Yuki Tsunoda entgeht Strafe: FIA erklärt Extra-Formationsrunde
(Motorsport-Total.com) - Yuki Tsunoda darf seinen zehnten Platz beim Formel-1-Rennen in Monza behalten. Der Racing-Bulls-Pilot war nach dem Neustart des Rennens unter Untersuchung geraten, weil seine Position auf dem Grid offenbar für Verwirrung bei der Rennleitung sorgte und eine zusätzliche Formationsrunde angeordnet wurde.

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Yuki Tsunoda darf seinen zehnten Platz in Monza behalten Zoom
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Nach dem Unfall von Charles Leclerc und der anschließenden Unterbrechung nahm das Feld das Rennen erneut auf. Tsunoda steuerte dabei zunächst auf die linke Seite des Grids zu, obwohl sein korrekter Startplatz auf der rechten Seite lag. Beim Wechsel in die richtige Position stand sein Auto anschließend in einem ungewöhnlichen Winkel in seiner Startbox.
Die Rennleitung war mit der Position nicht zufrieden und ordnete deshalb eine zusätzliche Formationsrunde an. Die Rennkommissare untersuchten den Fall nach dem Rennen. Für Tsunoda stand dabei sein hart erkämpfter zehnter Platz und damit sein erster Punkt der Saison auf dem Spiel.
Tsunoda: "Ich war etwas verwirrt"
Tsunoda erklärte, dass er zunächst selbst von seiner Startposition verwirrt gewesen sei. Er sei davon ausgegangen, auf Platz 15 auf der linken Seite stehen zu müssen, bevor ihm klar wurde, dass er auf die rechte Seite zu Platz 14 wechseln musste.
"Ich war etwas verwirrt, als ich zwischen 14 und 15 starten sollte", erklärt Tsunoda. "Ich dachte, ich wäre 15. Aber zumindest habe ich hinter der Box geparkt, ziemlich weit dahinter, also glaube ich nicht, dass ich dadurch irgendeinen Vorteil hatte."
Genau diese Punkte spielten anschließend auch bei der Entscheidung der Rennkommissare eine zentrale Rolle. Die FIA stellte anhand von Aufnahmen aus mehreren Kameraperspektiven fest, dass Tsunoda zunächst in Richtung der falschen Position fuhr, dann aber die Richtung änderte und sein Auto korrekt in der vorgesehenen Startbox platzierte.
FIA sieht keinen Grund für Strafe
Entscheidend war zudem, dass Tsunodas Auto nach Ansicht der Kommissare keine falsche Startposition eingenommen hatte. Kein Kontaktbereich der Vorderreifen befand sich außerhalb der Begrenzung der Startbox. Außerdem wurde kein anderer Fahrer durch die Position des Racing-Bulls-Piloten beeinträchtigt.
Die Rennleitung erklärte, die zusätzliche Formationsrunde sei aufgrund ihrer eigenen Einschätzung der Situation angeordnet worden. Der Rennleiter habe sich angesichts der Position des Autos nicht wohl dabei gefühlt, den Start freizugeben.
Die Kommissare stimmten dieser Einschätzung zu. Ihrer Ansicht nach entstand die zusätzliche Formationsrunde durch die Entscheidung des Rennleiters und wurde nicht unmittelbar durch Tsunoda verursacht. Besonders wichtig: Das Team war zu keinem Zeitpunkt darüber informiert worden, dass Tsunoda als Verursacher der zusätzlichen Runde angesehen wurde.
Ohne Hinweis keine Möglichkeit zur Reaktion
Das ist für die Anwendung des entsprechenden Reglements entscheidend. Wird ein Fahrer tatsächlich als Verursacher einer zusätzlichen Formationsrunde eingestuft, muss er nach der Runde in die Boxengasse fahren und das Rennen von dort aufnehmen. Tut er das nicht, droht eine obligatorische Stop-and-Go-Strafe.
Im Fall Tsunoda fehlte jedoch die entscheidende Information. Weder der Fahrer noch Racing Bulls wussten, dass die Rennleitung sie für die zusätzliche Formationsrunde verantwortlich machte. Weil das Auto nach Einschätzung der Kommissare regelkonform in der Startbox stand, gab es für das Team keinen Grund, Tsunoda in die Boxengasse zu schicken.
Die FIA kam deshalb zu einem eindeutigen Ergebnis: Eine Stop-and-Go-Strafe könne in diesem Fall nicht verhängt werden. Die Kommissare entschieden auf "keine weitere Maßnahme".
Gleichzeitig stellten sie klar, dass der Rennleiter in gutem Glauben und aus Vorsicht gehandelt habe. Die FIA regt allerdings an, künftig einen Prozess einzuführen, mit dem Teams und Fahrer unmittelbar darüber informiert werden, wenn sie als Ursache einer zusätzlichen Formationsrunde betrachtet werden. Nur so könnten sie anschließend die im Reglement vorgesehene Reaktion korrekt umsetzen.