Entwarnung: Zwei Bomben in Hannover-Misburg sind entschärft

entschärfte Bomben in Hannover-Misburg im Abendlicht

Stand: 04.10.2026 • 18:48 Uhr

In Hannover-Misburg haben Kampfmittelräumer am Sonntag zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. 17.500 Menschen mussten zuvor ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Bei den beiden Blindgängern handelte es sich um US-amerikanische Fliegerbomben. Eine war laut Feuerwehr 250 Kilogramm schwer. Dasselbe hatten die Experten für den zweiten Blindgänger angenommen - bei näherer Untersuchung stellte sich dieser als 500-Kilogramm-Bombe heraus. Die verdächtigen Punkte waren Ende August bei Sondierungsarbeiten für das geplante Quartier Steinbruchsfeld-Ost entdeckt worden.

700 Kräfte in Misburg im Einsatz, viele ehrenamtlich

Ab 9 Uhr am Sonntagmorgen mussten 17.500 Anwohnende den Bereich im Radius von einem Kilometer um die Fundstellen verlassen. Gegen 14 Uhr, als der gesperrte Bereich geräumt war, begannen die Kampfmittelexperten mit der Untersuchung der beiden Verdachtspunkte. Kurz danach mussten sie ihre Arbeit allerdings unterbrechen: Im gesperrten Bereich wurden doch noch Personen entdeckt. Das Gebiet wurde erneut überprüft. Um 16.25 Uhr meldete die Feuerwehr, dass die erste Bombe erfolgreich entschärft wurde. Um 17.48 Uhr war auch die zweite unschädlich gemacht. Gut 700 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Kampfmittelbeseitigungsdienst waren am Sonntag in Misburg im Einsatz. Viele dieser Helfenden waren Ehrenamtliche, wie der Direktor der Feuerwehr Hannover, Christoph Bahlmann, betonte.

Sammelstelle für Betroffene in der IGS Roderbruch

Betroffene konnten sich in einer Sammelstelle in der Schule IGS Roderbruch im Stadtteil Groß-Buchholz aufhalten. Knapp 400 Menschen wurden dort laut Feuerwehr betreut. Kostenlose Busse fuhren von mehreren Haltestellen im Evakuierungsgebiet zur IGS. 83 Personen brauchten den Angaben zufolge einen Krankentransport, um das gesperrte Gebiet sicher verlassen zu können. Die Stadt hatte für Fragen rund um die Evakuierung ein Bürgertelefon eingerichtet, dort wurden laut Feuerwehr etwa 400 Anrufe gezählt.