Zimmer Biomet Winterthur: Bis 580 Jobs könnten wegfallen
Publiziert9. September 2026, 14:23
Zimmer BiometUS-Firma plant massiven Stellenabbau in Winterthur
Der US-Medizintechnikkonzern Zimmer Biomet in Winterthur plant einen massiven Stellenabbau. Grund dafür ist eine Umstrukturierung.

Darum gehts
- Der US-Medizintechnikkonzern Zimmer Biomet plant in Winterthur den Abbau von bis zu 580 Stellen.
- Grund ist eine Umstrukturierung der Produktion am Standort Winterthur.
- Die Firma beschäftigt in Winterthur 730 Angestellte.
Beim US-Medizintechnikkonzern Zimmer Biomet könnten im Zuge einer Umstrukturierung der Produktion bis zu 580 der 730 Stellen in Winterthur wegfallen. Das Unternehmen teilt am Mittwoch mit, es handle sich bisher um einen Vorschlag, der abhängig vom Ergebnis des Konsultationsverfahrens sei.
«Die vorgeschlagenen Veränderungen sind Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Produktionsnetzwerks von Zimmer Biomet. Ziel ist es, das Produktions- und Liefernetzwerk zu vereinfachen, die Effizienz zu steigern und das Unternehmen langfristig erfolgreich aufzustellen», steht in der Mitteilung.
Das sagt das Unternehmen
«Wir überprüfen unser globales Produktions- und Liefernetzwerk kontinuierlich. So stellen wir sicher, dass wir unsere Kunden und deren Patienten bestmöglich versorgen und das Unternehmen langfristig stärken», sagte Elizabeth Gauthier, Produktionsleiterin bei der Zimmer Switzerland Manufacturing GmbH.
«Wir sind uns der Bedeutung des Standorts Winterthur, seiner langjährigen Tradition und des wichtigen Beitrags unseres Teams vor Ort sehr bewusst. Ebenso sind wir uns darüber im Klaren, welche Auswirkungen dieser Vorschlag auf unsere Mitarbeitenden, ihre Familien und die Region haben könnte.»
Man habe die möglichen Auswirkungen «sehr sorgfältig» in die Überlegungen einbezogen. «Unsere unmittelbare Priorität ist es nun, unsere Mitarbeitenden während des Konsultationsverfahrens bestmöglich zu unterstützen.»
Stadtrat ist besorgt
Der Stadtrat von Winterthur hat die Pläne des US-Konzerns mit «grosser Besorgnis und Betroffenheit» zur Kenntnis genommen. «Der Stadtrat hat umgehend Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen und Gespräche vereinbart, um seinen Standpunkt zu vermitteln und darauf hinzuwirken, den Stellenabbau möglichst gering zu halten.»
Der Stadtrat erwartet, dass die Anliegen der Stadt im angekündigten Konsultativverfahren aufgenommen werden. Er betont zugleich die Wichtigkeit, dass den möglichen persönlichen Auswirkungen auf die Arbeitnehmenden und ihre Familien sorgsam Rechnung getragen wird. Ausserdem fordert der Stadtrat, dass das Unternehmen «gewissenhaft konkrete Anschlusslösungen für die Lernenden anstrebt.»
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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