Tausende schmieren sich diese Zuckerfalle auf ihr Brot und wissen nicht, dass es gesündere Alternativen gibt
Zuckerfalle mit viel Fett: Nutella fällt beim Öko-Test durch, aber diese gesünderen Alternativen sind besser
Stand: 24.08.2026, 14:10 Uhr
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Millionen Deutsche streichen es sich täglich aufs Brot. Doch was wirklich in dem beliebten Glas steckt, überrascht selbst Fans des Klassikers.
Kaum ein Frühstückstisch kommt ohne aus: Das braune Glas mit dem roten Deckel steht in fast jeder deutschen Küche und gehört für viele Kinder wie Erwachsene zum Morgenritual dazu. Der cremige Nuss-Schokoaufstrich weckt Kindheitserinnerungen und verspricht einen süßen Start in den Tag. Doch Verbraucherschützer schauen seit Jahren kritisch auf die Zutatenliste des Marktführers. Was sie dort finden, dürfte manchen Fan ins Grübeln bringen.

Öko-Test hat 21 Nuss-Nougat-Cremes unter die Lupe genommen, und ausgerechnet der Marktführer fiel mit der Note „ungenügend“ durch. Der Grund: mehr als 56 Prozent Zucker, dazu Mineralölrückstände und der zugesetzte Aromastoff Vanillin. „Im Grunde müsste man sie Zucker-Fett-Creme nennen“, kritisierten die Tester von Öko-Test.
Ferrero weist die Kritik zurück (etwa gegenüber der Saarbrücker Zeitung): Der Hersteller betont, Nutella liege bei Mineralölbestandteilen deutlich unter den empfohlenen Orientierungswerten der Bundesländer. Den Einsatz von Vanillin bezeichnet das Unternehmen als festen Bestandteil der bewährten Rezeptur. Wer trotzdem nicht auf alternativen Schokogenuss verzichten will, findet inzwischen deutlich bessere Alternativen im Handel und in der eigenen Küche.
Alternativen zu Nutella: ungesüßtes Nussmus und bessere Bio-Cremes
Die puristischste Alternative zu Nutella heißt schlicht Nussmus. Haselnussmus liefert das vertraute Röstaroma, besteht dabei aber zu 100 Prozent aus Nüssen. Mandelmus bringt von Natur aus eine feine Süße mit. Bei Erdnuss lohnt sich der genaue Blick aufs Etikett: Klassische Erdnussbutter enthält manchmal zugesetzten Zucker, reines Erdnussmus dagegen nicht.
Jedes Nussmus lässt sich mit etwas Kakaopulver selbst zur Schokocreme verfeinern. Zwei Esslöffel Haselnuss- oder Mandelmus, ein Teelöffel ungesüßter Backkakao und etwas Ahornsirup ergeben verrührt eine cremige Schokopaste. Verarbeitete Fette kommen dabei gar nicht erst zum Einsatz. Der Blitz-Hack lässt sich bei Bedarf jeden Morgen frisch zubereiten, ganz ohne Vorratsglas im Schrank. Wer etwas Frisches will, kann Haselnussaufstrich mit diesem einfachen Rezept selbst machen.
Wer den typischen Nutella-Geschmack sucht, wird im Bio-Regal fündig. Hochwertige Nuss-Nougat-Cremes bringen es dort auf einen Haselnussanteil von 30 bis 45 Prozent, mehr als das Doppelte des Original-Rezepts. Statt Palmöl steckt echte Kakaobutter drin. Die Süße stammt häufig aus Datteln oder Kokosblütenzucker, was dem Nussaroma auf dem Brot spürbar mehr Raum lässt.
Gourmet-Varianten und Nutella-Alternativen mit Trend-Geschmacksrichtung Pistazie
Neben Haselnuss-, Mandel- und Erdnussmus etabliert sich Pistazienmus zunehmend als Gourmet-Variante auf dem Frühstückstisch. Die leuchtend grüne Farbe und das feine, leicht süßliche Aroma heben es von den klassischen Sorten ab. Für alle Nussmuse gilt dieselbe Lagerregel: nicht in den Kühlschrank damit. Die Kälte lässt die pflanzlichen Öle erstarren und den Aufstrich hart werden. Besser aufgehoben sind die Gläser in einem dunklen Vorratsschrank, der die Fette vor Licht und Sauerstoff schützt.
Der Unterschied zeigt sich nicht nur auf der Zunge, sondern auch im Stoffwechsel. Stark gezuckerte Cremes lassen den Blutzucker rasch nach oben schießen und ebenso schnell wieder abstürzen. Reines Nussmus liefert dagegen wertvolle ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe. Sie verlangsamen die Verdauung, verhindern Blutzuckerspitzen und halten spürbar länger satt. So wird Schoko-Aufstrich proteinreicher als klassische Nuss-Nougat-Cremes.