zwingend für 30 Minuten gestoppt. Das WM-Achtelfinalspiel zwischen England und Mexiko war deshalb um eine Stunde verschoben worden.
11.07.2026 • 14:36 Uhr
England- und Norwegen-Fans vergnügen sich in Miami
Erst ganz viel Sonne und Temperaturen weiter über 30 Grad, dann ein heftiges Gewitter: Das Wetter in Miami spielte am Tag vor dem im Hard Rock Stadium stattfindenden Viertelfinale zwischen England und Norwegen heute Abend (23 Uhr MESZ, im Audiolivestream bei sportschau.de) verrückt. So lange es noch trocken war, vergnügten sich die Fans beider Nationen ausgiebig unter freiem Himmel.
Während die norwegischen Anhänger erneut kräftig "ruderten" und dazu "Ro! Ro! Ro!" skandierten, stimmten die Fans der "Three Lions" den Klassiker "Wonderwall" von der Band Oasis an, ihren inoffiziellen WM-Song. Natürlich durfte auch der eine oder andere Sprung ins kühle Nass in Miami Beach nicht fehlen. Es wurde bis in den Abend hinein draußen gefeiert. Dann beendete das Gewitter die Outdoor-Party.
11.07.2026 • 12:59 Uhr
FIFA verlangt für Endspiel-Tickets fast 30.000 Euro
Noch steht nicht fest, welches Team am 19. Juli das WM-Finale im New York New Jersey Stadium bestreiten wird. Klar war aber schon lange: Wer die Partie in der ersten Reihe verfolgen möchte, muss ganz tief in die Tasche greifen. Nun hat die FIFA weitere der begehrten Eintrittskarten für einige Plätze am Spielfeldrand über ihre offizielle Ticketplattform zum Verkauf angeboten.
Pro Karte ruft der Fußball-Weltverband dabei einen Preis von 32.970 US-Dollar (umgerechnet etwa 28.875 Euro) auf. Fraglich, ob je zuvor für ein Sportereignis ein so hoher Face Value (Originalpreis) für eine Eintrittskarte verlangt wurde.
Der aktuell günstigste verfügbare Preis beträgt 7.380 US-Dollar (circa 6.462 Euro) in der sogenannten "Kategorie 2". Die "Kategorie 1" kostet 10.990 Dollar (circa 9.623 Euro). In der "Front-Kategorie 1" gehen die Preise dann hinauf bis 32.970 Dollar.
11.07.2026 • 11:32 Uhr
Wer stoppt Haaland? Burn rückt in den Fokus
Wer stoppt Erling Haaland? Diese Frage bewegt England vor dem Viertelfinale heute Abend (23 Uhr, im Audiostream bei sportschau.de) gegen die Skandinavier und ihren Superstar, der bereits sieben Tore erzielt hat. Weil hinter dem Einsatz des zuletzt gesetzten Marc Guéhi (Oberschenkelprobleme) ein großes Fragezeichen steht, könnte plötzlich die Stunde von Dan Burn in der Innenverteidigung schlagen. Dan wer? mag sich so mancher Fan fragen. Denn der 34-Jährige ist im prominent besetzten englischen Kader eher ein "No Name".
Erst im März des vergangenen Jahres feierte der Abwehrspieler sein Länderspiel-Debüt. Dass ihn Trainer Thomas Tuchel in den WM-Kader berief, sorgte in England für Diskussionen. Doch bereits im Achtelfinale gegen Mexiko zeigte der 2,01-Meter-Mann nach seiner Einwechslung seinen Wert für das Team, als er für die in Unterzahl spielenden Briten zum Turm in der Abwehrschlacht wurde.
Und was nun für ihn gegen Norwegen spricht: Burn ist so etwas wie Haalands Albtraum. In acht Premier-League-Duellen mit seinem Klub Newcastle United gegen Haalands Manchester City ließ er lediglich einen Treffer des Ausnahmestürmers zu.
11.07.2026 • 10:35 Uhr
"Sind bereit": Xhaka mit Kampfansage an Argentinien
Die Schweiz hat durch den erstmaligen Einzug in ein WM-Viertelfinale bereits Geschichte geschrieben. Doch damit geben sich die Eidgenossen nicht zufrieden. Nun soll heute Nacht (3 Uhr MESZ, im Audiostream bei sportschau.de) auch Titelverteidiger Argentinien aus dem Weg geräumt werden. "Wir müssen dran glauben", fordert Kapitän Granit Xhaka von seinen Teamkameraden. "Es muss ein Spiel werden, in dem wir Freude haben und auch der ganzen Welt zeigen, dass auch eine kleine Nation wie die Schweiz einen Großen ärgern kann", führte der 33-Jährige aus. Er kündigte an, dass die Mannschaft "bereit sein" wird.
