Zukunft des Pe.Es. Kottmeier ungewiss: Wirt geht nach 44 Jahren in Rente

Stand: 04.08.2026, 07:00 Uhr

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Peter Schweizer, Namensgeber der Planegger Gaststätte „Pe.Es. Kottmeier“, führt das Haus mit Biergarten seit 44 Jahren in vierter Generation. Ende Oktober geht er in den Ruhestand; die Zukunft der Gaststätte ist offen.

Peter Schweizer, Namensgeber der Planegger Gaststätte „Pe.Es. Kottmeier“, führt das Haus mit Biergarten seit 44 Jahren in vierter Generation. Ende Oktober geht er in den Ruhestand; die Zukunft der Gaststätte ist offen. © Dagmar Rutt

Peter Schweizer führt die Traditionsgaststätte an der Würm seit 1982. Mit ihm endet eine Ära von vier Generationen derselben Familie.

Planegg – In einer der ältesten Gaststätten Planeggs bahnt sich eine Veränderung an. Der Wirt des Pe.Es. Kottmeier hat beschlossen: „Ende Oktober höre ich auf.“ Peter Schweizer führt das Lokal am Ufer der Würm seit 44 Jahren. Wenn er geht, endet eine Ära: Insgesamt vier Generationen der Familie Kottmeier führten diese Gaststätte. Eine weitere wird nicht dazukommen. Ob ein anderer Wirt übernimmt und die Gaststätte unter neuer Führung erhalten bleibt, ist zu diesem Zeitpunkt offen.

„Es wäre schön, wenn es weitergeführt wird.

Die Kottmeiersche Tradition begründete der Urgroßvater Peter Schweizers, später übernahm der Großvater Josef Kottmeier, der die Gaststätte zu einer kleinen Pension umbaute und sie 19 Jahre lang in dieser Form betrieb. Als Peter Schweizer 1982 übernahm, verwandelte er die Kottmeiersche Gastwirtschaft wieder in eine solche, nannte sie Pe.Es. Kottmeier in Anlehnung an die Anfangsbuchstaben seines Namens und eröffnete 1983 dann offiziell.

Peter Schweizer war immer gerne Wirt. „Das ist ein Traumberuf“, findet er nach wie vor. „Mit Angestellten und Mitarbeitern war das eine gute Zeit.“ Und freilich auch mit den Gästen. Das Pe.Es. Kottmeier hat Stammgäste, die seit über 40 Jahren kommen. Familienfeiern von Planeggern finden teils seit Generationen bei ihm statt. Menschen, die aus dem Würmtal wegziehen, kehren auch Jahre später immer mal wieder zurück, um im Pe.Es. Kottmeier den beliebten Biergarten aufzusuchen, erzählt der Gastronom. Jetzt präsentiert sich der Sommer aktuell von seiner Zuckerseite, wie er sagt. Im Biergarten laufe es heuer richtig gut. Doch sein Entschluss steht. Man könnte sagen, er folgt damit der alten Weisheit, man solle gehen, wenn es am schönsten ist.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Schweizer ist jetzt 65 Jahre alt und sagt: „Ich gehe gerädert ins Bett und stehe gerädert wieder auf, ich kann auf Dauer nicht so weitermachen.“ Aus der Familie wolle niemand übernehmen. „Der Schwerpunkt der Kinder liegt nicht in der Gastronomie.“

Was künftig aus der Gastronomie in einem der ältesten Häuser Planeggs wird, ist noch nicht entschieden. Schweizer sagt: „Es wäre schön, wenn es weitergeführt wird.“ Immerhin gibt es die Wirtschaft seit 1876, seit 1898 mit dreieckigem Saal.

Sicher ist nur, dass eines sich nicht ändern wird: Peter Schweizers Eltern, die schon dem Großvater und später ihm selbst im Betrieb geholfen haben, werden weiterhin in dem Haus wohnen bleiben.

Der Wirt selbst hat für die Zeit nach Herbst schon neue Pläne. „Das war mein Leben“, sagt er. Jetzt blickt er in die Zukunft: Mit seiner Frau Elisabeth will er auf Reisen gehen. „Das hat Priorität“, erklärt er im Merkur-Gespräch.