Wohnmobil-Versteigerung: Stadtpolizei verkauft Camper für 2504 Franken

Publiziert31. Juli 2026, 18:57

Stadtpolizei WinterthurWohnmobil für 2504 Franken versteigert – aber fährt es überhaupt?

Das herrenlose Wohnmobil der Stadtpolizei Winterthur hat auf Ricardo für ein packendes Biet-Duell gesorgt. Schlüssel und Papiere fehlen – ob der Fiat Ducato noch fährt, ist unklar.

Jasmin Steiger

Darum gehts

  • Die Stadtpolizei Winterthur hat ein herrenloses Wohnmobil auf Ricardo versteigert – für 2504 Franken.
  • Der betagte Fiat Ducato (Jahrgang 1990) stand seit rund einem Jahr auf einem Polizei-Parkplatz, nachdem der ursprüngliche Parkplatz-Mieter verstorben war.
  • Schlüssel und Fahrzeugpapiere fehlen; die neue Besitzerin oder der neue Besitzer muss das Mobil innerhalb von zwei Wochen abholen.

Aus dem vermeintlichen Schnäppchen wurde am Ende doch noch ein stattlicher Verkauf: Das herrenlose Wohnmobil, das die Stadtpolizei Winterthur auf Ricardo, das wie 20 Minuten zur TX Group gehört, zu einem Startpreis von nur einem Franken angeboten hatte, wurde am Freitag für 2504 Franken versteigert, wie Watson die Nachrichtenagentur Keystone-SDA zitiert.

Besonders spannend soll es kurz vor Auktionsende geworden sein. In den letzten Minuten hätten sich mehrere Interessierte ein regelrechtes Biet-Duell geliefert, wodurch der Preis noch einmal kräftig nach oben schnellte. Am Ende wechselte der betagte Fiat Ducato aus dem Jahr 1990 für etwas mehr als 2500 Franken den Besitzer.

Schlüssel und Fahrzeugpapiere fehlen

Wer das Biet-Duell gewonnen hatte, kaufte allerdings nicht nur ein Wohnmobil, sondern auch ein kleines Überraschungspaket. Denn ob der Camper überhaupt noch fahrtüchtig ist, weiss niemand. So fehlen laut Artikel Schlüssel und Fahrzeugpapiere, und auch eine technische Kontrolle durch die Stadtpolizei wurde vor der Versteigerung nicht durchgeführt.

Was denkst du über den Kauf dieses Wohnmobils für 2504 Franken?

Ein super Schnäppchen, wenn man es wieder flottkriegt.

Viel zu riskant, ohne Schlüssel und Papiere.

Der Nervenkitzel bei der Auktion war es sicher wert.

Ich hätte es für diesen Preis auch genommen.

Ich würde niemals ein Fahrzeug ohne Prüfung kaufen.

Mich interessieren solche Auktionen nicht.

Die Geschichte hinter dem Wohnmobil ist ungewöhnlich: Es stand seit rund einem Jahr auf einem von der Stadtpolizei vermieteten Parkplatz in Winterthur. Nachdem der ursprüngliche Mieter des Parkplatzes verstorben war und sich niemand als rechtmässiger Eigentümer des Wohnmobils meldete, galt das Fahrzeug als herrenlos. Damit durfte die Stadtpolizei den Camper versteigern.

Für die neue Besitzerin oder den neuen Besitzer gibt es jetzt trotzdem noch etwas zu erledigen: Wie die Nachrichtenagentur schreibt, muss das Wohnmobil innerhalb von zwei Wochen abgeholt werden – und zwar auf eigene Kosten. Wer diese Frist verstreichen lässt, muss mit einer Vertragsstrafe von 1000 Franken rechnen.

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Jasmin Steiger

Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.

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