Frauen-Bundesliga: Wolfsburgerinnen siegen deutlich bei Schlusslicht Mainz 05

Spielerinnen des VfL Wolfsburg bejubeln einen Treffer

Stand: 18.10.2026 • 21:16 Uhr

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben am Sonntag in der Bundesliga mit einem deutlichen 5:0 (2:0)-Sieg bei Schlusslicht Mainz 05 zumindest für eine Nacht die Tabellenführung zurückerobert. Die Bayern spielen am Montag gegen Stuttgart.

Von Thomas Luerweg

Zwei Treffer von Ella Peddemors vor der Pause, ein Doppelschlag von Anny Kerim-Lindland und Svenja Huth unmittelbar nach dem Wechsel sowie ein sehenswerter Treffer von Kessya Bussy lassen den Erfolg des VfL sehr deutlich aussehen. Doch besonders in der ersten Halbzeit hielten die Mainzerinnen mit viel Herz dagegen und machte den Favoritinnen das Leben schwer. Am Ende gab aber die individuelle Qualität den Ausschlag.

Peddemors belohnt geduldige "Wölfinnen"

Die Mannschaft von Coach Stephan Lerch übernahm am Mainzer Bruchweg von Beginn an die Initiative. Huth setzte einen Linksschuss von der Strafraumkante knapp links am Tor vorbei (5.). Sechs Minuten später lenkte die 05er-Keeperin Marisa Schön einen Schuss von Thea Bjelde an den Pfosten.

Doch den Offensivbemühungen der "Wölfinnen" fehlte es in der Anfangsphase an Präzision. Die agile Huth schlug eine Flanke nach der anderen in den Mainzer Strafraum, fand aber keine Abnehmerinnen. Geduld und Beharrlichkeit zahlten sich schließlich aus, als Toptorschützin Peddemors mit einem wuchtigen Schuss aus 13 Metern zum 1:0 traf (35.).

Svenja Huth und Maja Lara Pageler im Zweikampf

Die Rheinhessinnen hielten mit hoher Einsatzbereitschaft dagegen und warfen sich in jeden Zweikampf. Mit dem robusten Spiel tat sich der VfL schwer. Trotzdem baute Peddemors mit ihrem siebten Saisontreffer auf Zuspiel von Bjelde die Führung kurz vor der Pause auf 2:0 aus (45.+1).

Wolfsburg entscheidet die Partie direkt nach der Pause

Nach dem Wechsel mussten die Gastgeberinnen ihrem hohen Tempo Tribut zollen: Ein Doppelschlag der Wolfsburgerinnen innerhalb von zwei Minuten sorgte für die Entscheidung. Zunächst legte Bjelde von rechts im Strafraum perfekt für Ihre Landsfrau Kerim-Lindland auf. Die 19-jährige Stürmerin vollendete die norwegische Ko-Produktion aus fünf Metern zum 3:0 (48.).

Zwei Minuten später stürmte Huth mit Tempo in den 05er-Strafraum, zog ab und der abgefälschte Schuss trudelte unhaltbar für Schön ins rechte Toreck. Danach ließen es die Wolfsburgerinnen etwas ruhiger angehen. Die Mainzerinnen zeigten hingegen, warum sie am Tabellenende stehen: Die einzige echte Torchance vergab Marina Georgieva, die den Ball nach einer Ecke aus fünf Metern über den VfL-Kasten setzte (66.).

Für den sehenswerten Endstand sorgte schließlich Bussy, die per Direktabnahme eine Hereingabe der eingewechselten Lena Lattwein verwertete (77.). Unter dem Strich ein hochverdienter Erfolg der Niedersächsinnen, die sich nur in der ersten halben Stunde schwertaten und zurecht die Punkte mit an den Mittellandkanal nehmen.