Vor Start der US Open: Zverev gibt Tennisbällen Mitschuld für viele Verletzungen

Stand: 29.08.2026, 16:29 Uhr

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Alexander Zverev kritisiert die Bälle im Profitennis scharf und sieht sie als Grund für vermehrte Verletzungen bei jungen Spielern.

New York – Kurz vor Beginn der US Open hat Alexander Zverev deutliche Kritik an den im Profitennis verwendeten Bällen geäußert. Der 29-jährige Sieger der French Open sieht einen direkten Zusammenhang zwischen den Bällen und der Zunahme von Verletzungen bei jungen Topspielern. „Die Bälle sind einfach ein bisschen toter geworden, man muss mehr auf den Ball draufhacken, damit der Ball irgendwo hingeht“, erklärte Zverev.

Alexander Zverev hofft auf den Titel bei den US Open.

Alexander Zverev hofft auf den Titel bei den US Open. © picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Yannick Legare

Dies führe laut dem deutschen Tennis-Star zu vermehrten Handgelenks- und Ellenbogenverletzungen sowie Armproblemen. Die Organisatoren der Turniere sind in der Wahl der Ballmarke frei und dürfen Deals mit Herstellern ihrer Wahl abschließen, was zu einer Varianz in der Ballqualität führt. Viele Topspieler haben wiederholt ein einheitliches Spielgerät gefordert, um den gesundheitlichen Belastungen entgegenzuwirken. Bislang ohne Erfolg.

Tennis-Star Zverev liefert kuriose Vermutung zu Verletzungen

Die Problematik wird durch aktuelle Verletzungen im Tennis untermauert. So kehrt der Spanier Carlos Alcaraz nach einer mehr als viermonatigen Pause wegen einer Handgelenksverletzung zurück, während der britische Spieler Jack Draper aufgrund einer Knochenprellung im linken Arm in New York passen muss. „Ich glaube immer noch, es hängt viel mit dem Belag und den Bällen zusammen“, so Zverev.

Vor seinem Erstrundenmatch gegen den Italiener Lorenzo Sonego fühlt sich Zverev körperlich „okay“ und berichtet von keinen größeren Beschwerden. Nach einem verlorenen Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner, der in New York wegen Knieproblemen fehlt, hatte Zverev einen holprigen Start in die Hartplatz-Saison. Bei Turnieren in Montreal und Cincinnati konnte er nur zwei Partien gewinnen.

Dennoch zeigt sich Zverev zufrieden mit den Fortschritten der letzten Wochen: „Im Training ist es alles gut. Es wird von Tag zu Tag besser“, so der gebürtige Hamburger, der in den USA den Gewinn seines zweiten Grand Slam anpeilt. Die Chancen dafür stehen gut, nachdem der Weltranglistenerste Jannik Sinner seine Teilnahme aufgrund einer Verletzung absagen musste. Dadurch startet Zverev erstmals als topgesetzter Spieler in ein Grand-Slam-Turnier. (dwe)