Schon einmal war die Alpenrepublik bei einer WM einer Überraschung gegen Argentinien ganz nah: Bei der Endrunde 2014 verloren die Schweizer das Achtelfinalspiel erst in der Verlängerung durch ein Tor von Ángel Di María in der 118. Minute. Sehr zum Ärger auch von Xhaka, der damals in der Startelf gestanden hatte, aber in der 66. Minute ausgewechselt wurde.
11.07.2026 • 09:38 Uhr
Argentiniens Fans tauchen Kansas City in blau-weiß
Die Fans von Argentinien fiebern ungeduldig dem Viertelfinalspiel ihres Teams gegen die Schweiz entgegen. Obwohl die Partie erst heute Nacht (3 Uhr MESZ, im Audiostream bei sportschau.de) angepfiffen wird, tauchten die Anhänger der "La Albiceleste" den Spielort Kansas City bereits 24 Stunden vorher in die Landesfarben blau-weiß.
Auf den Straßen wurde gesungen und gefeiert - und so manche Nachbildung des WM-Pokals in allen möglichen Größen schon einmal in die Luft gestemmt. Nun müssen Messi und Co. nur noch auf dem Rasen einen ähnlichen Einsatz zeigen wie ihre Fans - dann kann es auch mit der Titelverteidigung klappen.
11.07.2026 • 09:25 Uhr
FIFA verkauft Endspiel-Rasenstücke für 390 Euro
Bei dieser WM wird sogar der Final-Rasen verkauft. Schon mehr als eine Woche vor dem Endspiel können Fußball-Fans im Shop des Weltverbands FIFA Teile des Spielfelds erwerben, auf dem am 19. Juli in East Rutherford um den Pokal gespielt wird. Für umgerechnet jeweils rund 390 Euro bietet die FIFA die kleinen Rasenstücke zum Erwerb an. Der Verband weist extra darauf hin, dass die Einzelteile erst nach der Partie verschickt werden.
Die Rasenteile seien dauerhaft konserviert in einem hochwertigen Acrylblock und mit einem USB-Stick mit Echtheitszertifikat kombiniert. Jedes Exemplar sei "ein einzigartiges Sammlerstück, das eines der größten Sportereignisse der Welt würdigt", hieß es weiter. Auf der Homepage des Herstellers werden zudem noch weitere Editionen des Souvenirs angeboten - mit zusätzlichen Extras und in der teuersten Kategorie sogar für rund 2.500 Euro pro Stück.
11.07.2026 • 08:20 Uhr
Beckham spricht England vor Norwegen-Spiel Mut zu
Die englische Nationalmannschaft hat am Freitag (11.07.2026 MESZ) beim Training prominenten Besuch bekommen. David Beckham, langjähriger Kapitän der "Three Lions", weilte mit seinen Söhnen Romeo und Cruz der Übungseinheit vor, die im Florida Blue Training Center stattfand. Es ist das Trainingsgelände von MLS-Klub Inter Miami, an dem Beckham beteiligt ist. Der 51-Jährige hielt eine kurze Motivationsrede für das Team, das heute Abend (23 Uhr MESZ, im Audiostream bei sportschau.de) mit einem Sieg gegen Außenseiter Norwegen ins Halbfinale einziehen kann.
"Er hat uns einfach nur Glück gewünscht. Er war da, um uns zu unterstützen", erklärte Torjäger Harry Kane anschließend britischen Medien. Der Bayern-Star berichtet davon, dass der 115-malige Nationalspieler noch immer Feuer und Flamme für die "Three Lions" sei: "Wir wissen, wie viel es ihm bedeutet hat, für England zu spielen und der Kapitän gewesen zu sein."
10.07.2026 • 22:31 Uhr
Meeresschneckenart nach Kap-Verde-Torwart Vozinha benannt
Kap Verdes Nationaltorhüter Vozinha hat mit seinen starken Paraden bei der WM 2026 nicht nur mehr als 28 Millionen Instagram-Follower hinzugewonnen, sondern auch in der Zoologie Eindruck hinterlassen: Eine neu entdeckte Meeresschneckenart wurde nach ihm benannt. Das kleine rote Weichtier wurde vom Biologen Jesus Ortea in der Karibik entdeckt. Der entschied, es nach dem 40-Jährigen zu benennen. Die Schnecke trägt nun den Namen "Aldisa vozinha".
Ortea erklärte, er wolle Vozinhas "herausragende Rolle" würdigen, und wies darauf hin, dass dessen großes Spiel bei der WM gegen eine Mannschaft stattfand, die den Spitznamen "La Roja" - "Die Rote" - trägt. Beim 0:0 zum Auftakt gegen Europameister Spanien stand Vozinha im Mittelpunkt, mit starken Paraden verhinderte er eine Niederlage Kap Verdes und sorgte für eine der Überraschungen im Turnier.
10.07.2026 • 22:12 Uhr