Nach dem 0:5: Polzin erklärt HSV-Durcheinander
HSV
Viele Wechsel, kaum Abläufe, große Probleme. Gegen Mainz wirkte der HSV völlig unsortiert. Polzin setzt nun vor allem auf Zeit.
Sechs Sommer-Zugänge in der Startelf, dazu gleich vier Wechsel in der Anfangsformation im Vergleich zum 0:2 zum Liga-Auftakt in Dortmund: Für die Heimspielpremiere gegen Mainz hatte HSV-Coach Merlin Polzin seine Mannschaft kräftig umgebaut. Das Ergebnis: Auf dem Platz fehlte den Hamburgern komplett die Bindung im Spiel. So gut wie nichts passte zusammen. Waren die Wechselspiele zu viel?
„Wir hatten eine Trainingswoche, die sich so dargestellt hat, dass diese Entscheidungen getroffen wurden. Jeder der Jungs stellt sich maximal dieser Verantwortung, genauso wie ich es als Trainer auch tue“, sagte Merlin Polzin nach dem 0:5-Desaster. Gleichzeitig betonte der HSV-Coach: „Hinterher ist es immer leicht zu sagen, das war der Grund. Aber fest steht auch, dass wir natürlich Zeit brauchen, um die Verbindung weiter zu stärken und um in die Abläufe reinzukommen.“
Neue Spieler sorgen für keine neuen Impulse im HSV-Spiel
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Die Last-Minute-Transfers David Møller Wolfe und Zakaria El Ouahdi hatten vor dem Mainz-Spiel nicht einmal eine vollständige Trainingswoche im Volkspark absolviert und rückten trotzdem direkt in die erste Elf. Auch Terem Moffi und Bilal Nadir standen erstmals für den HSV von Beginn an auf dem Platz. Statt neuer Impulse gab es jedoch ein wildes Durcheinander. Auffällig: Viele der entscheidenden Patzer gingen am Ende auf das Konto der erfahrenen Profis im Team wie Jordan Torunarigha oder Nicolai Remberg.
„Es lag nicht an den einzelnen Leuten, sondern am Verbund, wie wir verteidigt haben und wie wir angegriffen haben. Das war nicht auf dem Level, wie man es von uns sehen möchte“, erklärte Torwart Daniel Heuer Fernandes nach dem Abpfiff. Mit Blick auf eine bessere Zukunft setzt er wie sein Trainer vor allem auf den Faktor Zeit.
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Der Umbau in der HSV-Mannschaft dauert noch mehrere Wochen
Mehrere Wochen werde es laut Polzin noch dauern, bis auch alle Sommer-Zugänge in Sachen Fitness bei 100 Prozent angekommen sind. Zudem müssen viele Abläufe erst noch verinnerlicht werden. Dabei ist weniger manchmal vielleicht mehr. Das hat der Auftritt gegen Mainz in aller Deutlichkeit gezeigt.
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Positiv: Albert Sambi Lokonga, der mit seiner Ballsicherheit grundsätzlich ein wichtiger Baustein im HSV-Spiel ist, gegen Mainz aber wegen Rückenproblemen aussetzen musste, soll am kommenden Wochenende beim Gastspiel in Leipzig wieder dabei sein.