YouTube setzt auf KI, personalisierte Feeds und neue Creator-Tools

Ein Finger tippt auf die YouTube App auf einem Touchscreen

YouTube hat auf dem gestrigen „Made on YouTube“-Event eine ganze Reihe neuer Funktionen angekündigt. Im Mittelpunkt stehen dabei KI-gestützte Werkzeuge für die Videoproduktion, individuellere Möglichkeiten zur Content-Entdeckung und zusätzliche Geschäftschancen für Content Creator. So soll sich die Startseite künftig per Text-Prompt an die eigenen Interessen anpassen lassen. Wer etwa „lange Dokus für einen entspannten Abend“ sehen möchte, kann den eigenen Feed entsprechend personalisieren. Auch Shorts bekommen mehr Struktur: Creator können ihre Kurzvideos künftig in Staffeln und einzelne Folgen organisieren.

Auch bei der Erstellung von Inhalten setzt YouTube stärker auf künstliche Intelligenz. Ein neues dialogbasiertes Tool soll Content Creator per Chat bei der Bearbeitung von Videos in Shorts und der YouTube Create-App unterstützen. Gleichzeitig baut die Plattform ihre Werkzeuge zum Schutz der eigenen Marke und Identität aus. Eine verbesserte mobile Ähnlichkeitserkennung für Gesicht und Stimme soll dabei helfen, die eigene Identität auf YouTube besser zu schützen.


Livestreams werden interaktiver

Eine Person sitzt auf einem Bett und schaut sich die YouTube-Website an

Mehr Möglichkeiten gibt es künftig auch für Livestreams. Mit den neuen „Live-Showdowns“ können Creator gemeinsame Duelle veranstalten und ihre Communities direkt einbinden. Für ein internationales Publikum führt YouTube zudem eine automatische Echtzeit-Synchronisierung ein, die Inhalte für Zuschauende weltweit zugänglicher machen soll. Darüber hinaus wird die „Watch With“-Funktion ausgeweitet: Das gemeinsame Anschauen und Kommentieren von Inhalten soll künftig nicht mehr nur bei bestimmten Formaten, sondern auch bei regulären Videos möglich sein.

Auch beim Geldverdienen mit YouTube tut sich einiges. Das YouTube Shopping Affiliate-Programm soll bis Ende des Jahres auf insgesamt 35 Länder ausgeweitet werden. Zusätzlich kommen weitere Partner wie Amazon hinzu. Produkt-Tags sollen sich künftig automatisch stärker an den jeweiligen Standort der Zusehenden anpassen. Für Creator, die mit Marken zusammenarbeiten wollen, kommt außerdem Unterstützung von „Frag Studio“: Das Tool soll künftig beim Erstellen von Pitches für potenzielle Markenkooperationen helfen.

YouTube-CEO Neal Mohan beschreibt die Entwicklung als Teil eines größeren Wandels: Kultur werde heute nicht mehr ausschließlich „von oben“ vorgegeben, sondern entstehe aus dem Zusammenspiel von Kreativen und ihren Communities. Genau diesen Austausch wolle YouTube mit seinen neuen Funktionen unterstützen. Die angekündigten Features werden ab heute beziehungsweise im Laufe der kommenden Monate weltweit ausgerollt. Einige Funktionen stehen damit sofort zur Verfügung, während andere schrittweise auf der Plattform und in den jeweiligen Apps aktiviert werden. Die YouTube-App (App Store-Link) gibt es kostenlos im deutschen App Store für iPhones und iPads, Premium-Abos starten ab 7,99 Euro/Monat für Premium Lite.

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